Allgemeine Berichte | 10.09.2019

Katholische Frauengemeinschaft Waldorf auf Reisen

in der Römer-, Dom- und Siegfriedstadt Xanten unterwegs

Die Frauengemeinschaft hatte eine Menge zu sehen in Xanten. Foto: privat

Waldorf. Die Katholische Frauengemeinschaft St. Remaclus Waldorf veranstaltete ihren Jahresausflug. 46 Frauen mit einer männlichen Verstärkung starteten gut gelaunt, bei strahlendem Sonnenschein, per Bus nach Xanten. Eine Stadtrundfahrt mit dem „Nibelungen-Express“ führte zunächst durch schöne, enge Gässchen des mittelalterlichen Stadtkerns. Das „Arme Mädel Haus“ und viele weitere Sehenswürdigkeiten wurden erklärt. Es gab viele Informationen und Geschichten über das Mittel-, Klever- und weitere Tore. Weiter ging es entlang der Rundtürme des Nord- und Westwalls, die heute zum Teil als Ferienwohnungen genutzt werden, am Romanischen Turm, Meer Turm, Schweine Turm und am Südwall vorbei. Wichtig waren für die damalige Wasserversorgung die Brunnen in der Stadt, wie zum Beispiel der Norbert-Brunnen, die Markt- und Buttermarktpumpen, die von Nachbarschaften getragen wurden. Auf dem Weg zum Hafen waren das LVR-Römermuseum/Großen Thermen und der LVR-Archäologische Park – APX, das Freilichtmuseum der Römerstadt, zu sehen. Im heutigen Xanten gründeten die Römer 15 v. Chr. das Legionslager Vetera Castra. Am Hafen waren idyllisch gelegen die „Xantener Nord- und Südsee“ zu bestaunen. Auf dem Rückweg beeindruckten die Kriemhildmühle, das Klever Tor, im schönen Kurgarten der Rosengarten, das Gradierwerk, das Kneippbad und die Spielplatz-Anlage. Zurück im Stadtkern waren die Alte Kornbrennerei, die ehemalige Bischofsburg, die evangelische Kirche, die Michaelskapelle, der Rokokogiebel und der Dom St. Viktor, zu bewundern. Am Ende der Stadtrundfahrt traf man sich zu einem Gruppenfoto am St. Viktor-Dom. Dieser ist ein Baukunstwerk von europäischem Rang. Er ist über 750 Jahre alt und der größte Dom zwischen Köln und dem Meer. Seine Ursprünge gehen zurück auf die Legende des Heiligen Viktor. Danach wurde dieser mit anderen römischen Soldaten wegen seines christlichen Glaubens getötet und im Bereich des heutigen Doms bestattet. Bis heute ist der Dom St. Viktor ein Zentrum des Glaubens und der Kultur. Die gemeinsame Besichtigung der romanisch-gotischen Kirche mit ihren reichen Kunstschätzen war ein weiterer Höhepunkt für die Frauengemeinschaft. Nach einer Stärkung im Restaurant Hövelmann konnte der Nachmittag individuell gestaltet werden. Ein Kunst-Handwerker-Markt, historische Gebäude, der schöne Kurpark in der Wallgrabenzone und auch die Kriemhildmühle luden zum Besichtigen, viele attraktive Fachgeschäfte, Cafés und Eisdielen zum Bummeln und Verweilen ein. Interessierte konnten sich um 15 Uhr einer Stadtführung anschließen, wobei vertiefte Informationen über die Geschichte Xantens und vieler historischer Gebäude vermittelt wurden. Mit einigen Anekdoten, auch über Napoleon, der sich auf der Säule hinter dem Dom verewigt hat, war die Stadtführung aufgelockert, aber spannend. Im 2. Weltkrieg wurde 1945 kurz vor Kriegsende die Stadt einschließlich des Doms erheb-lich zerstört. Unter Prof. Bader wurde auch die Innenstadt wieder aufgebaut. Xanten ist nicht nur eine alte Römerstadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten, sondern wurde 2014 zum ersten staatlich anerkannten Luftkurort im Regierungsbezirk Düsseldorf in NRW. Zufrieden und beeindruckt über einen interessanten und abwechslungsreichen Tag erfolgte am späten Nachmittag die Rückfahrt nach Waldorf.

Die Frauengemeinschaft hatte eine Menge zu sehen in Xanten. Foto: privat

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