Gereimte Vorahnung..!?
Seitdem Heinz-Albert vor etwa zwei Jahren aus seinem Verwaltungsjob in den Ruhestand versetzt wurde, widmet er sich überwiegend deutscher Lyrik und eigener willkürlicher Dichtkunst. Dies gipfelt aktuell nicht nur darin, dass er eine normale Konversation fortwährend in Reimen tätigt, er hat mittlerweile auch einen Freundeskreis gegründet, der sich regelmäßig zum Rezitieren eigener Wortakrobatik in Gedichtform trifft. Darin spricht man von sich selbst in der dritten Person und versucht eigene Eindrücke von aktuellen Ereignissen zu verarbeiten. Vergangene Woche traf man sich zur Runde der selbst ernannten Lyriker im Anwesen von Heinz-Albert, wo vor dem Austausch gereimter Gedanken eine französische Zwiebelsuppe mit Baguette gereicht werden sollte. Zum Leidwesen des Gastgebers tischte die „versgepeinigte“ Gattin allerdings ein leichtes Tomatensüppchen auf, worauf sich der Ärger von Heinz-Albert in folgendem Reim entlud: „Dem Dichter wurde doch eine deftige Zwiebelsuppe versprochen - wieso kommt Sie mit einem Tomatensüppchen angekrochen?“ Die gute Gattin überlegte einen kurzen Moment und antwortete: „Des Dichters Furz im Morgengrauen würde mir den Bettbezug versauen...!“
Da
Schmandelecker
