Allgemeine Berichte | 17.11.2020, 10:03 Uhr

BLICK aktuell im Gespräch mit Rudi Knorr, Geschäftsführer der Drehwerk 1719 Kulturbetriebs GmbH in Adendorf

„Zum jetzigen Zeitpunkt reicht die Unterstützung auf keinen Fall“

Das Bistro im Drehwerk ist verwaist.Foto: Drehwerk 1719 Kulturbetriebs GmbH
81

Adendorf. Für die Gastronomie sowie die Kunst- und Kulturbranche ist die derzeitige Situation enorm schwierig. Der erneute Teil-Lockdown trifft sie mit einer besonderen Wucht. BLICK aktuell interessiert sich für die reelle Situation der Betroffenen vor Ort und möchten die Leserinnen und Leser auf die jetzigen Herausforderungen aufmerksam machen. BLICK aktuell sprach mit Rudi Knorr, Geschäftsführer der Drehwerk 1719 Kulturbetriebs GmbH in Adendorf über die aktuelle Situation.

BLICK aktuell: Durch den „Lockdown light“ sind vor allem die Gastronomie, Hotels sowie die Kunst- und Kulturbranche betroffen, die nun erneut schließen mussten. Wie beurteilen Sie die Maßnahmen der Bundesregierung?

Rudi Knorr: Generell finde ich, dass Maßnahmen notwendig sind. Jedoch sollten nicht diejenigen darunter leiden, die ein vorbildliches Hygienekonzept eingehalten haben.

BLICK aktuell: Bereits durch den Lockdown ab März sind einige Betriebe in finanzielle Schieflage geraten. Der Bund hat finanzielle Hilfen zugesagt - reicht diese Unterstützung, um die Verluste aufzufangen?

Knorr: Zum jetzigen Zeitpunkt reicht die Unterstützung auf keinen Fall.

Sollte allerdings die Zahlung der Überbrückungshilfe II und der angekündigte Novemberausgleich in der 75-prozentigen Höhe des Vorjahresumsatzes erfolgen, wäre damit erst einmal der Druck der miserablen finanziellen Situation gelöst.

BLICK aktuell: Nach dem optimistisch stimmenden Sommer brachten die steigenden Infektionszahlen und die damit verbundenen Maßnahmen einen Dämpfer. Wie ist die Stimmung im Betrieb in Hinblick auf die Zukunft?

Knorr: Miserabel! Alle unsere Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Die angestrebten unternehmerischen Ziele wurden mit dem Lockdown-Light erneut ad absurdum gestellt und es droht, dass der Lockdown über den November hinaus bestehen bleibt.

BLICK aktuell: Gibt es besondere Angebote, mit denen Sie zukünftig den Umsatz wieder in Schwung bringen möchten?

Knorr: Die hatten wir bereits vor dem Lockdown-Light gehabt. Diese wurden auch zum Teil angenommen. Aber generell sind die Möglichkeiten dazu beschränkt, da manche Angebote mit zusätzlichen Kosten verbunden wären, was betriebswirtschaftlich keinen Sinn machen würde.

- DS -

Das Bistro im Drehwerk ist verwaist. Foto: Drehwerk 1719 Kulturbetriebs GmbH

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Geliebt und unvergessen!
596

Region. Ein Kind zu verlieren ist für Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde ein einschneidendes Erlebnis, welches das ganze Leben verändert. Am 2. Sonntag im Dezember, dem 13. Dezember 2026, gedenken die Menschen weltweit der verstorbenen Kinder. Seit 1996 tun dies verwaiste Eltern und Geschwister zusammen mit ihren Angehörigen, indem sie um 19.00 Uhr brennende Kerzen in die Fenster stellen....

Weiterlesen

Die Übung der beiden Teileinheiten Nord und Süd des Warnzuges stärken den Bevölkerungsschutz im Westerwaldkreis.
42

Der Westerwaldkreis hat in Zusammenarbeit mit seinen zehn Verbandsgemeinden einen Warnzug ins Leben gerufen, um im Gefahrenfall eine schnelle und zuverlässige Warnung der Bevölkerung zu gewährleisten. Unter der Leitung von Zugführerin Lisanne Wüst und Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Tobias Haubrich fand in Selters die erste Übung des Warnzuges statt. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag Imageanzeige
Stellenanzeige Technische Betriebsleitung
Proklamation Kinderprinzenpaar
Innovatives aus Andernach
Haus- und Gartenparadies
Imageanzeige Spezialisten für Ihr Lächeln
Weitere Artikel
Symbolbild
870

Früher Morgen in Flammen

Brand im Herzen von St. Goar

St. Goar. Am Morgen des 2. November 2026, gegen 4:00 Uhr, ereignete sich in der Straße „Kirchplatz“ im Ortskern von St. Goar ein Gebäudebrand. Die Ursache des Feuers ist bislang noch ungeklärt. Glücklicherweise gelang es allen Bewohnern, das Haus eigenständig zu verlassen. Sie wurden mit leichten Verletzungen, insbesondere Rauchgasintoxikationen, von den vor Ort befindlichen Rettungskräften behandelt.

Weiterlesen