50 Jahre Erntedankfest in Lieg - Festzug mit 60 Wagen und Gruppen - Geschichte live
Brauchtum, Heimatliebe und viel Tradition
Lieg. Drei Tage lang feierte die Hunsrückgemeinde Lieg ihr Erntedankfest. Bereits seit 50 Jahren wird die Veranstaltung organisiert, die alle zwei Jahre Hunderte von Besuchern in den Ort lockt. Brauchtum, Tradition und Heimatliebe sind der Dreiklang, der in Lieg nicht nur die Vereine, sondern eigentlich das ganze Dorf in seinen Bann zieht. Der große Festumzug am Sonntag ist jedes Mal der Höhepunkt des weit über die Grenzen hinaus bekannten Festes. Über 60 Wagen und Fußgruppen bildeten am vergangenen Sonntag den Umzug, der traditionell von der Dorfjugend mit dem Spruch: „Wir danken Gott dem Herrn“ angeführt wird. Herrlich dekorierte Motivwagen, historische Traktoren und Ackergeräte, originell ausstaffierte Fußgruppen, Musikkapellen, alte Haushaltsgeräte und nicht zuletzt allerlei hunsrücktypische Leckereien wie „Appelschmeer“, „Krebbelscha“, Wildspezialitäten, Kuchen, Waffeln und Getränkeproben aller Art locken die Besucher an die Straßenränder. Kaltblüter mit Ackergerät oder schweren Baumstämmen fahren ebenso mit wie ein junges Brautpaar in einem tollen Oldtimer, eine Dorfschmiede, Tabakpflücker, Waschfrauen und jede Menge andere Berufsgruppen werden gezeigt und von den Liegern immer mit viel Liebe dargestellt.
Heinz Zilles kommentierte wie gewohnt die einzelnen Zugnummern, die sich über die Hauptstraße von Lieg bewegten. Besonders Ewald Hoffmann wurde als ältester Teilnehmer des Zuges erwähnt. Er fährt schon seit Jahren am Ende des Umzuges mit einem Modell der Wendelinus-Kapelle.
Freitags war das Jubiläums-Erntedankfest mit einem Kölschen Abend gestartet. Der Samstag stand im Zeichen eines Oldtimer- und Traktorentreffens mit Prämierung, abends gab es eine feierliche Hubertusmesse in der Pfarrkirche St. Goar, bevor sich ein Fackelzug durch den Ort bewegte. Der Festzug war dann am Sonntag der Höhepunkt des Erntedankfestes, das bei Kaffee und Kuchen mit Blasmusik in der Hunsrückhalle im wahrsten Sinne des Wortes ausklang.
Der wöchentliche Waschtag war auch immer eine Informationsbörse im Dorf.
Moderne Traktoren haben heute einen festen Platz in der Landwirtschaft. Fotos: MT
