Allgemeine Berichte | 06.04.2016

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Uni Bonn und United Nations University

Wissenschaftlicher Nachwuchs schaut über den Tellerrand

Neues Fortschrittskolleg NRW in Bonn untersucht globale Gesundheitsfragen

Bonn/Sankt Augustin. Bonn ist Standort eines von sechs neuen Fortschrittskollegs des Landes Nordrhein-Westfalen. In den kommenden fünf Jahren werden darin Doktoranden aus verschiedenen Fachdisziplinen komplexen Forschungsfragen nachgehen. Das Bonner Fortschrittskolleg trägt den Titel „One Health und urbane Transformation - Erkennung von Risiken, Erarbeitung nachhaltiger Lösungen. Der Wandel gesundheitsbezogener Systeme des Ruhrgebiets im Vergleich zu Metropolregionen in Südamerika, Afrika und Asien“. Es wurde von der Universität Bonn gemeinsam mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und dem Institute for Environment and Human Security der United Nations University (UNU-EHS) in Bonn eingeworben und wird vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) mit rund 2,3 Millionen Euro gefördert; weitere 250.000 Euro steuert die Universität Bonn bei.

Beim Fortschrittskolleg „One Health“ liegt das besondere Augenmerk auf der ganzheitlichen und Disziplinen übergreifenden Betrachtung der Zusammenhänge von Mensch-, Tier-, und Umweltgesundheit in Städten und stadtnahen Gebieten. Entsprechend breit aufgestellt ist das Konsortium mit Partnern aus den Natur-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften sowie der Medizin. Mit Hilfe eines partizipativen Ansatzes unter Einbeziehung der relevanten Akteure in den Studiengebieten soll der Wandel gesundheitsbezogener Systeme untersucht werden, um die vorhandenen Risiken sichtbar zu machen, aus Erfahrungen zu Lernen sowie gemeinsam mit lokalen Partnern nachhaltige Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

Sprecher des Kollegs ist Prof. Dr. Christian Borgemeister, Direktor am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn. Er sagt: „In den kommenden Jahren können wir gemeinsam mit internen und regionalen Partnern die interdisziplinäre Forschung zum Thema ,One Health‘ vorantreiben. Dank unserer langjährigen internationalen Forschungsarbeit und unserer Erfahrung in der Durchführung interdisziplinärer und internationaler Graduiertenprogramme am ZEF können wir unsere Kooperation mit Partnern in Südamerika, Afrika und Asien weiter ausbauen.“ Beteiligt sind Wissenschaftler und institutionelle Partner aus NRW, Sao Paulo(Brasilien), Accra (Ghana) und Ahmadabad (Indien).

Prof. Dr. Hartmut Ihne, Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, ergänzt: „Soziale Sicherungssysteme sind eine Voraussetzung für Schutz vor Armut und insbesondere armutsbedingten Krankheiten. Das ist wiederum die Basis für gesellschaftliche Stabilität. Dazu wollen wir beitragen.“

Der Rektor der Universität Bonn, Prof. Dr. Michael Hoch, begrüßte die Förderentscheidung: „Die Einwerbung des Fortschrittskollegs ist ein toller Erfolg für die gesamte Wissenschaftsregion Bonn/Rhein-Sieg, weil sie nicht nur die Forschung und die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses stärkt, sondern auch hilft, die Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen zu intensivieren. Besonders freue ich mich natürlich für den Sprecher des Kollegs, Professor Borgemeister vom ZEF.“

Das Förderprogramm „Fortschrittskollegs NRW“ ist Teil der Forschungsstrategie des Landes NRW. Die sechs nun berücksichtigten Vorhaben wurden von einer Gutachterjury vorgeschlagen. Laut NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze fördern die Fortschrittskollegs die Zusammenarbeit von Forschern verschiedener Disziplinen und zivilgesellschaftlichen Akteuren. „Der Blick über den Tellerrand der eigenen Disziplin erhöht die Chancen, Lösungen zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu liefern“, sagte Ministerin Schulze. Die Förderung beginnt am 1. Juli 2016.

Gemeinsame Pressemitteilung

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg,

Uni Bonn und

United Nations University

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Gerhard Mätze: Also ich verstehe hier die Welt nicht mehr! Angeblich unterstützt die CDU die Bürgerinitiative zum Erhalt des Spielplatzes, aber auf der anderen Seite verkündet ein Stadtratsmitglied und auch zudem Beigeordneter...

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 8

  • Winfried: Rheinbrücke bei Engers
  • Gerhard Stotzem: Die einzige mir bekannte Brückenbaustelle in Hönningen berührt zwar den Ahrradweg, aber sie unterbricht ihn nicht. Es handelt sich dabei um eine Ahrquerung vom Radweg in die Ortschaft. Der Radweg zwischen...
Wir helfen im Trauerfall
Jörg Schweiss
Rund ums Haus Daueranzeige
Image
Feuerwehrfest in Heimersheim
Feuerwehrfest in Heimersheim
Empfohlene Artikel
Die Kinder konnten die Entwicklung der Schmetterlinge hautnah miterleben.  Fotos: Dominika Hefczyc und Hilal Akkoyun
11

Rheinbrohl. In der Naturpark-Kita CASA VIVIDA in Rheinbrohl drehte sich in den vergangenen Wochen alles um den faszinierenden Lebenszyklus von Raupen und Schmetterlingen. Die Kinder der Gruppen Schlossgespenster, Burgdrachen und Blaue Wichtel konnten die Entwicklung der kleinen Tiere ganz hautnah miterleben und dabei viel über die Natur lernen.

Weiterlesen

Die Verbindung zwischen dem Reitverein und der Palliativmedizin hat in Metternich eine feste Tradition.Fotos: privat
19

Weilerswist-Metternich. Ein unvergessliches Erlebnis für die kleinsten Pferdefreunde und gleichzeitig ein starkes Zeichen für die Region: Der Reit- und Fahrverein (RFV) Metternich e.V. veranstaltete ein großes, geführtes Ponyreiten auf seiner Vereinsanlage am Ginsterberg. Das Besondere an dieser Aktion: Die gesamten Einnahmen des Reitens, wurden zu 100 Prozent an das Palliativ-Netz Südlicher Erftkreis e.V. gespendet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Erfrischung am WesterwaldSteig
545

Wandererlebnisse mit Abkühlung und Freizeitspaß

Sommerfrische auf dem WesterwaldSteig

Region. Wandern und Sommer passen hervorragend zusammen – besonders auf dem WesterwaldSteig. Der 235 Kilometer lange Qualitätswanderweg bietet nicht nur abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaften, sondern hält auf mehreren Etappen auch zahlreiche Möglichkeiten für eine erfrischende Auszeit bereit. Seen, schattige Waldpassagen, Freizeitangebote und kulturelle Sehenswürdigkeiten machen den WesterwaldSteig auch in den Sommermonaten zu einem idealen Ziel für aktive Genießer.

Weiterlesen