Allgemeine Berichte | 21.07.2017

Reha-Sportgruppe der Gymnastik-Riege Dedenbach e. V.

Wohlgefühle in Bewegung

Spiel und Sport für Frauen in der Brustkrebsnachsorge in Schelborn

Schelborn. Das neue Angebot der Gymnastikriege Dedenbach „Wohlgefühle in Bewegung“ startet am Donnerstag, 17. August. Michaela Peters, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Psychoonkologin hat im Januar die Ausbildung beim Sportbund Hessen erfolgreich abgeschlossen und die Lizenz als Übungsleiterin „Sport in der Brustkrebsnachsorge“ erhalten. Jeden Donnerstag ab 17:30 Uhr wird es in dieser neuen „Abteilung“ der Gymnastikriege Dedenbach im Bürgerhaus in Schelborn das Angebot „Sport und Spiel in der Krebsnachsorge“ geben. Jede Frau, in jedem Alter mit und ohne sportliche Vorerfahrung, die den Alltag bewältigen kann, kann teilnehmen. Der Teilnahme sollte ein ärztliches Beratungsgespräch vorausgehen. Jede Teilnehmerin kann nach den eigenen Möglichkeiten trainieren. Es gibt keinen Leistungszwang, dafür jedoch das Angebot, die eigenen Grenzen schrittweise neu kennen zulernen und zu erweitern.

Trainingszeit: Donnerstags von 17:30 bis 19 Uhr, im Bürgerhaus in 56651 Schelborn.

Warum Sport in der Krebsnachsorge?

Noch vor wenigen Jahren wurde Krebspatienten geraten, sich während und nach einer Krebsbehandlung körperlich zu schonen. Heute sind sich die Experten einig: Krebspatienten profitieren in fast jeder Krankheitssituation davon, körperlich aktiv zu sein oder sich sportlich zu betätigen. Die heute bekannten Vorteile von Bewegung: Das Risiko für viele mögliche Krankheits- und Behandlungsfolgen wird verringert. Wer sich bewegt, fühlt sich seltener erschöpft und bleibt meist leistungsfähiger. Bei vielen Patienten hat der Krankheit und der Behandlung angemessene körperliche Aktivität zudem einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität.

Angepasstes Bewegungstraining verbessert außerdem Erschöpfungszustände, das sogenannte Fatigue-Syndrom. Darunter leiden viele Patienten noch lange nach der Therapie. Bewegung und Sport können aber auch ganz allgemein positiv auf die Lebensqualität und das Wohlbefinden von Patienten auswirken. Da durkörperliche Aktivität oft fitter und belastbarer macht, gewinnt die Teilnehmerin ein Stück „normales“ Alltagsleben und Zutrauen in die Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers zurück. Bewegung und Sport können auch bei der Krankheitsbewältigung helfen. Insgesamt gibt es für Krebspatienten nur vergleichsweise wenige Situationen, in denen Bewegung tatsächlich schaden kann.

Experten raten Krebspatienten während einer Behandlung jedoch davon ab, sich zu überfordern und sich zum Beispiel an Sportprogrammen für Gesunde zu orientieren. Wer sich für ein Bewegungsprogramm entscheidet, sollte sich in Wohnortnähe eine Reha-Sportgruppe suchen.

Krebsnachsorge: Wie und wann helfen Sport und Bewegung? In der Rehabilitationsphase, gegen Ende oder nach Abschluss der ersten Behandlung, findet für die meisten Patienten ein fließender Übergang von der Physiotherapie zum echten Bewegungstraining statt.

Finanzierung: Wer trägt die Kosten? Sport in der Krebsnachsorge ist sogar auf Rezept möglich. Die gesetzlichen Krankenversicherungen beteiligen sich an den Kosten. Der Arzt muss auf einem Formular, dem „Antrag auf Kostenübernahme für Rehabilitationssport“, die Diagnose Krebs bestätigen. Er benennt dort die Einschränkung, die durch Sport gemildert oder vermieden werden soll. Auch die Anzahl und Dauer der Übungseinheiten wird angegeben, ähnlich wie bei Massagen oder physiotherapeutischen Maßnahmen gemäß der Heil- und Hilfsmittelrichtlinien. Die Anmeldung ist ab sofort möglich und kann bei Irmgard Harst unter Tel. (0 26 46) 65 4 oder Michaela Peters Tel. (0 26 55) 24 12 erfolgen.

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