Allgemeine Berichte | 19.01.2023

Innungsversammlung der Dachdeckerinnung des Kreises Neuwied

Zuversicht trotz Krisen

Obermeister Ralf Winn (4. v. l.) freute sich über rege Teilnahme. Als Gäste waren die Vertreter der Wirtschaftsförderugsgesellschaften der Stadt und des Kreises dabei: Alexandra Rünz und Harald Schmillen (rechts).  Foto: privat

Neuwied-Niederbieber. Die Dachdeckerinnung der Region kann sich in den letzten Monaten nicht über Auftragsmangel beklagen – der starke Hagel im vorigen Frühjahr hat in der Branche für volle Auftragsbücher gesorgt. Dennoch gab es um Auftakt der Innungsversammlung von Obermeister Ralf Winn zurückhaltende Worte: Noch immer konnten nicht alle Schäden in der Region behoben werden, da die Betriebe – wie schon vor diesem dramatischen Ereignis – mit Rohstoffmangel und massiv gestiegenen Materialpreisen sowie dem Mangel an Fachkräften zu kämpfen haben.

In der nächsten Zeit rechnet Winn mit einem Auftragsrückgang: „Unsere Kunden sind vorsichtiger geworden, und warten in vielen Fällen ab, ob sie für Bau- oder Sanierungsvorhaben Unterstützung durch die Politik erhalten“, erklärte er in seinem Begrüßungswort.

Knapp 30 Mitglieder waren zu der Versammlung in der Tagungsvilla auf dem Weißen Berg in Niederbieber gekommen. Nach dem positiven Bericht von Lehrlingswart Dirk Baier – zehn erfolgreiche Gesellenprüfungen sind im vergangenen Jahr abgelegt worden – kam Yunus Prangenberg-Tanriverdi als Technikbeauftragter zu Wort. Beim Punkt „Aktuelles aus dem Dachdeckerhandwerk berichteten Landesinnungsmeister Johannes Lauer und Geschäftsführer Andreas Unger von Terminen bei Institutionen der Landesregierung und von Kooperationen mit anderen Innungen und Institutionen. Unter anderem ging es hier um die Zusammenarbeit mit einem innovativen Unternehmen aus der Recyclingbranche.

Um bei jungen Menschen Interesse für eine Ausbildung im Dachdeckerhandwerk zu wecken, hat der Verband seit einiger Zeit die Aktion „Zukunft Dachdecker“ gestartet. Zwei beteiligte Junge Gesellen und eine Gesellin berichteten von ihrem Engagement bei verschiedenen Ausbildungsmessen und Veranstaltungen, bei denen sie einen direkten Einblick in ihren Beruf geben. Das kommt bei den Schülern offenbar sehr gut an. Als Gäste berichteten dann noch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises – vertreten durch Harald Schmillen – und die der Stadt, für die Neueinsteigerin Alexandra Rünz sich vorstellte, von ihren Angeboten und Kooperationsmöglichkeiten, die nicht nur für Dachdeckerbetriebe interessant sind.

Obwohl Obermeister Winn befürchtet, dass den aktuellen Krisen noch weitere folgen werden, blickt er mit Zuversicht nach vorne: „Wir haben schon viele Krisen überlebt, und ich bin überzeugt davon, dass wir auch einen Weg durch die aktuellen Schwierigkeiten finden werden. Wir müssen jetzt erst recht dafür sorgen, das Handwerk und die Bedingungen, die es zum Erfolg führen, zukunftsfähig zu gestalten.“ Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen gab es in der stilvollen Villa reichlich Gelegenheit zu informellem Austausch zwischen den Unternehmern aus dem gesamten Kreisgebiet.

Pressemitteilung

der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald

Obermeister Ralf Winn (4. v. l.) freute sich über rege Teilnahme. Als Gäste waren die Vertreter der Wirtschaftsförderugsgesellschaften der Stadt und des Kreises dabei: Alexandra Rünz und Harald Schmillen (rechts). Foto: privat

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