Allgemeine Berichte | 06.07.2021

Evang. Frauenhilfe Ahrweiler holten Weltgebetstag nach

Worauf bauen wir?

Auch die 90-jährige Irma Günzel wollte einen Beitrag leisten und fertigte mit ihrer Malkunst eine Nachbildung des Titelblattes des Weltgebetstages 2021, die zum Verkauf angeboten wird. Susanne Schneider (links) und mit ihr Ursula und Jürgen Knopp danken für die großzügigen Spenden, die an das Weltgebetstags-Komitee überwiesen werden können. Foto: privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Worauf bauen wir? Für das Vorbereitungsteam des Weltgebetstags 2021, zu dem weltweit jährlich Frauen aller Konfessionen im März einladen, hieß es zunächst: Wir bauen auf das Organisationstalent von Susanne Schneider, Evangelischen Frauenhilfe Ahrweiler. Unterstützung erhielt sie von Frauen der Frauenhilfe und Frauen der drei Katholischen Frauengemeinschaften der Stadt. Wegen Corona konnte Anfang März weder die Informationsveranstaltung noch der Gottesdienst stattfinden. Kürzlich konnte sich dann das Ergebnis sehen lassen. Die Besucherinnen und Besucher der beiden Veranstaltungen sowie die Frauen und Mädchen, die mit den Spenden und Einnahmen des Projekts unterstützt werden, sind die Beschenkten.

Streng wurde im evangelischen Gemeindehaus bei der Info-Veranstaltung auf die Hygienemaßnahmen geachtet. Die vorgegebene Teilnehmerzahl war bis auf den letzten Platz ausgereizt, als Ursula und Jürgen Knopp ihren sehr persönlich gestalteten Reisebericht über den pazifischen Inselstaat Vanuatu vortrugen. Die 83 Inseln im pazifischen Ozean, von denen 67 bewohnt sind, stehen auf der vom Vulkanismus und Erdbeben bedrohten Liste auf Platz 1. Wie kaum ein anderes Land ist Vanuatu vom Klimawandel betroffen, obwohl es keine Industrienation ist und auch sonst kaum CO2 ausstößt.

Beeindruckt zeigten sich die Zuhörer, dass 93,3 Prozent der Bevölkerung Christen sind. So verwundert es nicht, dass das Wappen Vanuatus einen melanesischen Krieger oder Häuptling mit einem Speer vor einem Vulkan zeigt. Darunter befindet sich ein goldenes Spruchband mit dem Staatsmotto in der Landessprache Bislama: „Long God yumi stanap“ In Gott stehen wir zusammen.

Die Bilder von Gottesdiensten und privaten Feiern machten aber auch deutlich: die Geschlechtertrennung, bei der sich Frauen traditionell den Entscheidungen der Männer unterordnen, passt nicht zu ihren täglichen Arbeiten, mit denen sie einen Großteil zum Familieneinkommen beitragen. Dazu zählt nicht nur die Pflege der Kinder und Älteren, sondern auch der Verkauf von Gemüse und Obst auf den sogenannten Mammas-Märkten und das kunstvolle Flechten von Matten und Taschen aus Naturmaterialien. Die Matten dienen sowohl als Verkleidung der einfachen Häuser sowie als Unterlagen für Essen oder Schlafstellen. Auch als Kopfschmuck und Zahlungsmittel werden die Bastmatten verwendet, berichtete Ursula Knopp mit Hinweis auf die ausgestellten Gegenstände.

Im Anschluss folgte ein Gottesdienst

Diese erlebten einen raschen Wechsel als Dekoration für den anschließenden Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche. Auch hier galten strenge Hygieneregeln wie Abstand und Maske. Auch das Mitsingen der Lieder war nicht möglich und so lieferte Susanne Schneider eben die Musik, ausgesucht von den Frauen des Weltgebetstags-Komitee aus Vanuatu, von der CD. Die Lesebeiträge, die stellvertretend für die Mädchen und Frauen von Vanuatu vorgetragen wurden, endeten mit dem „Hören auf das Wort Gottes“: „Alle, die nun meine Worte hören und entsprechend handeln, werden einer klugen Frau, einem vernünftigen Mann ähnlich sein, die ihr Haus auf Felsen bauten.“

Ist das auch die Antwort auf den Titel des Weltgebetstags??

Auch die 90-jährige Irma Günzel wollte einen Beitrag leisten und fertigte mit ihrer Malkunst eine Nachbildung des Titelblattes des Weltgebetstages 2021, die zum Verkauf angeboten wird. Susanne Schneider (links) und mit ihr Ursula und Jürgen Knopp danken für die großzügigen Spenden, die an das Weltgebetstags-Komitee überwiesen werden können. Foto: privat

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Ralf Schweiss
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