60 Jahre St. Martins-Chor Bad Ems
Zu Gast in der Heimatstadt
Konzert von Tenor Markus Schäfer am 11. September in der evangelischen Kaiser-Wilhelm-Kirche
Bad Ems. Am Sonntag, 11. September um 16.30 Uhr findet in der evangelischen Kaiser-Wilhelm-Kirche ein weiteres Konzert im Rahmen des Jubiläums „60 Jahre St. Martins-Chor Bad Ems“ statt. Mit Markus Schäfer ist ein international gefragter Tenor in Bad Ems zu Gast, dessen Auftritte bei Publikum und Rezensenten immer wieder für Aufsehen sorgen. Neben seinen internationalen Engagements betreut er als Professor eine Gesangsklasse an der Musikhochschule Hannover. Seine Wurzeln hat Markus Schäfer im St. Martins-Chor, lernte er doch in diesem Chor - unter der Leitung seines Vaters Theo Schäfer - das Singen. Bei einem Stück wird auch seine Frau, die bekannte Mezzosopranistin Faridah Schäfer-Subrata, mit Markus Schäfer im Duett zu erleben sein.
„Kostbarkeiten für Tenor, Sopran, Orchester und Orgel“
Das Konzert in Bad Ems trägt den Titel „Kostbarkeiten für Tenor, Sopran, Orchester und Orgel“. Auf dem Programm stehen Werke von Monteverdi, Schütz, Bruhns, Bach, Mozart und anderen.
Der Bad Emser Bezirkskantor Lutz Brenner und das Kammerorchester „La Gioiosa“ (Solisten: Gudrun Knapp, Violine und Ulrich Knapp, Cello), Bad Nauheim begleiten dabei nicht nur, sondern verleihen dem Nachmittag auch durch solistische Beiträge eine ganz eigene Prägung. Das Konzert musste wegen Renovierungsarbeiten in der Kapelle Maria Königin in die Kaiser-Wilhelm-Kirche verlegt werden.
Karten für dieses Konzert können in der Buchhandlung Elisabeth Adam, Römerstraße 51, 56130 Bad Ems, erworben werden.
Markus Schäfer studierte Gesang und Kirchenmusik bei Armand Mc Lane in Karlsruhe und Evelyn Dalberg in Düsseldorf und war Wettbewerbsgewinner in Berlin (Bundeswettbewerb Gesang) und Mailand (Caruso-Wettbewerb). Er besuchte das Opernstudio in Zürich und gab sein Debüt am dortigen Opernhaus, wo er auch sein erstes Engagement erhielt.
Es folgten Verpflichtungen an die Hamburgische Staatsoper und die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, wo er bis 1993 fest engagiert war. Seither führen Gastspiele und Konzertreisen Markus Schäfer auf die Bühnen und Podien renommierter Opernhäuser und Festivals. Bevorzugt singt er Bachs Evangelisten-Partien, mit denen er nicht nur bei den Festivals in Ansbach, Leipzig und Luzern auftrat.
Unter den vielen Dirigenten, mit denen Markus Schäfer zusammenarbeitete, sind insbesondere René Jacobs, Frans Brüggen, Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Nikolaus Harnoncourt und Sir Yehudi Menuhin zu nennen.
Zahlreiche CD-Produktionen und Rundfunkaufnahmen dokumentieren das große Repertoire und die weite stilistische Bandbreite von Markus Schäfer.
Mit dem Grammy ausgezeichnet
Herausragende Einspielungen gelangen unter anderem mit „Cosi fan tutte“ unter Sigiswald Kuijken und seiner La Petite Bande sowie mit der Matthäus-Passion mit dem Concentus Musicus Wien unter Nikolaus Harnoncourt, die mit dem Grammy ausgezeichnet wurde.
Als Liedinterpret feierte Markus Schäfer Erfolge in Wien, bei den Schubertiaden in Feldkirch und Schwarzenberg sowie in New York, wo er zusammen mit dem Pianisten Hartmut Höll mit Werken von Schubert und Schumann auftrat. Markus Schäfer lehrt als Gesangsprofessor an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.
Lutz Brenner studierte Schulmusik, Germanistik, Kirchenmusik (A–Examen „Mit Auszeichnung“) und Konzertfach Orgel und Orgelimprovisation an der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, dem Conservatoire National de Région, Dijon und an der Folkwang-Universität der Künste in Essen.
Träger zahlreicher Ehrenpreise
Zu seinen Lehrern zählten Albert Schönberger, Hans-Jürgen Kaiser, Jean-Pierre Leguay und Roland Maria Stangier (Orgel), Mathias Breitschaft (Chorleitung) und Michael Hofstetter (Orchesterleitung).
Lutz Brenner ist Träger zahlreicher Preise, so unter anderem beim „Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation Schwäbisch Gmünd“ 2003 ( dritter Preis) und 2005 (zweiter Preis).
Von 2000 bis 2002 war er Assistent von Michael Hofstetter für das Fach „Orchesterleitung“ am Fachbereich Musik der Universität Mainz und übernahm in der Spielzeit 2001/2002 die musikalische Leitung der Produktion „Die kleine Zauberflöte“ am Staatstheater Mainz. Von 1991 bis 2004 wirkte er als Organist und Chorleiter an St. Georg in Mainz-Bretzenheim und war darüber hinaus ständiger Vertreter des Domorganisten am Hohen Dom zu Mainz.
2004 wurde er als Bezirkskantor nach Bad Ems (St. Martin) berufen und leitet dort den jugendlich geprägten „St. Martins-Chor Bad Ems“.
Seit 2006 arbeitet er im künstlerischen Leitungsteam der „Orgelfestwochen“ des „Kultursommers Rheinland-Pfalz“ mit. Neben Konzerten in Deutschland und ganz Europa (unter anderem Notre-Dame de Paris) spielte er Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen ein.
Im Jahr 2012 leitete er vertretungsweise die Orgelklasse von Roland Maria Stangier an der Folkwang Universität der Künste in Essen, derzeit verbindet ihn ein Lehrauftrag für Orgelimprovisation mit der Musikhochschule Mainz.
Pressemitteilung Katholisches
Pfarramt St. Martin Bad Ems
