Allgemeine Berichte | 26.05.2021

Positive Bilanz zum Tag der biologischen Vielfalt

Zoos verstärken Artenschutzengagement deutlich

Zoos verstärken Artenschutzengagement deutlich

Neuwied. Die wissenschaftlich geleiteten Zoos haben ihr Artenschutzengagement deutlich verstärkt. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die der Verband der Zoologischen Gärten mit seinen Mitgliedern unternommen hat. Demnach unterstützen die Zoos Artenschutzprojekte für wild lebende bedrohte Tierarten und ihre Lebensräume in insgesamt 170 Projekten und 61 Ländern. Alle Ergebnisse kann man in der neuen Broschüre nachlesen, die der Verband zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai herausgegeben hat.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Beitrag zum Erhalt bedrohter Tierarten in unseren Zoos und der Wildnis derartig groß ist“, sagt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ). „Damit reihen wir uns in die Gemeinschaft der großen Naturschutzorganisationen ein.“

So führt die neue Broschüre „Artenschutzzentrum Zoo“ etliche Arten auf, die nur in Zoos überleben konnten. Dazu zählen unter anderem die Säbelantilope, der Miluhirsch und die Socorrotaube. Ohne die Haltung in menschlicher Obhut wären sie genau wie der Europäische Wisent längst für immer von der Erde verschwunden.

Erfreulich ist auch die Anzahl der zuletzt ausgewilderten Tiere. In den Jahren 2018 und 2019 gingen aus den Zoos des Verbandes mehr als 3.500 Tiere in die Wildnis; zumeist einheimische Arten wie der Europäische Feldhamster und die Europäische Sumpfschildkröte.

„Auswilderung kommt zur Anwendung, wenn andere Maßnahmen zur Stabilisierung der jeweiligen Population nicht mehr rechtzeitig wirken“, sagt die stellvertretende VdZ-Geschäftsführerin Dr. Julia Kögler. „Wichtig ist, dass sie nur unternommen werden kann, wenn gesicherte Lebensräume für die Tiere zur Verfügung stehen. Die sind aber leider nur noch begrenzt verfügbar.“ Durch ihre Kernaufgabe, die Pflege und Zucht bedrohter Arten, stellen die 71 VdZ-Zoos tragende Säulen der Europäischen Erhaltungszuchtprogramme dar. Mehr als 400 bedrohte Arten profitieren von der Arbeit der VdZ-Zoos. Besonderen Wert haben, wie die neue Broschüre verdeutlicht, dabei auch Bildungsprogramme und die Forschung an bedrohten Arten. Denn nur wenn klar ist, wie sich bestimmte Arten vermehren und die Menschen durch Aufklärung im Zoo ihr Verhalten ändern, dann wird sich die Lebensvielfalt auch künftig erhalten lassen.

Auch im Zoo Neuwied ist der Artenschutz ein wichtiges Thema. Derzeit werden 41 Tierarten aus europaweiten Erhaltungszuchtprogrammen (EAZA Ex-Situ Programmes, kurz EEPs) gehalten, u.a. Balistare, Bolivianische Totenkopfaffen und Skorpions-Krustenechsen. „Die Programme sollen langfristig dafür sorgen, dass Tiere im Rahmen von Wiederansiedlungsmaßnahmen wieder in die freie Natur verbracht werden können, sobald deren Schutz sichergestellt werden kann,“ erklärt Zoodirektor Mirko Thiel. „Kurzfristig dienen die EEPs dazu, den Bestand einer Tierart in menschlicher Obhut gesund und genetisch möglichst groß zu halten. Aber auch der Schutz einheimischer Tierarten kommt bei uns mit der Aufnahme- und Auswilderungsstation nicht zu kurz“, so Thiel weiter. Hier werden verwaiste oder verletzte Eulen und Greifvögel sowie Säugetiere wie Igel, Wildkaninchen und Co. aufgezogen und wieder in den natürlichen Lebensraum entlassen.

Pressemitteilung

Zoo Neuwied

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