Wirtschaftsjunioren zu Besuch in der Eifel-Destillerie
Kreis Ahrweiler.Die Wirtschaftsjunioren (WJ) Rhein-Ahr hatten die besondere Gelegenheit, die Eifel-Destillerie P.J. Schütz zu besuchen. 1925 aus einem Ackerbau- und Milchviehbetrieb entstanden, begeistert das Familienunternehmen bis heute mit seinen Markenzeichen in Form von hochwertigen Kräuterspirituosen und besten Fruchtlikören aus natürlichen Rohstoffen. Rund ein Dutzend interessierte Wirtschaftsjunioren aus dem Kreis konnte WJ-Mitglied und Destillateur Johannes Schütz herzlich begrüßen und mit einem hauseigenen Aperitif versorgen. Schütz, der die Kornbrennerei mit seinen Eltern bereits in der dritten und vierten Generation betreibt, entführte die Besucher mit einem fesselnden Vortrag in die Welt der Spirituosen: Wie hat sich das Deutsche Brennrecht entwickelt? Warum wurde das Branntweinmonopol aufgelöst und wer kontrolliert die Herstellung von Alkohol?
2000 Plomben an der Brennerei veranschaulichen, dass sehr streng kontrolliert wird. „Brennen können wir nur, wenn der Zoll die Plomben löst. Jeder Tropfen Alkohol läuft über eine Zolluhr und wird entsprechend versteuert“, so der Experte. Beim Rundgang über das Gelände erfuhren die Teilnehmenden Grundlegendes zur Herstellung und Weiterverarbeitung des Korns, sowie die Abfüllung und Lagerung der fertigen Spirituosen. Auch die Vertriebswege und die damit verbundenen Herausforderungen thematisierte Schütz: „Die Flutkatastrophe hat uns hier oben in Lantershofen glücklicherweise nicht direkt betroffen. Durch den fehlenden Tourismus haben wir die Auswirkungen trotzdem gespürt. Der Onlineshop wird seit dieser Zeit besser frequentiert; wir sind aber froh, dass der Tourismus im Tal wieder anläuft!“
Den krönenden Abschluss machte die Verköstigung von fünf Produkten aus verschiedenen Spirituosenkategorien, begleitet von sensorischen Erläuterungen und regem Austausch. Tim Kastenholz, Vertreter des Vorstandes, freute sich sehr, im Rahmen der Veranstaltung zwei neue Mitglieder offiziell in den Reihen der Wirtschaftsjunioren Willkommen heißen zu dürfen und bedankte sich im Namen aller herzlich für den gelungenen Abend.
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