Klaviermusik „Piano International eV“
Zwei Konzerte in Unkel
Unkel. Die Gesellschaft für internationale Verständigung durch Klaviermusik „Piano International eV“ freut sich, am kommenden Wochenende zwei Konzerte im Konzertsaal der Verbandsgemeinde Unkel (Linzer Str. 4) zu präsentieren. Am Sa. 20. Juli um 19 Uhr spielt der Pianist und Komponist Martin Münch ein Konzert unter dem Motto „Walzerträume-Tangofieber“. Eine musikalische Matinee am darauffolgenden Sonntag 21. Juli um 11 Uhr ist dem aktuell so wichtigen Thema „Por la paz - für den Frieden“ gewidmet.
Der in Frankfurt geborene und am Rio de la Plata lebende Künstler interpretiert am ersten Konzert samstags Abend Walzer von Chopin, Tschaikowsky, Strauss, Ravel und sich selbst, sowie Tangos von Albéniz, Piazzolla und aus eigener Feder. Das Konzert „Vom Walzertraum zum Tangofieber“ widmet sich den beiden wichtigsten Tanzformen der Jahrhundertwende um 1900. Dabei macht es erlebbar, dass beide Genres nicht nur Stücke zum Tanzen hervorbrachten, sondern diese im Salon oder im Konzertsaal verfeinerten, sublimierten und künstlerisch veredelten. Mit seinen eigenen Werken präsentiert der Künstler darüber hinaus ganz persönliche Aktualisierungen des Walzers und des Tangos, die an den Innovationen von Ravel und Piazzolla anknüpfen und Türen zu sinnlich-neuen Klangräumen aufstoßen.
Die Gesellschaft Piano International eV, die auch das Neckar-Musikfestival veranstaltet, freut sich, tags darauf am Sonntag 21. Juli um 11 Uhr im Konzertsaal der VG Unkel das zweite Konzert unter dem Motto „Por la paz - für den Frieden“ vorzustellen. Dieses besondere musikalische Ereignis nimmt das Publikum mit auf eine abwechslungsreiche Reise durch verschiedene Kulturen und Zeitepochen. Aufgeführt werden Werke von renommierten Komponisten wie Pjotr Tschaikowsky und Alexander Glasunow aus Russland sowie Mykola Lysenko und Viktor Kosenko aus der Ukraine. Diese Kompositionen spiegeln die reiche kulturelle Vielfalt und das gemeinsame Erbe zweier Nationen wider, die derzeit in einem schmerzhaften Konflikt miteinander stehen.
Ein besonderer Schwerpunkt des Abends liegt auf den Stücken von Maurice Ravel, dessen musikalische Entwicklung von anfänglicher Kriegsbegeisterung über Werke wie „Le tombeau de Couperin“ bis hin zu „La Valse“ seine Wandlung zu einem überzeugten Gegner des Krieges dokumentiert. Ravels Musik illustriert eindrucksvoll, wie persönliche Erlebnisse und Reflexionen zu einer tiefen Ablehnung von Gewalt und Zerstörung führen können.
Das Konzertprogramm wird ergänzt durch Werke von Manuel de Falla, einem bedeutenden spanischen Komponisten des musikalischen Impressionismus, der sich entschieden gegen die Diktatur stellte und als Gegner von Krieg und Gewalt ins Exil ging. Seine Musik verkörpert in seinen Opern, Balletten und Oratorien eine kraftvolle Botschaft der Menschlichkeit.
Darüber hinaus wird der Abend durch mehrere meditative und emotionale Eigenkompositionen des Pianisten bereichert. Diese Stücke laden zur inneren Einkehr ein und verdeutlichen die verbindende Kraft der Musik.
