Allgemeine Berichte | 16.04.2024

Bürgermeister Ludger Banken begleitete die Partnerschaftsvereinigung Villeneuve auf der Reise in die Partnerstadt

Zu Gast bei Freunden

Reisegruppe vor der Abteikirche in Saint-Gilles. Foto: privat

Rheinbach. In jedem zweiten Jahr führt die Vereinigung zur Förderung der Partnerschaft Villeneuve lez Avignon - Rheinbach e.V. (kurz: Partnerschaftsvereinigung Villeneuve) eine Bürgerfahrt in die französische Partnerstadt durch. Die Vereinigung hat es sich zur Aufgabe gemacht hat, die seit 1969 bestehende Partnerschaft zwischen beiden Städten mit Leben zu füllen. Eine besondere Wertschätzung erhielt die Partnerschaft in diesem Jahr durch die Teilnahme von Bürgermeister Ludger Banken und seiner Ehefrau Katrin Lewit-Banken an der sechstägigen Bürgerfahrt.

Mit einem Bus und einigen PKW hatten 52 Rheinbacher Bürger die fast 1000 km lange Reise von Rheinbach nach Südfrankreich angetreten, davon waren 22 Personen zum ersten Male in der Partnerstadt. Die Partnervereinigung „comité de jumelage franco-allemand“ hatte für ihre Gäste aus Rheinbach ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Besichtigungen in Villeneuve und der reizvollen Umgebung wechselten sich ab mit Begegnungen zwischen den Bürgern beider Städte. Christian Martin, langjähriger Präsident des Villeneuver Partnerschaftskomitees, zeigte den Rheinbachern, die zum ersten Male dort waren, die Sehenswürdigkeiten der Partnerstadt. Je nach Interessenlage bestand die Möglichkeit, das Fort St. André in Villeneuve, den Nachbarort Les Angles und die Papststadt Avignon zu erkunden. Eine besondere Attraktion von Villeneuve ist immer wieder der Besuch des provenzalischen Marktes, auf dem lokale Produzenten Obst, Gemüse, Fleisch, Wurstwaren, Fisch, Käse, Brot und vieles mehr verkaufen. Bei einem Ausflug nach Saint-Rémy-de-Provence wurden die Besucher über das Schicksal von Vincent van Gogh informiert, der dort ein Jahr in einem Sanatorium verbracht hatte. In der Ortschaft Saint-Gilles war die berühmte Abteikirche mit dem Grab des heiligen Aegidius das Ziel. Ein ganztägiger Ausflug führte die Rheinbacher in die Universitätsstadt Aix-en-Provence mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

Emotionaler Höhepunkt des Besuchs war ein Empfang der Gäste durch die Stadt Villeneuve im Rathaus. Pascale Bories, Bürgermeisterin von Villeneuve, und Rheinbachs Bürgermeister Ludger Banken, betonten in ihren Ansprachen in lockerer Atmosphäre, dass die Partnerschaft vor 55 Jahren gegründet worden sei, um frühere Vorurteile zwischen den Ländern zu überwinden. Heute sei die Partnerschaft ein wichtiges Mittel, um der jungen Generation Werte wie Frieden, Weltoffenheit und Demokratie zu vermitteln. Die Bürgermeister dankten den beiden Partnerschaftsvereinigungen für ihren Beitrag zur Festigung der Partnerschaft. Deren Vorsitzende, Philippe Gallo für Villeneuve, und von Rheinbacher Seite Hedwig Schmitt-Wojcik sprachen das vielfältige Besuchsprogramm an und äußerten den Wunsch, die Kontakte zwischen den Städten weiter zu intensivieren. Ein festliches Abendessen beider Partnerschaftsvereinigungen – erneut in Anwesenheit der Villeneuver Bürgermeisterin – bildete den Abschluss einer denkwürdigen Bürgerfahrt.

Die Rückfahrt im Bus von Villeneuve nach Rheinbach dauerte staubedingt 15 Stunden. Trotzdem waren alle Teilnehmer guter Stimmung und froh über die erlebnisreichen Tage im Süden Frankreichs. Die nächste Begegnung im Rahmen der Partnerschaft wird im September eine deutsch-französische Wanderwoche im Südschwarzwald sein in Zusammenarbeit mit dem Rheinbacher Eifelverein. Der Gegenbesuch einer Delegation aus Villeneuve in Rheinbach steht im Jahr 2025 an, möglicherweise zum Höhepunkt des Karnevals.

Empfang im Rathaus von Villeneuve lez Avignon, (v.r.) Bürgermeisterin Pascale Bories, Bürgermeister Ludger Banken, die Vorsitzenden der Partnerschaftsvereinigungen Hedwig Schmitt-Wojcik und Philippe Gallo.

Empfang im Rathaus von Villeneuve lez Avignon, (v.r.) Bürgermeisterin Pascale Bories, Bürgermeister Ludger Banken, die Vorsitzenden der Partnerschaftsvereinigungen Hedwig Schmitt-Wojcik und Philippe Gallo.

Reisegruppe vor der Abteikirche in Saint-Gilles. Foto: privat

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