Allgemeine Berichte | 21.06.2016

Tatjana Massion ist die neue Schulleiterin der Leo-Stausberg-Schule Brohl-Lützing

„Willkommen an Bord“

Rektorin wurde mit einer Feierstunde unter dem Motto „Seefahrt“ offiziell begrüßt

Die Schülerinnen und Schüler der Leo-Stausberg-Schule begrüßten die neue Rektorin bei ihrer Einführung mit mehreren Liedbeiträgen. WK

Brohl-Lützing. Die Zeit der Vakanz nach der Verabschiedung der früheren Schulleiterin Margit Bieler vor elf Monaten ist zu Ende. Tatjana Massion wurde nun als neue Rektorin der Leo-Stausberg-Schule Brohl-Lützing in ihr Amt eingeführt. „Seit zehn Monaten hat sich Frau Massion als Schulleiterin bewährt. Wir freuen uns, sie nun offiziell in dieses Amt einführen zu können“, erklärte Regierungsschuldirektor Harald Thome bei der Feierstunde zur offiziellen Amtseinführung. Hierzu hatten Lehrerkollegium und die Schüler den Mehrzweckraum der Leo-Stausberg-Schule unter das Motto „Seefahrt“ gestellt und entsprechend dekoriert. Die Kinder bereiteten der neuen Schulleiterin einen tollen Empfang. Mit dem Lied „Wir haben euch schon erwartet“ eröffneten die Klassen drei und vier die Feierstunde, bevor Sabine Heinemann-Gross herzliche Grußworte an die zahlreich erschienenen Gäste richtete. Unter ihnen waren neben Regierungsschuldirektor Harald Thome unter anderem auch Bürgermeister Bernd Weidenbach, Ortsbeigeordneter Paul Delfs (Brohl-Lützing), die Schulleiterinnen der benachbarten Grundschulen sowie der Kitas in Brohl und Niederlützingen, Vertreter der Elternschaft und des Fördervereins der Leo-Stausberg-Schule, das Team der betreuenden Grundschule wie auch die Vertreter der örtlichen Geldinstitute Volksbank RheinAhrEifel und Kreissparkasse Ahrweiler. Sabine Heinemann-Gross hieß die neue Schulleiterin und ihre Familienangehörigen willkommen. Sie wies auf die vielfältigen Aufgaben einer Schulleiterin hin und zitierte einen kürzlich erschienenen Artikel: „Warum sich keiner mehr als Schulleiter bewirbt.“ „All dies war Dir doch sicherlich bekannt, als Du Dich um die Stelle beworben hast“; stellte sie gegenüber der neuen Schulleiterin fest, an deren Beginn der beruflichen Laufbahn die wichtige Entscheidung stand, überhaupt Lehrerin zu werden. „Als Lehrerin begleitet man die Kinder in einer entscheidenden Phase ihres Lebens, in der sie geprägt werden für die Zukunft“, wies Heinemann-Gross auf diesen wichtigen Lebensabschnitt hin. Sie wünschte der neuen „Kapitänin“ auf dem Schiff „Leo-Stausberg“ stets eine glückliche Hand bei ihren Entscheidungen und wies auf eine starke Mannschaft hin, die gerne bereit sei, sie zu begleiten.

