Allgemeine Berichte | 08.06.2016

Gartenkolumne: Die Woche im Garten 9 / 2016

Zeit der großen Vielfalt

"Das rote Haus" von Gabriele Münter (Öl auf Karton), 1909. VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Region. Mitte Juni, und inzwischen wird wohl auch der letzte Rosenstock in Blüte stehen. Die meisten Rosen blühen ja durchgehend oder in Schüben bis Anfang Dezember, das macht also volle sechs Monate, ein halbes Jahr; gibt es eigentlich irgendeine Blume, die auch nur annähernd so lange blüht? Rhododendron ist ebenfalls in Blüte, in dieser Zeit ebenso prächtig, und besonders die seltene gold-orangene Art, aber das ist doch nach drei Wochen vorbei. Länger blüht die Hortensie, und auch ihr Herbstlaub ist ganz hübsch, aber auf viele wirkt sie etwas steif. Da hat die Clematis noch mehr Freunde, es gibt sie ja auch in großer Vielfalt, vom Strauch bis zur Kletterpflanze, und damit über mehrere Monate. Es hilft, die verblühten Köpfe immer abzuknipsen, den Fuß vor Sonne zu schützen und auch regelmäßig nachzudüngen, denn das Blühen kostet sie viel Kraft. Prachtvoll ist jetzt auch die üppig blühende Kolkwitzie, trotz des merkwürdigen Namens ein Import aus China.

Der Mai war zum Teil wieder mal „hübsch kühl und nass“ und hat manches Wachstum etwas angehalten. Am besten schmeckt das dagegen dem Rasen, und wer einen Blütenrasen hat, hat daran jetzt viel Freude. Nur das Versäen von Löwenzahn soll man unbedingt vermeiden. Wo Wühlmäuse die Graswurzeln abgefressen haben – und das ist bei uns leider verbreitet – musste zuerst eine Menge Gartenerde ausgebracht werden, aber zum Glück gibt es gute Rasennachsaat, die inzwischen auch schön aufgegangen ist, nur bleibt natürlich ein „Flickenteppich“ zurück. Und wieder hat der eigene Kompost gerade ausgereicht.

Viele selbstgezogene Sonnenblumen sind jetzt ausgepflanzt, aber irgendein Ungeziefer beißt bei vielen die Stängel auf halber Höhe ab, allerdings nicht bei den kräftigsten Pflanzen, eine auffällige Zuchtwahl der Natur.

Die jungen Meisen waren von einem Tag auf den anderen ausgeflogen, alle gleichzeitig, womit auch das eifrige Futterbringen der Eltern schlagartig aufhört. Aber es bleibt genug Vogelgesang in einem naturnahen Garten.

Eine kleine Korrektur: Ein Löwenmäulchen hat es dann doch geschafft, im Beet wieder auszuschlagen, eine seltene Folge des milden Winters. Und ebenso haben einige Mangold- und Rote Bete-Pflanzen wieder ausgetrieben, oder haben sie sich selbst versät? Auch das Heckenschneiden fiel inzwischen wieder an, vielleicht die einzige wirklich unangenehme Arbeit im Gartenjahr. Aber der frische Heckenschnitt kompostiert leicht, im Gegensatz zum Rasenschnitt.

Das heutige Gemälde zu „Gärten in der Malerei“ zeigt einmal eine deutsche Expressionistin, und ihr Haus in Murnau lohnt durchaus einen Besuch. Ulrich Junker?

"Das rote Haus" von Gabriele Münter (Öl auf Karton), 1909. Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2013

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