Allgemeine Berichte | 11.09.2014

Neun Stolpersteine als Gedenkstätte in Brohl verlegt

Erinnerung an die jüdischen Opfer des Zweiten Weltkrieges

Erinnerung an die jüdischen Opfer des Zweiten Weltkrieges

Brohl. Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat das Projekt „Stolpersteine“ ins Leben gerufen. Er möchte damit an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnern. „Ein Mensch ist vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt er. Deshalb sollen Stolpersteine als dezentrale Mahnmale an die Namen der Opfer des Nazi-Terrors erinnern. In der Verbandsgemeinde Kaisersesch ist Brohl die erste Ortsgemeinde, in welcher diese Stolpersteine verlegt wurden.

Ortsbürgermeister Torsten Uerz begrüßte die Gäste und ging auf die Geschichte der jüdischen Familien Gärtner und Marx aus Brohl ein. Er sagte: „Es waren die dunklen Seiten des Dritten Reichs.

Die Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Ortsgemeinde wissen es teilweise noch selbst oder von ihren Eltern, dass sie im Geschäft der Betroffenen einkauften oder mit deren Kindern spielten. Es war schrecklich, als die Familien quasi über Nacht verschwanden und keine Chance auf eine Rückkehr hatten.

Es ist vollkommen richtig, ihnen eine Gedenkstätte zu errichten, damit wir alle, und auch die kommenden Generationen, daran erinnert werden, was vorgefallen ist. Es darf in unserem Land nicht mehr vorkommen. Deshalb sollten wir in Zukunft nicht nur den Gefallenen der Kriege gedenken, sondern auch den ermordeten jüdischen Familien.“

Dem Vergessen wird entgegengewirkt

Der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Kaisersesch, Josef Darscheid, in Vertretung von Bürgermeister Albert Jung, sagte bei der Verlegung der Stolpersteine: „Das ist eine gute und wichtige Sache, die nicht in Vergessenheit geraten darf. Ich wünsche uns allen, dass mit diesem Projekt, die Geschichte unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht in Vergessenheit gerät und vor allem, dass so etwas nicht noch einmal passiert.“

Weitere Stolpersteine in der Verbandsgemeinde Kaisersesch sind in Düngenheim und Kaisersesch in Planung.

Josef Darscheid bei seiner Rede.

Gunter Demnig beim Einsetzen der neuen Stolpersteine.Fotos: Jennifer Virtue

Erinnerung an die jüdischen Opfer des Zweiten Weltkrieges

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

WiderSPRUCH: Das neue Kleid von Sankt Laurentius

  • Anna-Maria Smits : Sehr geehrter Herr Pacyna-Heinen , Was ist der Sinn dieser verspäteten Kritik? Wissen Sie wieviel Arbeit es ist, eine Kirche zu restaurieren? Unsere Martin-Luther-Kirche ist von der Wiedereröffnung noch weit entfernt.
  • Thomas999: In fünf Monaten ist diese Baumaßnahme niemals abgeschlossen! Wie lange wird schon in der Max-Planck-Straße gebaut? Fast 1 Jahr!
  • H. Schüller: Marcus F., die Dummheit ist hier ebenso der fehlende Stromschlagschutz. Offenbar geht bei der Bahn und Ihnen Profit vor Unfallschutz. Das spart die Kosten für entsprechende Klettersperren einfach ein...
  • Marcus F.: Gegen Dummheit gibt es keinen Schutz.
  • H. Schüller: Der Stromschlagschutz bei der Bahn ist auf dem Stand vor 100 Jahren. Deshalb passiert fast alle zwei Wochen ein Bahnstromunfall und leider kommen in keinem Bahnsystem so viele Menschen und Tiere um wie im elektrischen.
Betriebselektriker
Pellets
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Januar 2026
3+1 Aktion
Imagewerbung
Stellenanzeige Zahntechniker
Karneval in Bad Bodendorf
Anzeige SALE
Rosenmontagszug in Brohl
Experten für Recht
Empfohlene Artikel

Rheinland-Pfalz. Alle Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer sind gesetzlich verpflichtet, dem zuständigen Finanzamt Änderungen mitzuteilen, die für die Bewertung eines Grundstücks relevant sind. Die Anzeige hat innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Frist zu erfolgen. Grundsätzlich müssen Änderungen bis zum 31. März des Jahres angezeigt werden, das auf das Jahr der Änderung folgt. Änderungen, die im Jahr 2026 eintreten, sind somit bis zum 31. März 2027 anzuzeigen.

Weiterlesen

Rheinland-Pfalz. Bürgerinnen und Bürger, die ihre Steuererklärung in Papierform beim Finanzamt einreichen, erhalten auch im Jahr 2026 weiterhin einen Steuerbescheid in Papierform. Gleiches gilt für Steuerpflichtige, die ihre Steuererklärung elektronisch über ELSTER abgeben und bislang keiner digitalen Bekanntgabe von Verwaltungsakten zugestimmt haben. In diesen Fällen erfolgt die Zustellung des Steuerbescheids weiterhin per Post.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Arbeiten an den Bordanlagen finden statt

02.02.: Halbseitige Sperrung der B 257 bei Müllenbach

Müllenbach. Die Straßenbauarbeiten an der B 257 in der Ortslage Müllenbach konnten witterungsbedingt bis Ende 2025 nicht vollständig abgeschlossen werden. Die zuvor bestehende Vollsperrung wurde jedoch aufgehoben, so dass der Streckenabschnitt wieder für den Verkehr freigegeben ist.

Weiterlesen

Imageanzeige
Hausmeister, bis auf Widerruf
Dienstleistungen
Dauerauftrag 2026
GO Azubi Messe
Azubi Messe Go bei Blick aktuell
Anzeige Messe Go
MA Hauswirtschaft Küche
Stellenanzeige Bereich Bezirksleitung Mayen
Imageanzeige (Januar)
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606  // AZ Commodity Rheinschiene KW 5
VW Fahrzeugangebote
Wahlwerbung Thomas Meyer
Titelanzeige Goldankauf