TV Eintracht Cochem - Abteilung Tischtennis - 59. Internationale Trierer Stadtmeisterschaften
Aufgemischt und abgesahnt: zweimal Gold für Bernd Schuler
Trier. Dass der Tischtennissport in hohen Jahren mit großem Können betrieben werden kann, das beweisen schon seit Jahren die Tischtennissenioren, die alljährlich zu den internationalen Stadtmeisterschaften nach Trier pilgern. In diesem Jahr startete bereits die 59. Auflage. Und so galt es für den positiv trainingsverrückten Bernd Schuler, den alten Haudegen von der TV Eintracht Cochem, sich erneut in Trier in einem hochklassigen Teilnehmerfeld zu beweisen. Die Trauben hingen hoch, denn rund 150 Spielerinnen und Spieler aus Belgien, Frankreich, Luxemburg, Österreich, Schweiz, und Deutschland, darunter diverse Medaillengewinner der diesjährigen Europameisterschaften und einige Titelverteidiger, so auch er, waren am Start.
Seine Auftakthürden mit klaren 3:0-Erfolgen in der Vorschlussrunde gegen Albert Heil (DJK Buchholz) und Trefois Francis (Belgien) gemeistert, verlor Schuler im Viertelfinale den ersten Satz deutlich mit 3:11 gegen Hans-Martin Scheugenpflug (TTC Wirges). Die Lage für den Moselaner, das Finale zu erreichen, schien aussichtslos; die Titelverteidigung in weite Ferne gerückt. Könnte man meinen. Doch die Formkurve des Titelverteidigers stieg im Verlauf der weiteren Sätze stetig an, wurde von Schlag zu Schlag besser. Mit jeweils 3:1 dann doch der erhoffte Sieg gegen Scheugenpflug, dessen Versuche sich noch gegen die Niederlage zu stemmen nichts halfen. Mit dem gleichen Ergebnis dominierte er relativ unspektakulär ohne den sonst üblichen Nervenkitzel auf dem Weg ins Finale im anschließenden Halbfinale seinen Kontrahenten Wolfgang Rauscher vom Thüringischen Tischtennis Verband.
Im Endspiel erneut, wenn auch knapp, der Verlust des ersten Satzes mit 11:13 gegen den hoch motivierten Egon Kreis (TTC Talling). Doch Schuler zeigte bereits im zweiten Satz, dass er bereit war, alles für den Erfolg zu geben: rennen, ackern, Topspin ziehen und das mit Leidenschaft. Und am Ende hatte Kreis mit 1:3 das Nachsehen und musste einem verdienten Klassensieger zum Titelgewinn gratulieren.
Getragen vom Einzelerfolg lies er gemeinsam mit Gerd Hilgert (SG Speicher-Orenhofen) im Doppel den Gegnern Chukalin/Kuposovic und Kreis/Trautmann keine Spur einer Siegchance. Selbst gegen das westdeutsche Doppel Theelen/Münnemann, die ausgemachten Turnierfavoriten, triumphierte das rheinländische Duo im Finale verdient mit 3:1 Sätzen. Acht Spiele - acht Siege, und das Double in der Tasche, eine Turnierbilanz, die sich wirklich sehen lassen kann, besser geht es nicht.
