Weltgebetstag in Oberwinter
Zukunftsplan Hoffnung
Ausstellung und Gottesdienst in der Ev. Kirche Oberwinter
Oberwinter. Mit sehr zwiespältigen Gefühlen gingen 25 Frauen in den Gottesdienst zum Weltgebetstag 2022. Einerseits Freude, dass er auch in diesem Jahr möglich wurde, und gemeinsames Feiern, Singen und Beten wieder stattfinden konnte; Ermutigung und Interesse und frohe Zusammenarbeit bei den Vorbereitungen mit dem Material aus England, Wales und Nordirland. Andererseits die Sorge um die sich rasch verändernde Welt, brüchige menschliche und politische Partnerschaften, das Bewusstsein um große Kinderarmut, Gewalt und die Zerbrechlichkeit menschlicher Pläne und Sicherheiten. Durch den beginnenden Ukrainekrieg seine Zerstörung, Tode und Flüchtlingsströme, wurde die Lesung nach Jeremia 29,1-14 auf schreckliche Weise zusätzlich „brandaktuell“, eine ganz existenzielle menschliche Grunderfahrung von Verlust, Angst und Heimatlosigkeit. Vom Erleben „Gottes Volkes“ berichtet die Bibel, uns Menschen weltweit derzeit auf besondere Weise nachfühlbar. Aber die Hoffnung auf eine Entwicklung zum Guten erhält uns lebensfähig, und das Vertrauen auf Gottes Beistand macht auch uns zu seinem Volk. Im Gottesdienst selbst wurde der Heilige Geist zunehmend spürbar und die TeilnehmerInnen gingen gestärkt und bleiben verbunden in ihrer jeweiligen persönlichen Lebenswelt.
Kirchendekoration mit Themen aus den vorbereitenden Ländern. Für jeden Kontinent leuchtete nach dem Gottesdienst eine von Heike Herrmann kunstvoll gestaltetete Kerze, als Zeichen unserer Verbundenheit ebenso wie die Teelichter für die Ukraine.
Außer den Stellwänden, veranschaulichte eine „Diashow“ die Schönheiten der Länder und Regionen, ihre Geschichte, unterschiedliche religiöse Entwicklungen, kulturelle Vielfalt und Traditionen - eben ganz unterschiedlichen Lebensbedingungen.
Christine von Essen an der Orgel, und ihre Schülerin mit Gesang, verwandelten das Grün der Inseln in sanfte Klänge, drückten musikalisch Lebensfreude und Gottvertrauen aus und unterstützen unseren gemeinsamen Gesang, der uns trotz Masken mit Freude erfüllte.
Weitere Fotos gibt es auch auf der Homepage von Oberwinter, z.B. vom Eine-Welt-Stand, der diesmal von Frau Greiner, und Ihrer Freundin aus Remagen betreut wurde und die Gruppe um den Stand im Freien mit den selbst gebackenen Scones, dem Tee und dem vegetarischen Nussrostbraten, von denen gleich probiert werden konnte oder die ebenso nach Hause mitgenommen werden konnten wie die liebevoll gestalteten und gepackten Picknicktüten. Mit der Spende von 237,40 Euro werden Projekte des WGT Komitees unterstützt, (z.B. „Mit neuen Fähigkeiten aus der Krise gehen“) nach der Devise informieren - beten - handeln und hoffen.
