Allgemeine Berichte | 05.03.2019

Fast 600 Besucher bei der blau-goldenen Kappensitzung in der Stadthalle

Wölfe stürmten auf die Bühne der Kappensitzung von Blau-Gold

Tolle Tanznummern und ein Heiratsantrag auf der Kappensitzung der Ransbach-Baumbacher Karnevalsfreunde

Das Männer-Ballett bewies Anmut und Grazie als Burgfräuleins mit einem anmutigen Prinzen in ihrer Mitte. Fotos: KER

Ransbach-Baumbach. Tolle Musik, klasse Akustik, ein prächtiges Bühnenbild, spektakuläre Tänze und originelle Büttenvorträge komplett mit eigenen Leuten – in der Stadthalle Ransbach-Baumbach und mit den Karnevalsfreunden Blau-Gold lassen sich unvergessliche Kappensitzungen feiern. Davon konnten sich am vergangenen Samstag wieder annähernd 600 feierlustige Karnevalsfreunde überzeugen.

Uli Schlemmer ist Vizepräsident von Blau-Gold, geht selbst in die Bütt und leitet aus der Mitte des Elferrats heraus die Sitzung. In der ersten Halbzeit wurde er dabei vertreten von seinem Sohn Philipp Schlemmer. Am Rande der Veranstaltung sagte Uli Schlemmer zu BLICK aktuell: „Was das Tanzen angeht, sind wir sehr stark. Wir haben sieben Tanzgruppen. Der Tanz ist unsere Basis. Eine andere Perle ist der ,Till vom Kannenbäckerland‘, der Rudolf Schwaderlapp mit seiner super Rede. Aber auch die ,Boomer Frau‘ Susanne Hein mit ihrer Büttenrede ist ein Highlight unseres Programms.“

Für die Choreografie und die tänzerischen Leistungen der „Youngsters“ von Blau-Gold zum Beispiel bei ihrer Tanzshow „Wölfe – vom Rebell zum Alpha“ waren die Trainerinnen Tanja Doetsch, Melina Schönberger und Leonie Schultheis verantwortlich. Tanja sagte zu BLICK aktuell: „Das sind 24 Mädchen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren. Wir trainieren die in dieser Trainerkombination seit drei Jahren. Trainiert wird einmal wöchentlich montags eineinhalb Stunden, das ganze Jahr. Nur nach Karneval gönnen wir uns ein paar Wochen Pause. Außer hier bei der Kappensitzung treten wir auf dem Kinderkostümball auf und im April auf unserem Showtanzturnier, bei dem wir der Ausrichter sind. Außerdem wollen wir dieses Jahr noch auf ein Turnier auswärts gehen.“

Die phantasievollen Kostüme entwerfen die Youngsters und ihre Betreuerinnen selbst. Geschneidert werden sie von Dagmar Schaaf, einer Freundin von Tanja Doetsch. Diesmal stürmten die Mädchen die Bühne in der Stadthalle als Werwölfe. Inspiriert dazu wurden sie durch das ausgewählte Einmarschlied „Deutschrapkanakke“ von Liquit Walker. Die gesamte Choreografie des Tanzes dauert sieben Minuten. Inhalte sind auch akrobatische Einlagen wie Toe-Touch, das ist ein Spagatsprung in der Luft, und ein paar Hebefiguren (Elevators).

Einen zum Thema „Mittelalter“ passenden Tanz „Ritter aus Leidenschaft“ führte die Tanzgarde Blau-Gold auf. Das Männerballett, verkleidet als Burgfräuleins, bezirzt von einem anmutigen Prinzen, stand den Tänzerinnen in Sachen Anmut und Grazie kaum nach. Die „Passions“ hatten noch einen tollen Auftritt, und die „Frauen von Blau-Gold“ erwiesen sich – obwohl allesamt „Witwen“ – als erstaunlich begabte und fröhliche Gesangstalente.

Das an Höhepunkten ohnehin reiche, spektakuläre Programm des Abends wurde getoppt von einem Ereignis, das es so noch nie auf einer Kappensitzung in Ransbach-Baumbach gegeben hat: Kräutscheskönig Christoph II. Fohr machte seiner Lebensgefährten Chiara auf offener Bühne von den Augen und Ohren von 560 Saalgästen einen Heiratsantrag. „Sie hat weinend vor Rührung Ja gesagt“, beschreibt Uli Schlemmer die Szene. Für das Eheversprechen der beiden gibt es jetzt also jede Menge Zeugen. „Wir sind seit sechs Jahren zusammen“, sagte Christoph Fohr zu BLICK aktuell. „Die Hochzeit soll nächstes Jahr stattfinden. Unsere Familie ist seit mindestens 1639 in Ransbach ansässig. Wir sind und waren immer in der Keramikbranche tätig.“ Dazu passend hat Kräutscheskönig Christoph II. der „Herr der 1.000 Döppscher“, einen Karnevalsorden aus Keramik herstellen lassen, der das Familienwappen der Fohrs beinhaltet.

Die Karnevalsfreunde Blau-Gold sind ein sehr großer Freundeskreis. „Über 400 Mitglieder“ zähle der Verein, sagen Vizepräsident Uli Schlemmer und seine Lebensgefährtin Rose Wünsch-Schelb, die Präsidentin des Vereins. An gewillten und geeigneten Kandidaten für das Bühnenprogramm mangelt es da nicht. Der Kreis der Aktiven auf der Bühne am Samstagabend umfasste 200 Karnevalisten aller Altersgruppen. Bis nach Mitternacht zog sich der Reigen von Tanz, Gesang und Wortakrobatik auf der Bühne der Stadthalle. Die Partyband „Daylight“ sorgte für Stimmung in den Pausen und unterstütze Einzelauftritte musikalisch. Am folgenden Sonntag hieß es für viele Helfer schon wieder früh, auf den Beinen zu sein, denn um 16.33 Uhr am Nachmittag setzte sich der große Karnevalsumzug „Von Raasbisch no Boomisch“ in Bewegung. Anschließend wurde noch kräftig in der Stadthalle die „After-Zug-Party“ gefeiert. In zwei Jahren steht mit der Jubiläumsfeier für das 44-jährige Bestehen der Karnevalsfreunde Blau-Gold eine besondere Herausforderung vor dem Verein.

Höhepunkt einer Liebesgeschichte: Auf offener Bühne, vor fast 600 Gästen, machte Kräutscheskönig Christoph II. seiner Prinzessin einen Heiratsantrag.

Höhepunkt einer Liebesgeschichte: Auf offener Bühne, vor fast 600 Gästen, machte Kräutscheskönig Christoph II. seiner Prinzessin einen Heiratsantrag.

Spektakulär war die Show der Wölfe: Die Youngsters hatten sich vom Lied „Deutschrapkanakke“ für Tanz und Kostüme inspirieren lassen.

Spektakulär war die Show der Wölfe: Die Youngsters hatten sich vom Lied „Deutschrapkanakke“ für Tanz und Kostüme inspirieren lassen.

Blau-Gold Vize- und Ehrenpräsident Uli Schlemmer kommentierte das Welt- und Lokalgeschehen singend und musizierend.

Blau-Gold Vize- und Ehrenpräsident Uli Schlemmer kommentierte das Welt- und Lokalgeschehen singend und musizierend.

„In jeder Frau steckt ein Stück Hefe“, sangen die Frauen von Blau-Gold.

„In jeder Frau steckt ein Stück Hefe“, sangen die Frauen von Blau-Gold.

Das Männer-Ballett bewies Anmut und Grazie als Burgfräuleins mit einem anmutigen Prinzen in ihrer Mitte. Fotos: KER

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