Allgemeine Berichte | 13.05.2015

Neuntklässler der Konrad-Adenauer-Schule besuchten Denkmal in Treis und gingen den Weg der Inhaftierten bis zum Tunnel

Den Spuren der KZ-Häftlinge gefolgt

Die Klasse 9a entzündete eine Kerze am Gedenkstein auf dem Treiser Friedhof, ehe sie auf Spurensuche im Ort in Richtung Tunnel ging. TT

Treis-Karden. Unterricht der etwas anderen Art erlebten jetzt die Jungen und Mädchen der Klasse 9a an der Konrad-Adenauer-Schule: Zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Elke Klaus-Jung und GL-Lehrer Benedikt Schmitt verfolgten die Jugendlichen einmal den Weg der Inhaftierten des KZ-Außenlagers Cochem in Treis. Im Fach Gesellschaftslehre hatten die jungen Leute zuvor aus dem Buch „Ich habe immer nur den Zaun gesehen“ von Ernst Heimes einiges über das KZ-Außenlager erfahren. Deshalb entstand die Idee, einmal selbst den Weg der Gefangenen zu gehen, der von den Häftlingen täglich vom ehemaligen Hotel „Wildburg“ an der Moselallee über „die Kipp“ bis hin zum Tunneleingang Treis bei Wind und Wetter zu bewältigen war.

Nach einer Schweigeminute am Gedenkstein für die Verstorbenen des KZ-Außenlagers auf dem Friedhof führten die beiden Lehrer die Gruppe an der Mosel entlang bis zum Industriegebiet „Am Laach“, wo sich zur NS-Zeit das groß angelegte Lager für politische, rassisch verfolgte und kriminelle Häftlinge befand. Anhand eines Lageplanes wurden die Wachtürme, die Baracken und Unterkünfte der Gefangenen lokalisiert, ehe die Neuntklässler am Tennisplatz und Baumarkt vorbei in Richtung Tunneleingang gingen. Nach drei Kilometern erreichte die Schülergruppe den Eingangsbereich, wobei nur noch Betonklötze und Eisengeländer sowie der großflächige Eingangsbereich an den Zugang erinnern.

„Das war ein langer und schwerer Weg, den die Häftlinge täglich gehen mussten“, entfuhr es einem schwitzenden Jugendlichen, während er einen Schluck aus der Limoflasche nahm. Eine Klassenkameradin ergänzte: „Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Insassen meist krank, unterernährt und schlecht angezogen waren und abends wieder zurück ins Dorf mussten.“

Der Rückweg zur Schule zog sich dann auch in die Länge, denn insgesamt sechs Kilometer war man schließlich auf den Spuren der KZ-Häftlinge an diesem Unterrichtstag gegangen.

Die Klasse 9a entzündete eine Kerze am Gedenkstein auf dem Treiser Friedhof, ehe sie auf Spurensuche im Ort in Richtung Tunnel ging. Foto: TT

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