Weihbischof Schwaderlapp aus Köln feiert mit über 300 Gläubigen Gottesdienst in Schönstatt
Wo Maria geehrt wird, wird auch Christus gefunden
Vallendar. „Gestern waren alle Plätze in der Kirche, die online zur Registrierung freigegeben wurden, schon ausgebucht,“ sagte Schwester Janika Trieb zu Beginn der heiligen Messe. Weitere 160 Personen feierten den Festgottesdienst auf Sitzgelegenheiten im Freien vor der Kirche mit.
Wallfahrtsleiter Pater Lothar Herter begrüßte Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp aus Köln: „Vielen sind Sie hier gut bekannt!“ Die mit Sonnenblumen geschmückte Pilgerkirche gab einen festlichen Rahmen. Dieses Jahr brachten die Gottesdienstbesucher selbst Kräutersträußchen mit, die zu Beginn des Gottesdienstes gesegnet wurden.
Weihbischof Schwaderlapp legte in seiner Predigt aus, wovon der heutige Tag spricht: von der Würde des menschlichen Leibes. Papst Johannes Paul II. habe gesagt, nur der menschliche Leib könne das Unsichtbare sichtbar machen. Was wir also tun, was wir mit unserer Gestik und Mimik ausdrücken, ist nicht zweitrangig, so Schwaderlapp. Der Leib ist nicht nur Hülle, sondern Instrument, mit der wir die Welt gestalten und den unsichtbaren Gott sichtbar machen können. Dass Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde, sage auch uns, dass wir am Ende der Tage mit Leib und Seele auferstehen werden. Beim Verlassen der Pilgerkirche erhielt jeder Teilnehmer eine Karte mit Motiven und Texten zum Fest Maria Himmelfahrt und zu gesegneten Kräutern.
Das Mittagessenangebot im Pilgerhaus wurde gut genutzt. „Etwa 110 Personen waren heute da“ – erklärte die Hausleiterin, Schwester Maria Margarita Seiser. Zur Marienfeier am Nachmittag, die unter freiem Himmel am Urheiligtum geplant war, blieben um die 60 Personen. Während es noch 30 Minuten vor der Marienfeier blitzte, donnerte und Regenschauer nieder gingen, kam ab 14.30 Uhr wieder die Sonne raus, so dass die Marienfeier stattfinden konnte. „Ich habe nach einer heiligen Messe oder Andacht gesucht – und nur bei Ihnen gefunden! Danke dafür“, sagte Frau S. aus Bendorf. Am Ende der Marienfeier ließen sich vier Ehepaare aus Kroatien das Bild der Pilgernden Gottesmutter von Schönstatt überreichen und sangen ein Marienlied in ihrer Muttersprache.
„Obwohl in diesem Jahr die meisten Wallfahrten nach Schönstatt abgesagt werden mussten, gibt es immer wieder solche Highlights! Die Menschen suchen ja nach Gottesdiensten und religiösen Erlebnissen“, so Schwester Janika. Weitere Gottesdienste Veranstaltungen in Schönstatt finden Sie unter: www.wallfahrt-schoenstatt.de.
Rund 300 Gläubige lauschten in der Kirche wie unter freiem Himmel den Worten von Weihbischof Schwaderlapp.
