Allgemeine Berichte | 25.03.2015

„Grüne Damen“ im Marien-Krankenhaus Cochem feiern 30-jähriges Bestehen

Die Farbe der Kittel gab ihnen den Namen

Die „Grünen Damen“ vor dem Marienkrankenhaus Cochem.privat

Cochem. Es begann vor über 30 Jahren und sollte eine Erfolgsgeschichte der Mitmenschlichkeit werden: Die Geschichte der Katholischen Krankenhaushilfe im Marienkrankenhaus Cochem, besser bekannt als „Grüne Damen“. Anfang der achtziger Jahre erlebte eine Dame aus Cochem als Patientin in einem Koblenzer Krankenhaus, wie segensreich die ehrenamtliche Arbeit der nach ihren grünen Kitteln benannten Helferinnen auch auf sie selbst wirkte. Ihre Anregung zum Einrichten eines solchen Dienstes auch in Cochem stieß bei der Caritas-Geschäftsführerin Katy Schug und einer Reihe von ebenfalls interessierten Frauen aus Cochem und Umgebung sofort auf offene Ohren. Nachdem für die Idee geworben worden war, fanden sich rasch weitere Helferinnen, die von Katy Schug auf ihre Aufgabe vorbereitet und entsprechend geschult wurden. „Es war viel Neues, was auf uns zukam“, berichtet Renate Schnütgen, die als „Frau der ersten Stunde“ mit dabei war. „Aber wir waren schnell in diese Aufgabe hineingewachsen“, ergänzt Christel Pradarutti, die ebenfalls zum Team der Gründerinnen zählte und wie Renate Schnütgen bis heute als „Grüne Dame“ in Cochem tätig ist. Neben ihren Besuchen bei den Patientinnen und Patienten warben sie, überzeugt von der Sinnhaftigkeit ihres Tuns, aktiv um weitere Mitstreiterinnen. Bis zu 24 Ehrenamtliche waren zeitweise in ihrer grünen Dienstbekleidung unterwegs zu „ihren“ Patienten. „Dabei hat sich im Laufe der Zeit die Art der Tätigkeit schon ein wenig verändert“, weiß Edeltraud Braun zu berichten. „Als wir noch im alten Krankenhaus auf dem Klosterberg tätig waren, haben uns die Patienten oft ins Städtchen geschickt, um kleine Besorgungen zu erledigen. Dies ist heute nur noch ab und zu mal eine seltene Ausnahme“, so die Ehrenamtliche. „Für Obdachlose, die im Krankenhaus lagen, haben wir damals Kleidung aus der Kleiderkammer geholt“, fügt Renate Schnütgen hinzu: „Darüber haben sich die, an die sonst niemand gedacht hat, immer sehr gefreut.“ Freuen - das tun sich auch heute alle besuchten Patienten im Marienkrankenhaus auf der Conder Seite. Besonders bemerkenswert findet Käthi Schenk die Tatsache, „dass sehr oft auch junge Menschen aufgeschlossen und interessiert sind an der Arbeit der „Grünen Damen“. Und gerade in der Moselregion kommt noch ein weiterer Faktor hinzu, der die Bedeutung dieses Ehrenamtes verstärkt, schildert Christiane Moseg: „Urlauber, die hier erkranken oder einen Unfall hatten, bleiben länger im Cochemer Krankenhaus als ihre Angehörigen, die ja früher abreisen müssen. Wir kümmern uns dann um diese Menschen. Die Angehörigen haben dann das gute Gefühl, dass jemand nach ihren Lieben schaut.“ Erfreulich ist für alle ehrenamtlichen Helferinnen die gute Zusammenarbeit mit allen hauptamtlichen MitarbeiterInnen des Krankenhauses, die das freiwillige Engagement als wichtige Ergänzung ihres Tuns erleben.

Die Besuche sind seit 30 Jahren zwar die wichtigste, aber nicht die einzige schöne Seite der Medaille dieses unverzichtbar gewordenen Engagements. „Wir sind ein richtig gutes Team, das durch regelmäßigen Erfahrungsaustausch, gemeinsame Fahrten und durch spirituelle Begleitung durch den Fachdienst „Caritas der Gemeinde“ des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück e. V. zusammengeschweißt wurde“, freuen sich die zur Zeit 17 Freiwilligen, denen zwei Dinge immer wichtig sind, zu betonen: „Alles, was wir im Rahmen unseres Dienstes hören und erfahren, unterliegt absolut der Verschwiegenheit, auf die wir verpflichtet sind. Und zum Anderen freuen wir uns immer auf Neue, die sich für unsere Arbeit interessieren und bei uns mitmachen.“

Einfach mal reinschnuppern

Wer nun Gefallen an dem Gedanken gefunden hat, sich bei den „Grünen Damen“ zu engagieren, hat jederzeit Gelegenheit, einfach einmal unverbindlich hineinzuschnuppern: „Frauen und Männer jeden Alters, unabhängig von Konfession und Nationalität, können uns probeweise und völlig unverbindlich einmal bei unseren Besuchen begleiten. Und wer dann Spaß daran findet und dabeibleiben möchte, kann sich auf eine ebenso anspruchsvolle wie schöne Aufgabe freuen, die nach drei Jahrzehnten nichts an Attraktivität verloren hat!“

Weitere Informationen zu den „Grünen Damen“ erteilen Renate Schnütgen, Tel. (0 26 71) 70 86, Christel Pradarutti, Tel. (0 26 71) 44 50, und Rainer Martini, Fachdienst „Caritas der Gemeinde“ in der Caritas-Geschäftsstelle Cochem, Tel. (0 26 71) 97 52-0.

Die „Grünen Damen“ vor dem Marienkrankenhaus Cochem.Foto: privat

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