Neuer „Offener Bücherschrank“ an der „Marktscheune“ in Berkum
Win-win-Situation für alle Beteiligten
Wachtberg-Berkum. Ein herrlicher Sommertag in Wachtberg. Jemand war gerade shoppen, sitzt nun in der Sonne, genießt den leckeren Früchteeisbecher, der Cappuccino kommt, eine Kuh muht, ein Hahn kräht, Idylle pur. Aber etwas fehlt noch zum absoluten Glück. Was denn nur? Richtig: ein gutes Buch.
Dem Mann beziehungsweise der Frau kann geholfen werden, dachten sich der Büchereiverbund Wachtberg und die Leiterin der „Marktscheune“ in Berkum, Marion Deichmann. Und zwar mit einem weiteren „Offenen Bücherschrank“ in Wachtberg. Denn seit Mitte August kann jeder nun ausgelesene Bücher in einem „Offenen Bücherschrank“, der sich am Eingang der Eisdiele neben der „Marktscheune“ befindet, einstellen und sich ein spannendes, interessantes, vielleicht völlig unbekanntes Buch von einer noch unbekannteren Autorin ausleihen. Und zwar kostenlos.
Es ist somit eine wunderbare Win-win-Situation für alle Beteiligten: Der Büchereiverbund hat eine weitere Anlaufstation, um Leseförderung - im weitesten Sinn - in Wachtberg zu betreiben.
Die „Marktscheune“ erhält eine weitere, publikumswirksame Attraktion für ihre Lauf- und Sitz-Kundschaft. Aber nicht zuletzt und vor allem können Wachtberger Leseratten nun bequem und vollkommen preiswert ihrer Leselust frönen und gleichzeitig Gutes tun, indem sie anderen Mitmenschen indirekt Buchempfehlungen zuteilwerden lassen. Und vielleicht findet jemand hier gerade das Lieblingsbuch, das er einst einem guten Freund verliehen und nie wieder zurückbekommen hat. Jeder ist gespannt, wie dieser Schrank an diesem Platz nun aufgenommen wird.
Gleichzeitig werden durch den „Offenen Bücherschrank“ in der „Marktscheune“ auch die beiden Bücherschränke im E-Center entlastet, die vom Wachtberger Lesepublikum ungemein gut frequentiert werden.
In diesem Zusammenhang bittet der Büchereiverbund Wachtberg darum, nur gut erhaltene, möglichst aktuelle und „publikumswirksame“ Bücher einzustellen, die keine lange Verweildauer erwarten lassen.
Fachliteratur wie „Neue Steuergesetze in Bayern, dritte vollkommen neu überarbeitete Fassung“ von 1982 oder ein „Gourmetführer Provence“ von 1993 oder ein alter „Duden“ beanspruchen verständlicherweise bis zu ihrer Entdeckung durch einen Liebhaber kostbaren Stellplatz, so dass die Regale schnell unansehnlich werden. „Offene Bücherschränke“ sind keine Papiermülltonnen.
Pressemitteilung der
Gemeinde Wachtberg
