Allgemeine Berichte | 04.10.2024, 08:21 Uhr

Gemeinschaftsfahrt zur Gedenkstätte Hadamar

Zeichen gegen das Vergessen

Am Sonntag, dem 10. November 2024, wird eine Gemeinschaftsfahrt aus dem Buchfinkenland zur Gedenkstätte in Hadamar durchgeführt. Foto: privat
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Kreis Westerwald. Am Sonntag, dem 10. November 2024, wird eine Gemeinschaftsfahrt aus dem Buchfinkenland zur Gedenkstätte in Hadamar durchgeführt, um der Opfer der Nazi-Euthanasie und anderer Verbrechen zu gedenken. Der erste Versuch einer solchen Fahrt musste im vergangenen Jahr aufgrund zu geringer Anmeldungen abgesagt werden. Inzwischen hat sich das gesellschaftliche Klima gewandelt, und viele Bürgerinnen und Bürger sehen die Demokratie in Gefahr und wollen aktiv etwas dagegen tun. Das Motto der Fahrt lautet „Nie wieder“, um daran zu erinnern, dass rechtsextreme Ideologien und Gewalt niemals wieder die Macht übernehmen dürfen, um Gräueltaten wie die in Hadamar zu verhindern. In dieser Gedenkstätte wurden Tausende Menschen ermordet, darunter auch viele aus dem Westerwald.

Mit diesem zweiten Anlauf laden verschiedene Vereine aus dem Buchfinkenland alle Interessierten ein, an der Fahrt teilzunehmen, um an die Opfer zu erinnern und gleichzeitig ein Zeichen zu setzen, dass solche Verbrechen nie wieder geschehen dürfen. Die Fahrt findet einen Tag nach dem 9. November statt, der als „Schicksalstag der Deutschen“ in die Geschichte eingegangen ist. An diesem Tag wird sowohl der Reichspogromnacht 1938 als auch der Ausrufung der ersten deutschen Republik im Jahr 1918 sowie dem Mauerfall 1989 gedacht.

Zu den Veranstaltern der Fahrt gehören der VdK-Ortsverband Buchfinkenland/Gelbachhöhen, der Förderverein des Seniorenzentrums Ignatius-Lötschert-Haus, die Spielvereinigung Horbach und der Westerwald-Verein Buchfinkenland. Weitere Vereine oder Institutionen aus der Region sind eingeladen, sich ebenfalls an der Fahrt zu beteiligen.

Am Zielort wird es zunächst eine kurze Einführung und historische Einordnung geben, bevor die Teilnehmenden in zwei Gruppen durch die Gedenkstätte und die Ausstellung geführt werden. Im Anschluss ist eine Aussprache geplant, um das Gesehene gemeinsam zu verarbeiten. Die Abfahrt erfolgt um 13 Uhr in einem großen Reisebus, und es gibt mehrere Zusteigemöglichkeiten in Hübingen, Gackenbach, Horbach und Montabaur. Eine vorherige Anmeldung zur Teilnahme ist erforderlich, und es wird ein Kostenbeitrag von 5 Euro erhoben. Jugendliche unter 18 Jahren und Senioren über 80 Jahre fahren kostenlos, wobei Spenden willkommen sind. Die Rückkehr ins Buchfinkenland ist gegen 16:00 Uhr geplant, und die Fahrt findet auch bei schlechtem Wetter statt. Die Zusteigemöglichkeiten für den Bus sind wie folgt: um 12:45 Uhr in Hübingen an der Bushaltestelle am Ortseingang, um 12:55 Uhr in Gackenbach an der Bushaltestelle nahe dem Altenheim sowie an der Bushaltestelle Unterdorf, um 13:05 Uhr in Horbach an den Bushaltestellen Haus Sanner und Brunnenplatz, und um 13:25 Uhr in Montabaur an der Bushaltestelle am Konrad-Adenauer-Platz.

Interessierte können sich per E-Mail unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de anmelden. Auch Rollatoren können bei Bedarf im Bus mitgenommen werden.BA

Am Sonntag, dem 10. November 2024, wird eine Gemeinschaftsfahrt aus dem Buchfinkenland zur Gedenkstätte in Hadamar durchgeführt. Foto: privat

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