Tag des offenen Denkmals
Zu Gast in der Hahnensteiner Mühle
Insul. „Mit dem Zahnrad sind wir im letzten Moment erst fertig geworden“, sagte Ewald Neiß der jetzige Besitzer der Hahnensteiner Mühle beim Tag des Offenen Denkmals. Damit meinte Ewald Neiß das Hauptantriebsrad für die Transmission, das etliche „Zähne“ verloren hatte.
Also wurden rund 120 Holzstücke zurechtgeschnitten und genau passend gehobelt und wieder eingesetzt. Denn ohne den Transmissionsantrieb, der vom Wasserrad auf eine Welle übertragen wird, von wo durch Lederriemen die verschiedenen Geräte angetrieben werden, dreht sich der Mühlstein nicht. Bei seinen Führungen erklärte Neiß, der die Mühle mit seinem Sohn wieder liebevoll restauriert hat, wie das Korn zu Mehl wurde wie der sich drehenden Mühlsteine nach mit einem Hammer nachgeschlagen, praktisch geschärft wurden und natürlich den „Werdegang“ der Mühle, die bereits im Jahr 1556 erstmals erwähnt wurde. In dieser Zeit, war sie mit einer Pacht von 12 Malter Korn und einem Mühlenschwein die bedeutendste unter den 15 Mühle des kurkölnischen Amtes Nürburg. 1669 war die Mühle stark beschädigt und sollte repariert werden. 1728 betrug die Pacht 13 Malter Korn und vier Reichstaler Schweinegeld. Das heutige Mühlengebäude wurde 1729 erbaut. Ersichtlich am steinernen Torbogen des jetzigen Mühlengebäudes.
Im Jahre 1788 wird der „Hahnensteiner Pitter“ als Pächter aufgeführt und im 19. Jahrhundert erwarb die Familie Stappen die Mühle von einem Müller, der nach Amerika auswanderte. Bis 1984 war Peter Stappen der letzte Müller in der Hahnensteiner Mühle. Seit 1999 ist die Mühle in Besitz der Familie Ewald Neiß dessen Frau noch verwand ist mit der Familie Stappen und Sohn Thomas, die zusammen aus der Mühle durch viel Arbeit ein Kleinod gemacht haben, das sich sehen lassen kann.
SES
Foto: Photographer:H.T.Sesterheim
Interessante Beobachtungen: Die sich drehenden Mühlsteine in der Hahnensteiner Mühle. Foto: Photographer:H.T.Sesterheim
