SGD Nord stellt Bewirtschaftungsplanung für Vogelschutzgebiete vor
Zwischen Wittlich und Cochem finden seltene Arten Lebensraum
Wittlich/Cochem. Aktuell informierte die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich über die Natura 2000 Bewirtschaftungsplanung für die Vogelschutzgebiete „Wälder zwischen Wittlich und Cochem“ und „Saargau Bilzingen/Fisch“. Als Obere Naturschutzbehörde stellt die SGD Nord Bewirtschaftungspläne für Natura-2000-Gebiete auf und legt Maßnahmen zum Schutz gefährdeter heimischer Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräume fest. Rund 45 Vertreter der betroffenen Landkreise, Städte, Verbands- und Ortsgemeinden, von Verbänden, Universitäten, Forst und Landwirtschaft sowie Biotopbetreuer nahmen an der Veranstaltung teil.
„Die beiden Vogelschutzgebiete weisen wertvolle Lebensräume für zahlreiche gefährdete Vogelarten auf. Dies hat zur Ausweisung als Vogelschutzgebiet im Rahmen des europäischen Schutzgebietsnetzes ‚Natura 2000‘ geführt. Die von der SGD Nord erarbeiteten Bewirtschaftungspläne tragen entscheidend dazu bei, Nutzungsansprüche sowie den Erhalt und die Entwicklung der Natura-2000-Gebiete in Einklang zu bringen“, so SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann.
Zu Beginn der durch den Referatsleiter der Oberen Naturschutzbehörde bei der SGD Nord, Dr. Roland Pietsch, moderierten Veranstaltung, begrüßte Gregor Eibes, Landrat des Kreises Bernkastel-Wittlich, die neue Vizepräsidentin der SGD Nord, Nicole Morsblech, sowie die übrigen Teilnehmer der Veranstaltung in den Räumen der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich.
Anschließend vermittelten Mitarbeiter der SGD Nord einen Überblick über das Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 und die Bewirtschaftungsplanung. Die in den Vogelschutzgebieten vorkommenden Vogelarten und deren Lebensraumansprüche sowie erforderliche Maßnahmen zu ihrem Erhalt und Schutz wurden an Beispielen vorgestellt.
Die ausgedehnten und relativ ungestörten Wälder zwischen Wittlich und Cochem bieten insbesondere Waldvogelarten wie Schwarzstorch, Haselhuhn sowie verschiedenen Spechtarten ein geeignetes Habitat. In den Randbereichen des Gebiets bis hin zu den Weinbergen der Mosel findet die Zippammer ihren bevorzugten Lebensraum. Die exponierte, vorwiegend ackerbaulich genutzte Hochfläche im Saargau ist ein bedeutender Rastplatz des Mornellregen- und des Goldregenpfeifers.
In der Aussprache wurde deutlich gemacht, dass es sich bei den Bewirtschaftungsplänen um eine Fachplanung handelt, die zunächst keine Verpflichtungen für die einzelnen Flächeneigentümer und -bewirtschafter zur Folge hat. Des Weiteren wurden verschiedene Möglichkeiten der Umsetzung der in den Plänen vorgeschlagenen Maßnahmen thematisiert und Vorschläge zur Berücksichtigung weiterer wertvoller Lebensräume in den Bewirtschaftungsplänen vorgebracht. Pressemitteilung
der SGD Nord
