Allgemeine Berichte | 13.09.2017, 15:22 Uhr

Villiper Feuerwehrhaus wird aufgestockt

Zusätzlicher Raum im Holzkubus

So soll das Ganze dann aussehen. raum für architektur
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Wachberg-Villip. Im jüngst erstellten Feuerwehrbedarfsplan steht’s schwarz auf weiß: Das Feuerwehrhaus in Villip ist zu klein und genügt nicht mehr den heutigen Anforderungen. Es fehlen unter anderem Umkleide- und Schulungsräume, sodass das Gebäude nun erweitert werden muss.

Nachhaltige Bauweise

Mit der Objekt-Planung hat die Gemeinde Wachtberg das in Villip ansässige Büro „raum für architektur“ des Architekten Kay Künzel beauftragt, dessen Arbeiten insbesondere Aspekte ökologischen Bauens sowie der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz berücksichtigen. Für das Villiper Feuerwehrgebäude ist, da ein Anbau im sehr kleinen Garten nicht die erforderlichen neuen Flächen gebracht hätte, das Aufsetzen eines neuen Gebäudeteils auf den Bestand vorgesehen. Möglich, weil besonders leicht, wird dies durch einen Aufbau in Holzbauweise. Die neuen Räume präsentieren sich in einem auf sechs Stützen stehenden und rund drei Meter frei über dem unteren Baukörper hinausragenden Kubus. Als zentrales statisches Element spannt sich ein 20 Meter langer und 1,50 Meter hoher Holzbalken aus Brettschichtholz über den gesamten Bestandsbau. Die Holzbauweise ist ökologisch und nachhaltig, es werden ausschließlich regionale Hölzer verwendet und im Innenbereich weitgehend sichtbar belassen. Auch bei der Dämmung wird auf ökologische Nachhaltigkeit geachtet. Anstelle von erdölbasiertem Styropor kommt nicht brennbare Zellulose aus recycelter, zerschredderter Zeitung zum Einsatz. Für die Fassade wird regionales Holz aus einem benachbarten Sägewerk verwendet, das, bereits vorvergraut, zudem eine langfristig wartungsarme Optik garantiert. Spannend wird’s am 18. September, denn dann soll die Montage des vorgefertigten Holzbaus beginnen… und schon nach wenigen Tagen abgeschlossen sein.

Mehr Platz im Holzkubus

Durch die neu gewonnenen Räumlichkeiten kann im Obergeschoss ein Schulungsraum eingerichtet werden, auch eine Teeküche und weitere Sanitärbereiche sind vorgesehen. In den Bestandsräumen wird sich die Umkleidesituation verbessern. Bisher lagerten die Feuerwehrleute ihre Schutzkleidung in der Fahrzeughalle, wo sie sich im Einsatzfall auch umzogen. Dank der Erweiterung können im bisher als Mannschaftsraum genutzten hinteren Gebäudeteil die erforderlichen Umkleidekabinen entstehen. Auch die Jugendfeuerwehr bekommt mit einem eigenen Raum für Material und Kleidung mehr Platz.

Hand in Hand

Ausschließlich lokale Handwerksbetriebe sind bei der Vergabe der ausgeschriebenen Bauleistungen zum Zuge gekommen. „Damit wird die lokale Wirtschaft gestärkt und die Wertschöpfung bleibt in der Region“, freut sich Bürgermeisterin Renate Offergeld. Die Freiwillige Feuerwehr selbst packt tatkräftig mit an, sie wird die Fassadenhölzer anschrauben und mit Vorvergrauungslasur auf Silikatbasis streichen. Den alten Kamin, der nicht mehr gebraucht wird, hat sie bereits abgerissen. Bemerkenswert ist, so Offergeld weiter, dass sich alle beteiligten Unternehmen sowie die Villiper Feuerwehrleute sehr persönlich mit dem Projekt „Umbau der Feuerwehr“ identifizieren und „stolz darauf sind, mit dabei zu sein“.

Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

So soll das Ganze dann aussehen. Foto: raum für architektur

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