BLICK aktuell im Gespräch mit Rudi Knorr, Geschäftsführer der Drehwerk 1719 Kulturbetriebs GmbH in Adendorf
„Zum jetzigen Zeitpunkt reicht die Unterstützung auf keinen Fall“
Adendorf. Für die Gastronomie sowie die Kunst- und Kulturbranche ist die derzeitige Situation enorm schwierig. Der erneute Teil-Lockdown trifft sie mit einer besonderen Wucht. BLICK aktuell interessiert sich für die reelle Situation der Betroffenen vor Ort und möchten die Leserinnen und Leser auf die jetzigen Herausforderungen aufmerksam machen. BLICK aktuell sprach mit Rudi Knorr, Geschäftsführer der Drehwerk 1719 Kulturbetriebs GmbH in Adendorf über die aktuelle Situation.
BLICK aktuell: Durch den „Lockdown light“ sind vor allem die Gastronomie, Hotels sowie die Kunst- und Kulturbranche betroffen, die nun erneut schließen mussten. Wie beurteilen Sie die Maßnahmen der Bundesregierung?
Rudi Knorr: Generell finde ich, dass Maßnahmen notwendig sind. Jedoch sollten nicht diejenigen darunter leiden, die ein vorbildliches Hygienekonzept eingehalten haben.
BLICK aktuell: Bereits durch den Lockdown ab März sind einige Betriebe in finanzielle Schieflage geraten. Der Bund hat finanzielle Hilfen zugesagt - reicht diese Unterstützung, um die Verluste aufzufangen?
Knorr: Zum jetzigen Zeitpunkt reicht die Unterstützung auf keinen Fall.
Sollte allerdings die Zahlung der Überbrückungshilfe II und der angekündigte Novemberausgleich in der 75-prozentigen Höhe des Vorjahresumsatzes erfolgen, wäre damit erst einmal der Druck der miserablen finanziellen Situation gelöst.
BLICK aktuell: Nach dem optimistisch stimmenden Sommer brachten die steigenden Infektionszahlen und die damit verbundenen Maßnahmen einen Dämpfer. Wie ist die Stimmung im Betrieb in Hinblick auf die Zukunft?
Knorr: Miserabel! Alle unsere Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Die angestrebten unternehmerischen Ziele wurden mit dem Lockdown-Light erneut ad absurdum gestellt und es droht, dass der Lockdown über den November hinaus bestehen bleibt.
BLICK aktuell: Gibt es besondere Angebote, mit denen Sie zukünftig den Umsatz wieder in Schwung bringen möchten?
Knorr: Die hatten wir bereits vor dem Lockdown-Light gehabt. Diese wurden auch zum Teil angenommen. Aber generell sind die Möglichkeiten dazu beschränkt, da manche Angebote mit zusätzlichen Kosten verbunden wären, was betriebswirtschaftlich keinen Sinn machen würde.
- DS -
Das Bistro im Drehwerk ist verwaist. Foto: Drehwerk 1719 Kulturbetriebs GmbH
RegioMAGAZIN
Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.
- 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
- Neue Ausgabe jeden Tag
- Für unterwegs gemacht
Früher Morgen in Flammen
Brand im Herzen von St. Goar
St. Goar. Am Morgen des 2. November 2026, gegen 4:00 Uhr, ereignete sich in der Straße „Kirchplatz“ im Ortskern von St. Goar ein Gebäudebrand. Die Ursache des Feuers ist bislang noch ungeklärt. Glücklicherweise gelang es allen Bewohnern, das Haus eigenständig zu verlassen. Sie wurden mit leichten Verletzungen, insbesondere Rauchgasintoxikationen, von den vor Ort befindlichen Rettungskräften behandelt.
Weiterlesen
Feuerwehreinsatz am frühen Morgen
Feuerwehr und Rettungsdienst wegen Gebäudebrandes in Wehr im Einsatz
Wehr. Am Morgen des 02.11.2026 kam es in der Hauptstraße in Wehr zu einem Gebäudebrand. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei wurden daraufhin alarmiert und rückten zum Einsatzort aus.
Weiterlesen
AWO Adventsbasar Mayen
Adventsbasar im Seniorenzentrum Mayen mit vielfältigen Angeboten
Mayen. Der AWO Ortsverein veranstaltet am Sonntag, 22. November, 12.30 bis 17 Uhr, einen Adventsbasar im Foyer des Seniorenzentrums „Sterngarten“, Pfarrer-Winand-Straße.
Weiterlesen