Konzert für Klavier und Violoncello auf Burg Morenhoven
Willkommen zu „Schumannia“
Markus Kreul und Guido Schiefen entführten die Zuhörer zur 48er-Revolution
Swisttal-Morenhoven. Von der (18-) 48er Revolution in Sachsen zum adeligen Landsitz in Morenhoven im November 2013 - eine weite Zeitreise, die in der Kunst aber möglich ist. Markus Kreul auf dem Klavier und Guido Schiefen am Violoncello entführten die Gäste im Blauen Salon der Burg Morenhoven auf diese Zeitreise, transportieren die Musiksprache Robert Schumanns (1810 - 1856) aus der politisch so unübersichtlichen Zeit der Revolutionsjahre in die Gegenwart. Schumann selbst war mit seiner Familie aus Dresden auf das Land geflüchtet, spricht aber selbst von seinem fruchtbarsten Jahr.
Es entstanden Adagio und Allegro Op. 70, drei Phantasiestücke Op. 73, drei Romanzen Op. 94 und fünf Stücke im Volkston Op. 102. Schumann wählte als kammermusikalische Besetzung das Duo, dessen Transparenz er für intime und vielsagende Dialoge nutzt. Die ausgesuchten Liedtranskriptionen spiegeln das Wesen der deutschsprachigen Romantik wieder.
Anerkannte Kammermusiker
Mit Markus Kreul und Guido Schiefen ist es der Gemeinde Swisttal gelungen, zwei absolute Hochkaräter nach Swisttal zu holen. Entsprechend dem Renommee der beiden Künstler war die Burg nicht nur ausverkauft, es war jede vorhandene Nische besetzt. Markus Kreul, im nahegelegenen Buschhoven geboren, steht immer wieder einmal für Konzerte in seiner Heimatregion zur Verfügung. Der Gewinner zahlreicher Klavierwettbewerbe, Gastdozent in Deutschland, Italien, Dänemark und Griechenland sowie Juror bei internationalen Klavierwettbewerben ist auf fast allen Konzertbühnen in Europa und den USA aufgetreten. In Swisttal hat er seit Jahren eine große „Fangemeinde“. Auch Guido Schiefen, in der Nähe zu Bonn geboren, ist den Musikkennern in der Region bekannt. Als künstlerischer Leiter des „Rhein-Sieg Kammermusikfestivals“ seit dem Jahr 2000 ist es ihm rasch gelungen, mit diesem Kulturevent durch seine ambitionierten Programme Zuspruch und ein starkes Echo von Publikum und Presse im Großraum Köln-Bonn zu gewinnen. Die Karriere des Musikers verlief geradlinig vom ersten Bundesplatz bei „Jugend musiziert“ und dem Gewinn des Hochschulwettbewerbs in Köln 1989 bis zum Preisträger des internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs 1990 in Moskau mit gerade 22 Jahren. Der inzwischen weltweit anerkannte Kammermusiker widmet sich besonders der Förderung des Nachwuchses, seit 2008 lehrt er an der Hochschule für Musik in Luzern in der Schweiz. Für die von Robert Schumann in den Revolutionszeiten komponierten Werken und die Wiedergabe durch Markus Kreul auf dem Klavier und Guido Schiefen auf dem Violoncello gab es rauschenden Applaus.
Der Buschhovener Markus Kreul ist ein gern gesehener Künstler.