Theaterstück spiegelte Wünsche der Kinder wider

Die Klassen 3 und 4 zeigten in dem Theaterstück „Schulleiter gesucht“ auf die Schwierigkeiten hin, einen passenden Schulleiter zu finden. Sie stellten gekonnt das Anforderungsprofil eines Schulleiters dar und äußerten auch in amüsanter Weise die Wünsche der Kinder. Schließlich hießen sie die neue Rektorin mit einem Lied willkommen. Regierungsschuldirektor Harald Thome zeichnete dann den Werdegang von Tatjana Massion auf. Die am 15. November 1980 geborene neue Schulleiterin wuchs mit zwei Schwestern in Niederdürenbach-Hain auf. Nach dem Besuch des Gymnasiums Kalvarienberg in Bad Neuenahr-Ahrweiler machte sie 2000 dort ihr Abitur und studierte anschließend Grundschulpädagogik und katholische Religion an der Uni Koblenz. Während des Studiums lernte sie ihren Mann kennen, heiratete und gebar 2002 ihren ersten Sohn. 2005 legte sie das erste Staatsexamen ab. Diesem folgten ein Referendariat und das zweite Staatsexamen 2008 in Bonn, bevor 2009 ein weiterer Sohn das Licht der Welt erblickte. Tatjana Massion trat ihre erste Lehrerstelle an der Grundschule in Heimersheim an, wo sie sechs Jahre lang unterrichtete. „Sie haben eine intakte Schulgemeinschaft übernommen. Selten wirkt sich die Weltpolitik so direkt auf das Schulwesen aus, wie dies im Moment der Fall ist. Da ist es wichtig, Haltung zu bewahren. Ich bin mir sicher, dass sie kritische Situationen mit ihrem Team bewältigen werden“, stellte der Regierungsschuldirektor fest und sagte Unterstützung zu. Bürgermeister Bernd Weidenbach sah in der neuen Schulleiterin einen Menschen, der nicht nur mit Verstand, sondern auch mit dem Herzen führt und leitet. „Sie haben alles das erfüllt, was die Vorschriften verlangen. Ihre Arbeit in den letzten zehn Monaten drückt sich auch in der Herzlichkeit heute Morgen aus. Ich bin der festen Überzeugung, dass ihre Art, die Schule zu führen, von Erfolg gekrönt wird. Zur Wahrnehmung der Verantwortung wünsche ich Ihnen alles Gute, eine Öffentlichkeit, die honoriert, was hier an der Schule geleistet wird und hoffentlich auch immer eine starke Mitarbeit der Elternschaft“, erklärte der Bürgermeister, bevor die Klassen eins und zwei musikalisch mit dem Lied „Unsere Schule“ ebenfalls die neue Leiterin begrüßten.

„Stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“

Angelehnt an das Motto der Seefahrt hieß auch Personalrätin Christina Mohr die neue „Kapitänin“ seitens des Lehrerkollegiums willkommen an Bord der „Leo-Stausberg“ und überreichte als Erinnerung an den Tag ein Modell der „Gorch Fock“: „Die ADD hat uns eine mit allen Patenten ausgerüstete Kapitänin geschickt. Wir sind der festen Überzeugung, dass Du auch in schwierigen Zeiten das Schiff sicher steuern wirst. Ziel wird sein, die Matrosen zu Kadetten auszubilden. Dazu wollen wir alle beitragen und wünschen alle Zeit stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.“ Vonseiten des Schulelternbeirates und des Fördervereins empfing Jürgen Odenthal die neue Schulleiterin. „Ich hoffe, Sie haben es bisher nicht bereut, sich um das Amt beworben zu haben. Sie sind der zehnte Schulleiter unserer Schule. Ihre bisherigen Amtsvorgänger waren im Schnitt stets zwölf Jahre im Amt. Am längsten hielt es Lehrer Weiler mit 28 Jahren als Schulleiter aus. Sie haben die Gelegenheit, dies zu toppen“, erklärte Odenthal schmunzelnd. „Fördern und fordern Sie unsere Kinder“, erklärte Odenthal und setzte augenzwinkernd hinzu „auch die Kolleginnen und wenn es sein muss, die Eltern. Dies aber nur im äußersten Fall.“ Bevor Tatjana Massion das Wort ergriff, trug die Klasse vier ihren „Boogie Woogie“ vor. Tatjana Massion dankte anschließend allen, die mitgewirkt hatten, sie in das Amt der neuen Schulleiterin zu führen. Neben dem Dank an Regierungsschuldirektor Thome gehörten hierzu auch die Grundschule Heimersheim, ihre Amtsvorgängerin Margit Bieler, ihre Familie, aber besonders auch die Schüler der Leo-Stausberg-Schule und ihre Kolleginnen. „Das Schiff braucht einen Kapitän. Dieser braucht aber auch eine gute Mannschaft. Ich traf beim Segelschiff „Leo-Stausberg“ auf ein engagiertes Team und interessierte Eltern. Das Ziel unserer Schifffahrt ist ein guter Abschluss. Die „Leichtmatrosen“ sollen sich hier Wohlfühlen“, freute sich Tatjana Massion auf die kommende Zeit als Rektorin der Leo-Stausberg-Schule. Abgerundet wurde das Programm mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Gemeinsam unterwegs“. WK

Regierungsschuldirektor Harald Thome (rechts) und Bürgermeister Bernd Weidenbach (links) hießen den neue Schulleiterin Tatjana Massion und ihren Ehemann herzlich willkommen.

Regierungsschuldirektor Harald Thome (rechts) und Bürgermeister Bernd Weidenbach (links) hießen den neue Schulleiterin Tatjana Massion und ihren Ehemann herzlich willkommen.

Die Schülerinnen und Schüler der Leo-Stausberg-Schule begrüßten die neue Rektorin bei ihrer Einführung mit mehreren Liedbeiträgen. Fotos: WK

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