Politik | 29.07.2015

Projekt „Energiedorf Ellenz-Poltersdorf“ gibt den etwas anderen Start für das Weinfest

Bürgerversammlung bildet Projektauftakt

Mehr als 50 Bürgerinnen und Bürger folgen der Einladung der Ortsgemeinde und erfahren mehr über das Projekt in der Heimatgemeinde. Privat

Poltersdorf. Es war ein etwas anderer Start für die Bürgerinnen und Bürger in das Poltersdorfer Weinfestwochenende. Bei herrlichem Sommerwetter fanden sich mehr als 50 Zuhörerinnen und Zuhörer unter dem Pavillon auf dem Festplatz ein und folgten damit der Einladung der Ortsgemeinde zur Bürgerversammlung. Als vierte von vierzehn Gemeinden im Landkreis Cochem-Zell gibt Ellenz-Poltersdorf damit den Auftakt zum „Cochem-Zeller Energiedorf“. Im Rahmen des Projektes sollen unter aktiver Einbindung aller örtlichen Akteure, insbesondere der Bürgerinnen und Bürger, Ideen zur Umsetzung von Energieprojekten entwickelt und wirtschaftlich bewertet werden. Ortsbürgermeister Dietmar Schausten freut sich über die positive Resonanz und gibt einen Überblick, welche Motivation den Rat zur Teilnahme am Projekt bewegt hat. „Wir als Ortsgemeinde haben die Energiewende bereits als Chance begriffen. So haben wir beispielsweise auf dem Kindergarten eine PV-Anlage installiert und im Bürgerhaus Poltersdorf und dem ehemaligen Lehrerwohnhaus in Ellenz energetische Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Nicht zuletzt haben wir uns starkgemacht, für die Installation der Absorberanlage in unserem Freibad. Gerade dabei konnten wir zeigen, wie stark der Zusammenhalt in der Gemeinde ist und dass wir hier bereit sind, gemeinsam anzupacken“, betont Schausten. Von Projektleiter Dr. Alexander Reis vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS), Umwelt-Campus Birkenfeld, konnten die Besucher erfahren, welche konkreten Vorhaben hinter dem Projekt stecken und wie die Projektmitgestaltung aussehen kann. „In der Zeit von 2003 bis 2013 sind die Energiekosten der privaten Haushalte durchschnittlich um 76 Prozent gestiegen, leider gab es auf der Einkommensseite keine ähnliche Entwicklung, sodass die privaten Haushalte einen massiven Kaufkraftverlust hinnehmen mussten“, erklärt Reis, „Ein Haushalt wendet bei jährlichen Heizkosten von rund 2.500 Euro, unter Berücksichtigung einer moderaten Preissteigerung von sechs Prozent, über 30 Jahre rund 200.000 Euro für Heizöl auf. Investitionen in eine neue Heiztechnik oder auch in die Gebäudesanierung lohnen sich daher allemal“. In einem ersten Steuerungsgespräch unter Beteiligung des Gemeinderates wurden bereits Themenschwerpunkte für das Energiedorf Ellenz-Poltersdorf festgelegt, wie beispielsweise die Wärmeversorgung für öffentliche Gebäude unter Einbindung privater Wohngebäude um die Grundschule, den Kindergarten und das Freibad herum. Im Rahmen des Projektes werden Gebäudesteckbriefe mit Sanierungsoptionen erstellt, es wird einen Energieberatungstag in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz geben und Vieles mehr. Außerdem werden Findung und Entwicklung weiterer Schwerpunkte ein weiterer Teil der Konzeptarbeit sein. Im Zeitraum von zwölf Monaten werden bis Juni 2016 regelmäßig Workshops unter aktiver Einbindung der Bevölkerung zu verschiedenen Themenbereichen stattfinden.

Fragebogenerhebung startet in Kürze!

Um verlässliche Daten für die Planung möglicher Maßnahmen und Projekte zu erhalten, findet in Kürze eine Fragenbogenerhebung unter Einbeziehung aller privaten Haushalte statt, die von einem „Energie-Team“, bestehend aus Ratsmitgliedern und vom Rat beauftragten Personen, begleitet wird. Den Fragebogen und weitergehende Informationen zum Energiedorfprojekt findet man in Kürze auf der Homepage der Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e. V.“ (www.ukcz.de/ellenz-poltersdorf), die Projektträger ist. Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Cochem-Zell

Mehr als 50 Bürgerinnen und Bürger folgen der Einladung der Ortsgemeinde und erfahren mehr über das Projekt in der Heimatgemeinde. Foto: Privat

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