Feuerwehr und Jugendfeuerwehr Ediger-Eller beim Firefighter Combat Challenge
Ein heißes Wochenende
Feuerwehrleute trotzen Hitze und Anstrengung - Veranstalter sind mit dem Erfolg hochzufrieden
Ediger-Eller. Am ersten Juli-Wochenende fand in Ediger-Eller die zweite „Mosel Firefighter Combat Challenge“ statt. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ediger-Eller nahmen an der Veranstaltung teil. Die Jugendfeuerwehr Ediger-Eller übernahm den Kuchenverkauf und unterstützte entlang der Wettkampfstrecke mit Diensten. Trotz Temperaturen jenseits der 30 Grad fand am ersten Juli-Wochenende im Ortsteil Eller die zweite „Mosel Firefighter Combat Challenge“ statt. Christian Follmann, Chef des Restaurant-Cafés „Zum Kaffeeklatsch“ in Ediger, selbst Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Ediger-Eller, hatte die Veranstaltung zusammen mit der Feuerwehr des US-Militär-Stützpunktes Spangdahlem im vergangenem Jahr zum ersten Mal in Ediger-Eller durchgeführt. Ebenfalls zum zweiten Mal nutzten mehrere Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ediger-Eller die stattfindende Großveranstaltung vor der eigenen Haustür, um am Wettkampf als Staffel, im Tandem, aber auch im Einzel mit Erfolg teil. Zwar reichte die Teilnahme nicht für einen vorderen Platz auf dem Siegertreppchen aus, trotzdem zeigten sich die erschöpften und nass geschwitzten Brandschützer mit ihrer Leistung zufrieden. Während die Zuschauer der Veranstaltung leicht bekleidet in luftiger Sommerkleidung bei hochsommerlichen Temperaturen bereits beim Zusehen schwitzten, leisteten die Wettkämpfer in dicker Schutzkleidung wirklich körperliche Schwerstarbeit. Wehrführer Heinz-Peter Haupts zeigte sich bei der Eröffnung der Veranstaltung in einem kurzen Grußwort ebenfalls begeistert von der Leistung der Teilnehmer aus allen Teilen Europas und den Vereinigten Staaten. Während Kräfte der Einsatzabteilung an der Veranstaltung als Sportler teilnahmen, unterstützte auch die Jugendfeuerwehr Ediger-Eller nach Kräften. Samstag und Sonntag übernahmen sie den Kaffee- und Kuchenverkauf. Der dabei erwirtschaftete Erlös kam dabei in vollem Umfang der Jugendarbeit der Jugendfeuerwehr Ediger-Eller zugute. Die Jugendwarte Markus Baltes und Philipp Dumont freuten sich über den - trotz großer Hitze - gut angenommenen Kuchenverkauf: „Mit den Einnahmen können wir unsere zwei neuen Mitglieder einkleiden“. Dank zahlreicher Kuchenspenden konnte den Besuchern eine bunte Auswahl geboten werden. „Nicht nur die Sportler haben Höchstleistungen an den Tag gelegt, sondern auch unsere Kuchenspender beim Backen“, so die beiden Jugendwarte beim Blick auf Kuchen und Torten. Während die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Ediger-Eller entlang der Wettkampfstrecke als Helfer aktiv waren, übernahmen die Eltern der Nachwuchsbrandschützer den Kuchenverkauf. Aber auch die Kameraden der Einsatzabteilung unterstützten nach ihrer Teilnahme als Helfer entlang der Strecke. Doch nicht nur entlang der Strecke waren die Einsatzkräfte aktiv, quasi nebenbei rückten sie am Samstagvormittag auch noch zu einem Flächenbrand entlang der K22 zwischen Senhals und dem Golfressort aus. Während der Böschungsbrand durch die Kräfte der Feuerwehren aus Nehren und Senheim bereits unter Kontrolle gebracht worden war, konnte die Fläche mit dem mitgeführten Wasser aus dem Tank des Hilfeleistungslöschfahrzeuges (HLF) endgültig abgelöscht werden. Wehrführer Haupts: „Nicht zuletzt dank der 1600 Liter Wasser an Bord können wir mit unserem HLF wirkungsvolle Hilfe leisten.“ Ein Fahrzeug, das der Wehrführer in seiner Feuerwehr nicht mehr missen möchte.
Lob und Anerkennung für die Feuerwehr
Die Hilfe der Feuerwehr, aber besonders auch der Jugendfeuerwehr fand auch aus den Reihen der Sportler Lob und Anerkennung. So durften bei der Aufstellung aller Teilnehmer auch die Kinder und Jugendlichen unter Applaus mit auflaufen und bekamen wie auch die Teilnehmer eine Medaille für ihre Leistung. Mit vor stolz geschwellter Brust nahmen sie die Auszeichnung strahlend entgegen. Doch nicht nur die Jugendfeuerwehr wurde beschenkt, im Anschluss an die Siegerehrung bekam die Feuerwehr Ediger-Eller zwei Hohlstrahlrohre der Firma POK, renommierter Strahlrohrhersteller und einer der Hauptsponsoren der Veranstaltung, überreicht. Hohlstrahlrohre sind bei der Brandbekämpfung - besonders im Innenangriff - Stand der Technik und ermöglichen bei entsprechender Ausbildung einen wirkungsvollen und Wasser sparenden Löscheinsatz. Zusätzlich gab es ein weiteres Geschenk: Einen nagelneuen Helm der Firma Bullard, Hersteller von Wärmebildkameras und Helmen und ebenfalls Sponsor der Veranstaltung. Mitglieder der Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr nahmen gemeinsam die Geschenke in Empfang. „Bislang verfügten wir lediglich über ein Hohlstrahlrohr, das wir auf unserem TSF verlastet haben. Das Fahrzeug eignet sich aufgrund seiner kompakten Bauweise besser für die Brandbekämpfung im engen Ortskern“, so Haupts. „Die beiden neuen Strahlrohre werden die Beladung des HLF ergänzen. Noch am Samstag haben wir uns beim Böschungsbrand bei der Feuerwehr Senheim ein Hohlstrahlrohr geliehen. Denn Hohlstrahlrohre bieten das „schönere“ Sprühbild. Meine Einsatzkräfte können den Strahl wirkungsvoller an die Brandverhältnisse anpassen. Außerdem reicht so das mitgeführte Wasser länger“. Für die Mitglieder der Feuerwehr Ediger-Eller stand fest, dass der neue Helm in Signalgelb künftig das Haupt des Wehrführers zieren wird: „So erübrigt sich ja fast die Kennzeichnung des Einsatzleiters mit einer gelben Weste zur besseren Erkennbarkeit.“ Direkt nach der Übergabe und dem obligatorischen Gruppenbild wurden die neuen Strahlrohre ausprobiert und der neue Helm bestaunt.
Erschöpft von einem anstrengenden Wochenende, aber sichtlich stolz, präsentieren Mitglieder der Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr Ediger-Eller die gespendeten Ausrüstungsgegenstände der Firma POK und Bullard. Die beiden Hohlstrahlrohre werden zukünftig auf dem Hilfeleistungslöschfahrzeug mitgeführt und ersetzen dort das defekte Strahlrohr des Schnellangriffs bzw. ergänzen die Beladung des Fahrzeuges für die Brandbekämpfung. Foto: FF Ediger-Eller
