Persönlichkeit der Woche
Willi Schmidt - ein Mann voller Musik
Dirigent, Organist, Chor- und Orchesterleiter, Musik- und Instrumentallehrer und Komponist
Koblenz. Wer Willi Schmidt in seinem Haus auf der Karthause besucht, merkt sofort, dass sein Leben auf Musik und Harmonie ausgerichtet ist.
Im Jahre 1934 wurde er in Bisholder geboren und begab sich direkt nach dem Schulabschluss und einer Klavierausbildung zum Musikstudium an die Bischöfliche Kirchenmusikschule nach Trier.
Ein weiteres Studium absolvierte er in Mainz an der Johannes-Gutenberg-Universität, welches er mit Bravour abgeschlossen hat. Schon mit 17 Jahren übernahm er als Dirigent den damaligen Männergesangverein „Sangeslust“ in seinem Heimatort Bisholder. 1954 trat er dann als ausgebildeter Organist, Chor- und Orchesterleiter in Treis an der Mosel seine erste feste Stelle an, die er nach zwei Jahren in Richtung Koblenz-Karthause verlassen hat. In der Pfarrei St. Beatus wirkte er als Organist und Chorleiter bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1997. Im Jahr 1956 übernahm er die Leitung des Kirchenchores der Pfarrei, den er 40 Jahre leitete und zum Ehrendirigent ernannt wurde.
Weitere Stationen seines musikalischen Wirkens
Wenn man die Liste seines musikalischen Wirkens weiterverfolgt, liest man schnell, das er nicht nur Organist und Chorleiter sein wollte. So war er auch 1964 Mitgründer des heute noch über die Stadtgrenzen bekannten Orchester „Musikfreunde St. Beatus“.
Ebenfalls gab es zur damaligen Zeit ein Blasorchester auf der Karthause, das er zehn Jahre als Dirigent leitete. Willi Schmidt wirkte auf der Karthause 27 Jahre als Musik- und Instrumentallehrer am Gymnasium, in dieser Zeit gründete und leitete er einige Jahre einen Kinderchor, die „Karthäuser Spatzen“.
Einige Stationen seines musikalischen Wirkens führten ihn nach Spay, wo er als Chorleiter des MGV „Liederkranz“ 22 Jahre tätig war.
Ferner stand er 28 Jahre als Orchesterleiter der Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Spay vor. In beiden Vereinen wurde er mit dem Titel „Ehrendirigent“ geehrt und die Freundschaft zu beiden Vereinen pflegt er heute noch auf eine herzliche Art. Obwohl er auf der Karthause seine Heimat gefunden hat, hing sein Herz immer an „seinem Bisholder“. So hatte er 1991 auf Wunsch der Freizeitsportgemeinschaft Bisholder in zehnwöchiger Probenarbeit einen Männerchor zusammengestellt, der an einem Jubiläumskonzert des Männergesangvereins Moselgruß Güls, aufgetreten ist. Dass sich die harte Arbeit für die Freizeitsportler letztendlich gelohnt hat, wurde mit überschwänglichem Applaus des fachmännischen Publikums und in der Presse, bestätigt.
„Rhein-Mosel-Sänger“
Einen Herzenswunsch erfüllte sich Willi Schmidt 1994 mit der Gründung der „Rhein-Mosel-Sänger“, deren Geschichte kurz vor dem Advent, begann. Er hatte die Idee, dass in der Pfarrkirche stattfindende Adventkonzert mit einem Männerchor zu bereichern. Es gelang ihm sehr schnell Sänger des Kirchenchores, aber auch aus anderen Chören für dieses Konzert zu begeistern. In nur fünf Proben wurde von Willi Schmidt ein Klangkörper geschaffen, der bis heute, 23 Jahre nach Gründung, immer noch in Konzerten sein Publikum begeistert.
Zu den ganz großen Auftritten der Rhein-Mosel-Sänger, unter Willi Schmidt, gehören zwei Auftritte bei der GKKG in der Rhein-Mosel-Halle an Karneval und einem Konzert auf der Schlossbühne während der BUGA 2011.
Der Komponist
Das Willi Schmidt nicht nur ein hervorragender Chorleiter ist, zeigt seine Vielzahl an Eigenkompositionen. Seine Kompositionen reichen von kraftvollem liturgischem Chorsatz bis hin zu Chorsätzen, die seine Heimatverbundenheit auch über die Grenzen von Koblenz hinaus, erkennen lassen. In vielen dieser Lieder zeigt sich eine Verbundenheit zu den Menschen und Orten, die er in seiner Zeit als Chorleiter immer wieder erlebt hat.
In letzter Zeit schuf er überwiegend Werke für die Rhein-Mosel-Sänger, mit Texten auch in Koblenzer Mundart. Mit einem seiner Werke erklärt er die Lage seiner Heimatstadt Koblenz, in dem er im Lied „Mein Koblenz --- Ein kleines Rätsel mein Freund…“ heißt es im Refrain: „Von links die Mutter Mosel von rechts der Vater Rhein, von oben lacht die Sonne und unten wächst der Wein, Schloss Stolzenfels liegt hinten und vorn das Deutsche Eck, so liegt das schöne Städtchen für mich am schönsten Fleck…..“.
In einem weiteren Koblenzer Lied beschreibt er in sechs Strophen einen Spaziergang durch Koblenz und endet in der 6. Strophe mit dem Text: „Käm ich mol en dä Himmel wenn ich sterwe, dann son ich denne owe, Dank Euch schön, dat ich en meinem Lewe off der Erde datt schöne Städtche Kowelenz dorft sehn“.
Sein Kompositionsdrang ist unerschöpflich und so werden wir bestimmt noch einige wunderschöne Melodien von ihm hören.
Willi Schmidt ist auch erfahrener Komponist.
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