Allgemeine Berichte | 25.10.2019

Evangelischer Männerkreis Neuwied

Wofür lohnt es sich heute, zu kämpfen?

Gottesdienst in der Marktkirche regte zum Nachdenken an

Auch nach dem Gottesdienst in gemütlicher Runde gab es jede Menge Gesprächsbedarf. Foto: privat

Neuwied. Dietrich Bonhoeffer, Martin Luther King, Dalai Lama - drei bedeutende Persönlichkeiten der Geschichte. Alle drei haben ihren Kampf geführt, gegen die Nazi-Herrschaft, gegen Rassismus und für ein friedliches Miteinander der Religionen. Sie wussten, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Aber wofür lohnt es sich heute zu kämpfen? Diese Frage stellten sich fünf Männer des evangelischen Männerkreises Neuwied (v. l. Uwe Selzer, Henning Peter, Klaus Wolff, Christian Schultze und Hans Poredda) im Rahmen ihres jährlichen Gottesdienstes in der Marktkirche, der musikalisch wieder vom Männergesangverein Heimbach-Weis und Kirchenmusikdirektor Thomas Schmidt begleitet wurde. Das diesjährige Thema: „Gott liebt Gerechtigkeit - wofür es sich kämpfen lohnt“. Die Männer gaben ganz unterschiedliche Antworten. Ob der Einsatz für den Erhalt der Schöpfung, wie dies die „Fridays for Future“-Bewegung oder Umweltorganisationen wie Greenpeace leisten, der Kampf gegen Doping oder Rassismus beim Sport oder das Eintreten für die Verständigung der Religionen und Nächstenliebe.

Es gibt vieles, wofür es sich zu kämpfen lohnt.

Auch die Bibel gibt Hinweise: Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, die Ausgestoßenen, die Armen, Alleingelassenen, sie verdienen Beistand. Der Kampf für sie, so die Männer, ist dabei nicht nur Ausdruck von Barmherzigkeit, sondern auch eine Frage der Gerechtigkeit. Eine Gesellschaft, die es zulässt, dass Kinder in Armut leben oder Rentner auf die Tafel angewiesen sind, ist nicht gerecht. Gott aber, so heißt es in Psalm 33,5, liebt Gerechtigkeit. Letztlich aber, so das Fazit der Männer, muss jede und jeder für sich selbst entscheiden, wofür sie oder er zu kämpfen bereit ist, der Gottesdienst kann hier nur zum Nachdenken anregen. Kein Wunder, dass es auch nach dem Gottesdienst in gemütlicher Runde noch jede Menge Gesprächsbedarf gab. Die nächste Veranstaltung des Männerkreises ist das traditionelle Männerfrühstück am Samstag, 16. November um 9 Uhr im Gemeindehaus an der Feldkirche unter dem Thema „Genuss, Gewohnheit, Abhängigkeit?

Die Rolle psychoaktiver Substanzen in unserem Alltag“. Referent ist Mag. rer. nat. David Jäckle, Diplompsychologe und psychologischer Psychotherapeut. Eingeladen ist jeder, der Interesse an dem Thema und einem gemütlichen Beisammensein hat, ganz unabhängig von einer Religionszugehörigkeit.

Auch nach dem Gottesdienst in gemütlicher Runde gab es jede Menge Gesprächsbedarf. Foto: privat

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