Allgemeine Berichte | 01.06.2018

Berufswahl nicht dem Zufall überlassen

„Wissen was geht!“ startet in die zweite Runde

Schüler schnuppern in Unternehmen

Bei „Wissen was geht!“ haben Jugendliche die Möglichkeit, Unternehmen, Ausbildungsberufe und die damit verbundenen Tätigkeiten hautnah kennenzulernen.KV MYK

Kreis MYK. „Na, was willst du denn mal werden?“ - Was für die Kleinen noch immer zu einer aufregenden Fantasiereise in die Zukunft wird, setzt so manchen jungen Menschen, der vor seinem Schulabschluss steht, unter Druck.

Viele Schulabgänger wissen ob der Fülle des Angebots oft nicht, wohin sie ihr Weg nach der Schule führen soll. Lehre oder Studium, Freiwilliges Jahr oder duales Studium? Das ist die eine Seite der Medaille. Auf der anderen stehen Unternehmen, die händeringend nach geeigneten Nachwuchskräften suchen. Immer weniger Bewerbungen auf freie Ausbildungsstellen, abnehmende Qualität der Bewerbungen und Fachkräftemangel machen den Unternehmen nicht nur in der Region zu schaffen. Gute Gründe also für Unternehmen, auf sich aufmerksam zu machen.

Sie tun dies in einem Projekt der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WFG). Unter dem Motto „Wissen was geht!“ öffnen Betriebe in den Sommerferien ihre Tore.

Was hinter dem Projekt steckt

Was steckt hinter dem Projekt „Wissen was geht!“? Start ist ab dem 25. Juni. 23 regionale Unternehmen stehen interessierten Schülern zwischen 14 und 19 Jahren Rede und Antwort in Sachen Ausbildung und duales Studium.

Durch Betriebsrundgänge, Gespräche mit Verantwortlichen der Personalabteilungen und Auszubildenden sowie in individuellen Workshops bekommen junge Menschen Einblicke in die Firmen und Tipps für Bewerbungen.

Mit dabei sind kleinere Firmen wie der Malerfachbetrieb Otmar Klein aus Mendig. Auch große Unternehmen wie zum Beispiel die Weig Unternehmensgruppe aus Mayen oder Griesson – de Beukelaer aus Polch machen mit. Annika Dietel, die Projektverantwortliche bei der WFG, erklärt, warum es sich für die Schüler und Jugendlichen lohnt, „Wissen was geht!“ zu nutzen: „Sie erleben die Berufe, die Unternehmen und deren Produkte hautnah und lernen vor Ort die Ausbildungsmöglichkeiten kennen. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, direkt mit Auszubildenden ins Gespräch zu kommen, sich über die Ausbildungsinhalte der jeweiligen Berufe zu informieren. Nach dem Schnupperpraktikum wissen sie, welche Fähigkeiten und Voraussetzungen in den jeweiligen Berufen gefragt sind. Auch die Eltern haben die Chance, sich die potenziellen Ausbildungsbetriebe anzuschauen, um mit ihren Kindern darüber sprechen zu können.“

Vielfältige Einblicke in den Arbeitsalltag

„Wissen was geht!“, das Projekt der WFG, bietet den beteiligten Unternehmen eine Möglichkeit, Kontakt zu Schülern der Region aufzunehmen. Jede Firma gewährt Einblicke in den Arbeitsalltag. Verschiedene Branchen sind dabei, pro Firma muss der interessierte Schüler rund drei Stunden in seinen Sommerferien opfern.

WFG-Geschäftsführer Henning Schröder ist davon überzeugt, dass es sich lohnt, an den Aktionstagen von „Wissen was geht!“ teilzunehmen, und zwar für beide Seiten: „Wir wissen um die Not unserer Unternehmen, ihren Fachkräftemangel in der Zukunft zu decken. Deshalb ist es wichtig, heute in die Ausbildung qualifizierter Kräfte zu investieren. Gleichzeitig hat eine von uns in Auftrag gegebene Befragung gezeigt, dass junge Menschen gerne in unserer Region bleiben wollen, oft aber nicht wissen, wo und wie sie die Ausbildung finden, die zu ihnen passt. Dem wollen wir mit unserem Angebot entgegenwirken.“

Das Projekt richtet sich an Jugendliche, die erste Kontakte mit der Arbeitswelt knüpfen möchten. Insgesamt sind pro Schüler drei Unternehmensbesuche möglich. Anmeldung und weitere Infos unter www.wfg-myk.de oder bei Annika Dietel, Telefon (0 26 1) 10 84 47, E-Mail: annika.dietel@wfg-myk.de.

Diese Unternehmen sind Teil des Projektes

Diese Unternehmen sind dabei: Griesson – de Beukelaer GmbH & Co. KG, Polch; Mathias Normann Spedition GmbH, Bendorf; Rhein-Mosel-Fachklinik, Andernach; Kreissparkasse Mayen, Mayen; Berghotel Rheinblick, Bendorf; Heuft Thermo-Oel GmbH & Co. KG, Bell; Masa GmbH, Andernach; Achim Lohner GmbH & Co. KG, Polch; Brohl Wellpappe GmbH & Co. KG, Mayen;

Lidl-Vertriebs GmbH & Co. KG, Mülheim-Kärlich; Glabach – Werkstätte für handwerkliche Schreinerarbeiten, Saffig; Projekt 3 gGmbH, Kottenheim; Dr. Dortmann Zahn+Mund+Kiefer, Mülheim-Kärlich; Weig Unternehmensgruppe, Mayen; Ontex Mayen GmbH, Mayen;

Sanitätshaus Wittlich GmbH, Bendorf; Jungbluth Firmengruppe, Kruft; Stadtwerke Andernach, Andernach; RHI Urmitz AG & Co. KG, Mülheim-Kärlich; Niesmann+Bischoff GmbH, Polch; Malerfachbetrieb Otmar Klein GmbH, Mendig; ZEPP Logistik, Mülheim-Kärlich und die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Koblenz.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Bei „Wissen was geht!“ haben Jugendliche die Möglichkeit, Unternehmen, Ausbildungsberufe und die damit verbundenen Tätigkeiten hautnah kennenzulernen.Foto: KV MYK

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