Jubel beim Schützenbezirksverband Pellenz
„Wir sind Bundesmeister“
Hermann-Josef Degen aus Miesenheim errang in Heinsberg die Königswürde des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften
Miesenheim. „Wir sind Bundesmeister.“ Mit diesen Worten begrüßte Bundesmeister Alfred Degen die Gäste beim Empfang des Bundeskönigs in Miesenheim.
Doch wie kam es dazu? Eine große Delegation war bereits am Freitag nach Heinsberg angereist, um den Bezirkskönig Hermann-Josef Degen aus der St. Hubertus Schützenbruderschaft Miesenheim bei seinem Wettkampf zu begleiten. Heinsberg hatte sich viel Mühe gegeben zwei schwungvolle und abwechslungsreiche Festabende zu gestalten. Am Samstag mussten die Schützen 42 Kilometer zu einem sehr modernen Stand fahren, um die drei wichtigen Wertungsschüsse abzugeben. Aufgrund der elektronischen Anlage schaffte es Hermann-Josef Degen, in fünf Minuten zehn Probeschüsse abzugeben. Und es hatte sich gelohnt. Doch dies wusste er noch nicht. In der Auswertung gab er an: „Ein Schuss liegt rechts und einer liegt links. Ich rechne mit 27 Ringen.“ Der Diözesankönig von Aachen hatte mit 30 Ringen die Latte bereits sehr hoch gelegt. Der Titel des Diözesankönigs Trier ging dann mit 26 Ringen weg.
Die Spannung lag in der Luft. „Der Bundeskönig ist ledig“, wurde verlesen. „Die Vorwahl des Wohnortes beginnt mit 026. Er wohnt in der Hausnummer 19a“. Dorothea Leßnich realisierte es zuerst: „Josef, da wohnen wir!“ Und jetzt brach der Jubel aus, der mit der Nennung des Namens Hermann-Josef Degen bestätigt wurde. Es dauerte lange Minuten, bevor er dann den Weg auf die Tribüne antreten konnte, um die Siegerurkunde in Empfang zu nehmen. Die Standarte des Bundeskönigs wurde an die Fahnenabordnung des Bezirksverbands Pellenz übergeben.
Nun flogen die Ereignisse an beiden vorbei, und der Zeitplan wurde von den Organisatoren bestimmt. Die Königskette sowie das Diadem für die Königin Dorothea Leßnich wurde jedoch erst im Rahmen des Festgottesdienstes am Sonntag übergeben. Bei hervorragendem Wetter zog ein dreistündiger Festzug an der Ehrentribüne vorbei, was neben dem überwältigenden Eindruck auch eine große Anstrengung bedeutete.
Freudige Ankunft des Königspaars nach vierstündigem Festzug im Festzelt.
