Kloster Maria Engelport
100 Jahre Lourdesgrotte mit Andacht und Prozession gefeiert
Ein wahrer Ort des Gebets und des Friedens
Treis-Karden. Die Anbetungsschwestern des Königlichen Herzens Jesu hatten am vergangenen Sonntag einen besonderen Geburtstag zu feiern: Seit exakt 100 Jahren gibt es die Lourdesgrotte am Kloster. Hunderte von Gläubigen, darunter der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters, hohe Würdenträger des Instituts Christus König und Hohepriester, Landrat Manfred Schnur und Ortsbürgermeister der umliegenden Gemeinden feierten mit der jungen Klostergemeinschaft dieses Jubiläum. In einer Sakramentsandacht, der vormittags ein Choralhochamt vorangegangen war, trafen sich die Christen in der Wallfahrtskirche. Zu Ehren der Gottesmutter Maria sang das Vokalensemble Gregoriana unter der Leitung von Chordirektor Sven Scheueren. Weihbischof Peters erinnerte in seiner Predigt an den Ursprung der Lourdesgrotte, die im Ersten Weltkrieg als eine „in Stein gehauene Erinnerung an die Gottesmutter und den Frieden“ diente. Er versteht diesen Ort der Stille und des Gebetes in Engelport als ein Zeichen des gelebten Glaubens, der das „Magnifikat lebendig werden lässt“. Der hohe Würdenträger aus Trier nahm die Erlebnisse und Erfahrungen einer Ordensschwester mit in seine Betrachtungen auf und transferierte sie auf die Anbetungsschwestern, die ähnlich „frohlockend und singend“ wie Schwester Hedwig den Dienst im Koster tun sollen.
Als äußeres Zeichen und Geschenk brachte Jörg Michael Peters einen original Felsbrocken aus Lourdes mit, den er dem Kanonikus des Klosters Maria Engelport überreichte.
Eine Lichterprozession führte anschließend unter den Hornklängen der Jagdhornmusikfreunde „Wilde Endert“ zur nahegelegenen Lourdesgrotte. Hier sang und betete die Christengemeinschaft, ehe Weihbischof die Gläubigen segnete, das Te deum gesungen wurde und mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ die kirchliche Feier abschloss. Dr. Norbert Pies informierte anschließend als Historiker über die Entstehung der Lourdesgrotte und die Geschichte des Klosters. Im Wendelinushof endete die Jubiläumsfeier bei Sekt und Canapees, wobei viele Besucher die Gelegenheit nutzten, um ins Gespräch mit den Ordensleuten zu kommen. Selbstverständlich ergriffen auch viele die Chance, mit Pater Wolfgang Boehmer (OMI) und Bruder Manfred zu reden, die ebenfalls nach Engelport, ihrer alten Wirkungsstätte, gekommen waren. Erinnerungen, Adressen und Fotos wurden ausgetauscht, die die enge Verbundenheit des Klosters Engelport mit der Region einmal mehr dokumentieren.
Der Trierer Weihbischof Peters segnete am Schluss die Gläubigen.Fotos: TT
In einer feierlichen Prozession zog man anlässlich des 100-jährigen Bestehens zur Lourdesgrotte.
