Palmsonntag im Heckenbacher Kirchencafé
Zeichen der Huldigung, Hoffnung und Zuversicht
Heckenbach. Still, ist es geworden in der Kirche. Ein Virus hat die Welt in einem tödlichen, im Sinne des Wortes, Würgegriff und unsere Geistlichkeit schweigt. Wo bleiben Worte und Gesten die Hoffnung geben? Die Zuversicht und Mut vermitteln, die vom Virus infizierte trösten und den Glauben an ihrer Seite spüren?
Wenn dann aber mal die Kirche in den Zeitungen, den virtuellen und akustischen Medien zu Wort kommt, ist da nur von einem unglaublichen Tun, von Schreckensnachrichten, von Versäumnissen und eigenem Unvermögen die Rede. Rette sich wer kann.
In der christlichen Welt verbreitet sich Ratlosigkeit, Angst, und auch Zweifel.
Das mag so sein. Aber nicht in der kleinen Heckenbacher Kirchengemeinde, in der sich schon vor Jahren engagierte Frauen, aufgrund des Priestermangels selbst und das mit viel Eifer und Hingabe um das Seelenheil aber auch um das kommunikative Zusammenleben ihrer Gemeinde kümmern. Wurde in den Anfängen schon ein Kirchencafé gefeiert, das vor Coronazeiten bis auf den letzten Kirchenplatz besetzt war. So gestaltet dieser Kreis kreativer Gläubiger die frohe Botschaft jetzt im Internet.
Dass die Einschaltquoten an Sonntagen auf diese Seite in die Hunderte gehen, mag einen bei den optimistischen, Lebensbejahenden und hochkarätigen Texten, Bildern und musikalischen Beiträgen nicht verwundern.
Auch in diesen Tagen, Palmsonntag, Heckenbachs Kirche ist verschlossen, aber vor dem Portal begrüßen den Wanderer, den Besucher, bunte Blumen, farbige Bänder mit Segenswünschen. Da stehen in dieser stillen Woche Körbe mit Palmzweigen, als Zeichen der Huldigung, Kerzen, Licht der Hoffnung und Zuversicht.
Kleine Flaschen mit geweihtem Wasser. Alle, Gläubige und Nichtgläubige, Menschen können sich diese Ostergrüße dieser gelebten und lebendigen Kirche mit nach Hause nehmen und ihr, in Corona Zeiten ganz eigenes Ostern, die Auferstehung feiern.
