Allgemeine Berichte | 15.02.2017

Gemeinde Wachtberg

Zum 100. Geburtstag von Josef Schmidt

Bürgermeisterin Renate Offergeld legte zum Gedenken an Josef Schmidt an dessen Grab ein Blumengesteck nieder

Wachtberg/Remagen. Am 3. Februar wäre Josef Schmidt, der erste Gemeindedirektor der 1969 gebildeten Gemeinde Wachtberg, 100 Jahre alt geworden. Josef Schmidt verstarb am 20. Mai 2011 und fand in Remagen seine letzte Ruhestätte. In Anwesenheit seiner Familie sowie zahlreicher ehemaliger und jetziger Vertreter der Kommunalpolitik, unter ihnen der stellvertretende Bürgermeister Paul Lägel, die beiden Altbürgermeister Hans-Jürgen Döring, Paul Giersberg und Ehrenbürgermeister Peter Schmitz, legte Bürgermeisterin Renate Offergeld zum Gedenken an Josef Schmidt an dessen Grab ein Blumengesteck nieder.

Josef Schmidt

Josef Schmidt hat den Wechsel aus der alten preußischen Organisationsform des ländlichen Amtes in ein modernes Gemeindegebilde miterlebt und mitgestaltet. Und dies als jederzeit integre Persönlichkeit, der Eitelkeiten fremd, ja zuwider waren, immer bescheiden und sachorientiert und voller Respekt gegenüber dem, was ihm anvertraut war. Das waren die äußerst sparsam eingesetzten Haushaltsmittel und vor allem die Menschen des Ländchens. Diese Eigenschaften trugen sicher mit dazu bei, dass sich in der heißen Phase der kommunalen Neuordnung der 60er Jahre die Gemeinden Adendorf, Arzdorf und Fritzdorf in die Obhut des entstehenden Wachtbergs begaben, als Gleiche unter Gleichen. Der junge Verwaltungsfachmann Josef Schmidt - der legendäre Ludwig Erhard gehörte zu seinen Ausbildern - trat 1952 in den Dienst des damaligen Amtes Villip in Berkum ein. 1969 wurde er Gemeindedirektor; das damals noch ehrenamtliche Bürgermeisteramt wurde von Josef Bedorf wahrgenommen. 1976 ging er in den Ruhestand … ohne Aufhebens, wie es seine Art war. Hinter diesen wenigen nüchternen Zahlen verbergen sich enorme Entwicklungen des Wachtberger Gemeinwesens. Mit dem Besuch an seinem Grab ging es aber vor allem darum, eine jederzeit seriöse Persönlichkeit zu ehren, die durch Rechtschaffenheit und Bescheidenheit bis heute nachwirkt und an die sich alle, die ihn erleben durften, gerne erinnern. 2007 wurde er im Sitzungssaal des in seiner Amtszeit errichteten Rathauses zu seinem 90. Geburtstag geehrt. 2009 hielt er als 92-Jähriger noch eine viel beachtete Rede zum 40-jährigen Bestehen der Gemeinde Wachtberg.

Pressemitteilung

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