Allgemeine Berichte | 13.07.2016

Volksbank Wachtberg eG zieht Bilanz für 2015

Zufriedenstellendes Ergebnis trotz schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes

Verschmelzung mit der Volksbank Euskirchen eG wird für das kommende Jahr vorbereitet – Vier Prozent Dividende werden gezahlt

Aufsichtsratsvorsitzender Reinhold Seidel (links) und Vorstandsvorsitzende Josef Honnef (rechts) zeichneten bei der Generalversammlung der Volksbank Wachtberg eG zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Treue aus. -JOST-

Wachtberg. Ein in den Augen des Vorstandes „zufriedenstellendes Ergebnis“ legte die Volksbank Wachtberg eG für das Geschäftsjahr 2015 bei der Generalversammlung im Schützenhaus Adendorf vor. ,,In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld hat sich unsere Volksbank als zuverlässiger Partner erwiesen und im Markt behauptet“, resümiert der Vorstandsvorsitzende Josef Honnef in seinem Jahresbericht. Die Volksbank Wachtberg eG habe mit den Menschen und Unternehmen in der Region erfolgreich zusammengearbeitet und auf der Grundlage ihres genossenschaftlichen Geschäftsmodells das Wirtschaftsjahr 2015 positiv abgeschlossen.

In der vom Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhold Seidel geleiteten Generalversammlung stellte Honnef die Bilanz für das abgelaufene Jahr vor. „Der Jahresabschluss 2015 zeigt zufriedenstellende Zahlen. Die Kundeneinlagen haben sich gut entwickelt, und im Kreditgeschäft wurden unsere Erwartungen übertroffen“, fasste Honnef zusammen. Sein Fazit: „Die Volksbank Wachtberg eG hat sich erneut als verlässlicher Partner vor Ort und in der Region präsentiert und Marktanteile weiter ausgebaut.“

Bilanzsumme steigt um 3,1 Prozent auf 116,8 Millionen Euro

Mit ihren 28 Beschäftigten in den drei Bankstellen in Adendorf, Pech und Villip hat das genossenschaftliche Kreditinstitut die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf 116,8 Millionen Euro gesteigert. Das Kundengesamtvolumen erhöhte sich um 6,3 Prozent auf mittlerweile rund 258,4 Millionen Euro. Außerdem stiegen die Kundenforderungen um 11,7 Prozent auf 63,5 Millionen Euro, und die Kundeneinlagen kletterten um 3,9 Prozent auf 99,4 Millionen Euro. Nach Verrechnung der Steuerzahlung von rund 301.000 Euro verbleibt am Ende des Jahres ein Bilanzgewinn von 123.524 Euro. „Er bietet eine gute Grundlage, die Rücklagen der Bank weiter zu stärken und eine Dividende von vier Prozent an unsere 3122 Anteilseigner auszuzahlen“, freute sich Honnef.

Auch das Prüfungsergebnis spiegele die positive Situation der Bank wider. Der Verband habe den Jahresabschluss geprüft und ihn mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Dem Institut werde darin eine geordnete Vermögens- und Finanzlage bestätigt, so Honnef. Anschließend standen die Entlastungen von Vorstand und Aufsichtsrat auf der Tagesordnung. In den Aufsichtsrat wiedergewählt wurden Christiane Schimmel sowie Josef Ohrem und Ansgar Nachtsheim.

Vorstand Bruno Lehnen führte in seinem Vortrag aus, dass in den letzten drei Jahren mehr Regulierungen umgesetzt werden mussten, als in den hundert Jahren zuvor. Die wuchernde Regulierung dominiere alles und werde wohl über kurz oder lang zu einer Konzentration in der Branche führen. Dem wolle die Volksbank Wachtberg aus einer Position der Stärke heraus schon vorweggreifen und strebe eine Fusion mit der Volksbank Euskirchen eG an. Aufsichtsrat und Vorstand beider Kreditinstitute hätten jeweils einstimmig beschlossen, Sondierungsgespräche mit dem Ziel einer Verschmelzung zu führen. Der geplante Zusammenschluss soll in den nächsten Monaten im Detail vorbereitet und den Mitgliedern in den 2017 stattfindenden Generalversammlungen zur Abstimmung vorgelegt werden. „Sollten die weiteren Gespräche positiv verlaufen und die Mitglieder der Verschmelzung zustimmen, könnte diese in 2017 vollzogen werden“, so die Vorstände.

Geschäftspolitik sowie Bilanzstrukturen sind nahezu identisch

Die Geschäftspolitik sowie die Bilanzstrukturen seien nahezu identisch. Beide Banken hätten in den vergangenen Jahren erfolgreich den Turbulenzen der Finanzmarktkrise getrotzt und ihre überdurchschnittlichen Eigenkapitalpositionen weiter ausbauen können. Die künftigen Herausforderungen der Regulatorik, das anhaltend niedrige Zinsniveau und der damit verbundene Margenverfall hätten aber zu den Überlegungen geführt, die Volksbank Wachtberg eG mit der ebenso „gesunden“ Volksbank Euskirchen eG zu verschmelzen, ohne die Identität der Volksbank Wachtberg aufzugeben.

Dies soll durch die Beibehaltung der bisherigen Ansprechpartner für Kunden und ausreichender Entscheidungskompetenzen vor Ort erreicht werden. Zudem werde der Name „Volksbank Wachtberg“ weitergeführt, nach der Verschmelzung aber als Zweigniederlassung der Volksbank Euskirchen eG. Die bisher gelebte Nähe zu Mitgliedern und Kunden solle unbedingt erhalten bleiben, da beide Institute dies als eine entscheidende Kernkompetenz erachten. Im Zuge der Fusion seien im Übrigen weder Geschäftsstellenschließungen noch betriebsbedingte Kündigungen bei den derzeit 28 Beschäftigten in Wachtberg geplant.

JOST

Aufsichtsratsvorsitzender Reinhold Seidel (links) und Vorstandsvorsitzende Josef Honnef (rechts) zeichneten bei der Generalversammlung der Volksbank Wachtberg eG zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Treue aus. Foto: -JOST-

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