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Bäckereien in Oberwinter, Bandorf und Rolandseck

Zur Geschichte des Bäckerhandwerks in Oberwinter erscheint die 7. Ausgabe

Ausstellung zum Buch „Oberwinterer Geschichte(n)“ am 15. Juni um 19 Uhr im Alten Rathaus Oberwinter -

29.05.2018 - 12:27

Oberwinter. Noch vor 50 Jahren gab es in Oberwinter sechs Bäckereien. Es waren ausschließlich Familienbetriebe, die ihre Produkte vor Ort herstellten und vermarkteten. Einige der Geschäfte wurden über Generationen vom Vater an den Sohn weiter gegeben. Vor diesem Hintergrund und der heute üblichen industrialisierten Backwarenproduktion entstand der Gedanke, die Geschichte zur Herstellung des täglichen Brotes zu erforschen. Ein Todesfall in der Familie Etscheid, die neben anderen Familien über Generationen in und für Oberwinter gebacken hat, brachte den Stein mit einer etwas unkonventionellen Maßnahme ins Rollen. Statt Kranz und Blumen wurde um Spenden für den Rathausverein gebeten: zur Erstellung einer Schrift über Bäckereien in Oberwinter.

Heinz Wilms und Heribert Etscheid nahmen diese Aufgabe in Angriff und kamen schnell zu überraschenden Ergebnissen. Die Zeiten, in denen die wenigsten Haushalte über einen Backofen verfügten, waren noch gar nicht so lange her. In Privathaushalten gab es ausreichende elektrische Anschlussmöglichkeiten erst in der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders nach dem Krieg. Davor war es durchaus noch üblich im Dorfbackes, dem mit Reisigbündeln vorgeheizten, gemauerten Backofen sein Brot zu backen. Dem einen oder anderen reichte das nicht und er baute sich seinen eigenen Backofen, der dann von der Nachbarschaft gegen Entgelt mit genutzt wurde. Der Kauf von Backwaren in einer Bäckerei erforderte damals schon einen gewissen finanziellen Spielraum. So wird nachvollziehbar, dass Heinz Wilms und Heribert Etscheid in Oberwinter, Bandorf, Rolandseck und Rolandswerth die stattliche Zahl von 27 Backöfen, Lohnbäckereien , Bäckereien und Konditoreien über die letzten 150 Jahre nachweisen konnten, die natürlich nicht alle gleichzeitig existierten.


Siebte Ausgabe der „Oberwinterer Geschichten“


Zur Geschichte des Bäckerhandwerks in Oberwinter erscheint die siebte Ausgabe der Oberwinterer Geschichte(n). Heinz Wilms hat darin federführend den Teil der Geschichte bearbeitet. Heribert Etscheid beschreibt in 24 Geschichten viele interessante Anekdoten und Ereignisse, die er zum Teil in jungen Jahren, in denen er in der Bäckerei seines Vaters ausgeholfen hat, selbst erlebt hat.

Die umfangreiche, zum Teil amüsante und humorvolle Darstellung wird illustriert mit weit über 100 Fotos, Dokumenten und Bildern von Personen, Häusern, Geräten und Fahrzeugen. Diese Arbeit kann man als wichtigen Beitrag zur Kultur-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Rheinlandes, nicht nur von Oberwinter sehen. Die Ausstellung zum Buch wird eröffnet am Freitag, 15. Juni, um 19 Uhr im alten Rathaus von Oberwinter, Hauptstraße 99. Dann kann selbstverständlich auch das Buch käuflich erworben werden. Die weiteren Öffnungszeiten werden separat bekannt gegeben. AB

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Kommentare

Frühlingsfest

Am Samstag, 18. Mai

Helmut:
Das Fest war bestimmt ein tolles Erlebnis für jung und alt.
Uwe Klasen:
Zitat: „Die teure, symbolträchtige Energiepolitik gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland“ ----- Da hat Herr Tack vollkommen Recht! Konsequent wäre es, wenn denn CO² wirklich zu einer Erwärmung des Weltklimas führen würde, auf eine CO² freie Stromerzeugung aus Kernkraft zu setzen! Und während in Deutschland die Politdarsteller und NGO's hyperventilieren und die angebliche Klimakatastrophe beschwören, ja herbei beten (!), schafft China Tatsachen und plant / baut Weltweit 300 Kohlekraftwerke! Deutschland und dadurch auch die EU werden dadurch, Global gesehen, abgehängt und rangieren unter „ferner liefen“!
Stefanie Stavenhagen:
Die CDU zeigt sich irritiert, dass die SPD das Thema Straßenausbau zum Stausee mittels Unterschriftenaktion noch mal auf die Tagesordnung holt. Der Vorstoß wird mit Verweis auf die finanzielle Problematik der Projektrealisierung als reines Wahlkampfmanöver abgetan. Gleichzeitig wird auch die jahrelange Untätigkeit kritisiert. Interessant ist allerdings, dass die CDU Oberbieber Herrn Löhmar (FWG) als Ortsvorsteherkandidaten unterstützt, der Monate nach der Initiative der Oberbieberer SPD ebenfalls für die gleiche Sache Unterschriften sammelt. Hierzu gab es von CDU-Seite keinerlei Anmerkungen. Vielleicht gab es auch temporäre Gedächtnisverluste, denn 2009 wurde der Straßenausbau in den Investitionsstock des Landes Rheinland-Pfalz aufgenommen. 2011 gab es eine Stellungnahme der Verwaltung zur Aufnahme in die Prioritätenliste. 2018 wurden Gelder für den Investitionshaushalt beantragt. Da hat die Beschäftigung mit dem Thema vielleicht doch nicht die ausreichende Intensität gehabt?!
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