Allgemeine Berichte | 26.11.2014

Bill Mockridge präsentierte neues Programm „Je oller, je doller“ im Kapuzinerkloster

Älterwerden ist wirklich keine Schande

Bill Mockridge versteht es, sein Publikum zu unterhalten. Älter werden, vergesslich sein und Altmänner-Geräusche zu fabrizieren sind für ihn keine Schande.-TT-

Cochem. Seine 67 Jahre sieht man ihm nicht wirklich an. Voller Elan und durchaus noch drahtig betritt Bill Mockridge die Bühne des Cochemer Kapuzinerklosters, um den Besuchern aus seinem Leben zu erzählen: Der Comedian und Schauspieler legt bei seinem aktuellen Programm „Je oller, je doller“ mehr Wert auf Erfahrungen, Anekdoten und kleine Geschichten, als auf Gags und Komik. Bill Mockridge ist Kanadier, hat sechs Söhne, ist mit der Kabarettistin Margie Kinsky verheiratet und wohnt seit Jahrzehnten in Bonn-Endenich. So viel zu seiner Vita, die im hohen Norden von Ontario begann.

Im Kulturzentrum unterhielt der Schauspieler und Kabarettist, der den meisten als Erich Schiller aus der Fernsehserie „Lindenstraße“ bekannt ist, vor allem mit Lebensweisheiten und philosophischen Betrachtungen zum Thema Älterwerden. Mit der zunehmenden Vergesslichkeit, mit „Altmänner-Geräuschen“ und diversen Diäten brachte Bill Mockridge die Zuhörer im Pater-Martin-Saal zum Lachen. „60 Prozent auf alle Brillen, sogar blütenweiße Zähne für 99 Euro aus Rumänien, wurden mir zu meinem 60. Geburtstag geboten“, erzählt der Schwerenöter, während er sein aktuelles Buch „Je oller, je doller“ aufschlug. Besonders prägend waren seine ersten Telefon-Erfahrungen im fernen Kanada, als Klein-Bill dachte, in dem schwarzen Holzkasten wohne tatsächlich eine „Frau Operator“. Mit Ihr verband den jungen Bill eine enge Vertrautheit, denn „Operator Sally“ wusste für den Jungen auf alle wichtigen Fragen des Lebens eine Antwort.

Nachdem der Comedian nach eigenen Worten vom „Begattungs-Objekt“ zum „Pflege-Objekt“ mutierte, wurde das Leben - so Bill Mockridge - auch nicht viel einfacher. Das Benutzen eines Camcorders, der Einsatz des Laptops oder das Telefonieren mit der Fernbedienung stellen einen „alten Sack“ manchmal vor ernste Probleme, die aber von seinen Söhnen meist schnell gelöst werden. Die Sport- und Freizeit-Aktivitäten im Alter bildeten den zweiten Teil des unterhaltsamen Abends, denn zusammen mit seinen Freunden Friedhelm, Edgar, Robert (89 Jahre) und Beppo erlebt Bill Mockridge beim Boule-Spielen so manch skurrile Begebenheit.

Ernst wurde es dann zum Schluss des Abends, als der Comedian über sein Leben nachdachte und mit 3900 Glasmurmeln die in einem normalen Leben verbleibenden freien Samstage abzählte. Mit dem Appell „jeden Tag als neue Chance zu verstehen und die verbleibende Zeit sinnvoll zu nutzen“, verabschiedete sich der sympathische Bonner von seinem Publikum, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass er noch im hinteren Teil des Saales gerne sein neuestes Buch signieren (und verkaufen), werde.

Gerne signierte der Künstler am Schluss des Comedy-Abends sein neustes Buch.

Gerne signierte der Künstler am Schluss des Comedy-Abends sein neustes Buch.

Bill Mockridge versteht es, sein Publikum zu unterhalten. Älter werden, vergesslich sein und Altmänner-Geräusche zu fabrizieren sind für ihn keine Schande.Fotos: -TT-

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