Lokalsport | 13.05.2015

TV Eintracht Cochem / Tischtennis

Bernd Schuler ist Deutscher Meister

Zusammen mit Heinz-Peter Louis auf dem Weg zum Gipfel

Cochem. Cool, clever und klasse agierten im Senioren-Doppel Ü65 der Eimsbütteler Abwehrkünstler Louis und „der Hexer“, Störstratege Bernd Schuler von der TV Eintracht Cochem bei den 36. Deutschen Seniorenmeisterschaften 2015 in der über 7.000 Zuschauer fassenden Seidenstickerhalle in Bielefeld. 495 Seniorinnen und Senioren des Deutschen Tischtennis-Bundes wetteiferten dort drei Tage lang um die begehrten nationalen Titel. Bereits im ersten Spiel die sich ergänzende Dynamik des Widersprüchlichen zu erkennen. Heinz-Peters solide Abwehr und das Druckschupfspiel des Hexers passten zusammen, sorgten für spektakuläre Szenen. Pfeilschnell unterwegs, manchmal auch im Tiefflug die Bälle erobernd, ließen sie ihrem Gegner im Achtelfinale, dem Doppel Kruzinski, H./Weiß, R., nicht die Spur einer Siegchance, ein Spiel, das schlussendlich ebenso wie das Viertelfinale gegen Blum, H./Seifert, K. mit tollen Ballwechseln am laufenden Band klar mit 3:0 gewonnen werden konnte. Extrem spannend bis zum Schluss verlief das anschließende Halbfinale gegen die Angriffsasse Poludnick, R./Sonnenberg, B. aus Niedersachsen. Ein Netzroller par excellence in der Endphase entschied dieses nervenaufreibende Gefecht im vierten Satz mit 12:10 zugunsten von Heinz-Peter & Bernd, die irgendwie den Ball mit viel Geschick und etwas Glück immer wieder auf die andere Tischseite retournieren konnten. Nach diesem „winning ugly“ Erfolg nun so richtig im Aufwind, hatten sie sich doch mittlerweile heiß gelaufen und die mitunter langen Laufwege aufeinander abgestimmt, fieberten sie dem Highlight des Tages, dem Finale entgegen. Dort warteten keine geringeren als die Sieger der Jahre 2012 und 2013, das Doppel Steiner, R./Diesing, D., vom Berliner Tischtennis-Verband. Eine Herausforderung für das agile und nervenstarke Gespann ja, aber auch eine lösbare Aufgabe? Unmittelbar vor den zahlreichen Zuschauern auf dem Center Court, lautstark angefeuert von den jeweiligen Fans, gab es sensationelle Ballwechsel zu sehen - und die permanente Führung für Heinz-Peter und Bernd im ersten Satz. Bei 10:9 musste der Hexer die schmerzliche Erfahrung machen, dass der Weg zum Gipfel gefährlich sein kann. Denn beim Versuch, einen Netzroller von Steiner unmittelbar am rechten Netzende platziert, zu erreichen, ist er sprichwörtlich „abgetaucht“. Verlor die Bodenhaftung und stürzte ungebremst neben Schiedsrichterbox und Platte auf den Boden. Brille kaputt, Schürfwunden am Kopf, Rippen geprellt. No risk, no fun: Wer als Außenseiter Erfolg haben will, muss etwas riskieren. Dies demonstrierten beide nach kurzer Verletzungspause eindrucksvoll und zeigten, dass sie bereit waren, alles für den Erfolg zu geben. Ach ja, der Satz konnte noch mit 13:11 gewonnen werden. Und alle Versuche der top gesetzten Kontrahenten sich noch gegen die 0:3-Niederlage zu stemmen, halfen nichts, die Zeit war reif für den Gipfel, die Sternstunde des krassen Außenseiters war zementiert. O-Ton des Hallensprechers: „Deutsche Meister im Doppel 2015 Heinz-Peter Louis (HATTV) und Bernd Schuler (TTVR)“ Worte, die sich wohl für immer auf der Festplatte des Hexers eingebrannt haben.

Das „Legendary Pair“ würde sich nun sehr freuen, wenn sich Sponsoren finden würden, die ihnen den Trip zur Weltmeisterschaft in Las Vegas 2018 finanzieren würden.

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