KGO begeht ihr 100-jähriges Jubiläum
Zwei Tage jecker Ausnahmezustand
Oberdrees. Keine Frage: sie sind ein überaus feierfreudiges Völkchen in Oberdrees. Als Beleg hierfür kann unter anderem die Tatsache gelten, dass der 1.500-Einwohner-Ort im Jahresverlauf um die 30 Veranstaltungen aufbietet, die allesamt bestens frequentiert werden. Wenn dann, wie am vergangenen Wochenende, mit der Karnevalsgesellschaft Oberdrees von 1926 e.V. (KGO) einer DER Traditionsvereine des Dorfes, ja der Region, sein 100-jähriges Bestehen feiert, ist ganz Oberdrees auf den Beinen – und das gleich zwei Tage lang. Dabei verwandelte sich nicht nur die Festhalle Castenholz, sondern auch das Dorf selbst sozusagen mitten im Sommer in einen jecken Hotspot. Schon vor über einem Jahr hatte man bei der KGO mit den Festplanungen begonnen und wurde nun für dieses intensive Engagement belohnt. Den samstäglichen Festakt eröffnete KGO-Präsident Walter Schneider vor rappelvollem Haus und auch die lokale Politik ließ sich dieses besondere Jubiläum nicht entgehen – so gratulierte unter anderem Rheinbachs Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel ebenso persönlich, wie Ortsvorsteher Peter Eich. Das anschließende Bühnenprogramm ließ keine Wünsche offen: Solomariechen Anna Schweinheim sowie die blauen Funken boten Tanzkunst der Extraklasse, Walter Schneider und der 2. Vorsitzende Peter Mahlberg ließen die Historie der KGO Revue passieren, bevor „Schmitz Marie“ und die kölsche Kultband „Domstürmer“ den Saal zur vollständigen Eskalation brachten.
Jecker Jubiläums-Zochzog durch den Ort
Nicht minder bunt-jeck ging es am Festsonntag zur Sache, der schon morgens um halb zehn mit einem echten Highlight begann: der „Mess op Platt“ mit dem Oberdreeser Urgestein Pfarrer Uli Olzem. Da waren sich alle einig: „Datt wor jett für Hätz un Siel!“ Dank der Formation „Herzschlag“ musste auch beim Frühschoppen nicht auf Live-Musik verzichtet werden. Und wenn eingangs dieses Beitrages davon die Rede ist, dass sich der närrische Hotspot über den ganzen Ort ausdehnte, dann ist das nicht nur so dahergeredet. Denn als nachmittags der große Jubiläums-Zoch inklusive etlicher Festwagen, zahlreicher amtierender und ehemaliger Majestäten und natürlich jeder Menge Musik durch die Straßen zog, kam waschechtes Rosenmontagsfeeling auf. Danach ging es mit jeder Menge Klaaf, Verzäll, Traatsch und noch mehr Stimmung in der Festhalle weiter, wobei „Schlager-Gotti“ Gottfried Kalenberg, Solomariechen Nele Knott und die kleinen Funkengruppen die Bühne rockten. „Zwei Tage eine brechend volle Halle, eine super Stimmung – unser Jubiläum war einfach ein voller Erfolg“, freute sich Walter Schneider über einen restlos gelungenen, 100. KGO-Geburtstag.
Die „Domstürmer“ rockten den Saal. Foto: KG Oberdrees
Die Festhalle Castenholz war zwei Tage lang rappelvoll. Foto: DU
Zum jecken Kaffeeklatsch durfte hausgebackener Kuchen nicht fehlen. Foto: DU