„Rheinbach ohne Plastikmüll“ informierte in Kooperation mit „Brötchenbüggel“ auf dem Rheinbacher Feierabendmarkt
Zeichen gegen Einwegwahn
Rheinbach. „Wie viel Brot und Brötchen kaufe ich pro Woche?“. Das hatte sich auch Sabine Hillinger überlegt. Sie kauft für eine dreiköpfige Familie ein, die gerne Brot isst. Hochgerechnet auf ein Jahr fielen in ihrem Haushalt dadurch ca. 150 Einwegverpackungen aus Papier oder Papier mit Kunststoffsichtfenster an. Nur um Brot und Brötchen zu transportieren und eventuell noch zu lagern. Eine kurzlebige Einwegverpackung. Das sollte so nicht weitergehen, weshalb sie umstieg und Beutel aus langlebigem Baumwollstoff nähte. Auch auf dem Rheinbacher Feierabendmarkt kam der Beutel gut an. Die Initiative „Rheinbach ohne Plastikmüll“ hatte Hillinger hierhin eingeladen, umd die Produkte zu präsentieren. Nicht jedem Besucher des Informationsstandes der Initiative war bewusst, dass hier nicht nur Plastikmüll unnötig verursacht wird, sondern auch der Papiermüllberg wächst und Papier ebenfalls keine umweltfreundliche Lösung darstellt. Nicht nur fossile, auch nachwachsende Ressourcen haben einen ökologischen Fußabdruck. Bei der Herstellung von Papier wird durch den Anbau der Bäume, den Herstellungsprozess vom Baum über Zellstoff zum Papierbeutel und den Transport und die Vermarktungswege immer Energie benötigt und Co² ausgestoßen, Dünger wird eingesetzt, Pestizide genutzt und Wasser verschwendet. Für Plastik muss außerdem Erdöl aufwendig und oft umweltschädigend gefördert werden. Nach Berechnungen der Initiative werden in Rheinbach 50 Tonnen Papierverpackungen pro Woche in allen privaten Haushalten zusammen verbraucht. Dazu müssen ca. 110 Tonnen Holz gefällt werden. Dass in Deutschland das Müllaufkommen durch Einwegverpackungen steigt, ist in aller Munde. Hier ist dringend ein Umdenken erforderlich. Das zeigt der sogenannte „Weltüberlastungstag“, der in diesem Jahr was den Konsum aller Menschen in Deutschland betrifft, am 4. Mai 2020 war. An diesem Tag hätten wir aufhören müssen zu produzieren. Wir hatten alle Ressourcen verbraucht, die in einem Jahr regeneriert werden könnten. Wir alle können hier in kleinen Schritten gegensteuern, indem wir anders konsumieren. „Nutzen Sie Mehrweglösungen aus der Region“, das empfiehlt die Initiative „Rheinbach ohne Plastikmüll“.
„Rheinbach ohne Plastikmüll“ weist nochmals auf die Müllsammelaktion am Samstag, 19.September hin. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Rathaus.
Pressemitteilung
„Rheinbach ohnePlastikmüll“
