Erste Kardener Stiftslesung mit Autor Werner Arbogast in historischen Mauern
Geschichte(n) rund um die Mosel
Karden. Lustige Geschichten, kleine Anekdoten und witzige Begebenheiten rund um die Moselregion gab es bei der ersten Stiftslesung in Karden zu hören. Autor Werner Arbogast aus Ediger-Eller verstand es, die Zuhörer schnell durch sein „Hochdeutsch mit Streifen“ zu unterhalten. Das 73-jährige Moselaner Urgestein hat in seiner Vita schon einiges erlebt: Nach der Schule, wurde Werner Arbogast zunächst Fleischermeister, dann Finanzbeamter, schließlich Lehrer an der Berufsbildenden Schule Cochem und nicht zuletzt Autor einiger Schriften und Veröffentlichungen, die vom Fleischerhandwerk bis hin zu Mundart-Literatur reichen. Episoden aus seinem Lehrerberuf, Geschichten aus verschiedenen Moseldörfern und historisch nicht belegte „Stückelcher“ gab der gebürtige Trierer zum Besten. Mehrfach griff er dabei auf Überlieferungen von Dieter Schlagkamp, Reinhold Schommers und Hans Schneiß zurück, die in dieser Richtung immer viele Geschichte(n) in petto hatten.
Ortsbürgermeister Philipp Thönnes hatte die Gäste im historischen Stiftsmuseum begrüßt und seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass mit dieser Veranstaltungsreihe neuer Schwung in die alten Gemäuer kommen mögen. "Es ist nicht leicht, Kultur an den Mann bzw. an die Frau zu bekommen“, sagte der Ortschef, der zusammen mit zwei Arbeitskreisen das in Gemeindeträgerschaft befindliche Stiftsmuseum in seiner Attraktivität steigern möchte. Zwei weitere Lesungen und eine Matinee sind in diesem Jahr noch geplant. Die Verantwortlichen hoffen auf regen Zuspruch und sprechen, damit auch gezielt die Gastronomie und Zimmervermieter an, um Touristen noch stärker für das historische Stiftsmuseum mit seinen keltisch-römischen Funden zu interessieren.
In lustiger Runde ging die erste Stiftslesung am Freitagabend zu Ende, wobei der im Eintritt inbegriffene Moselwein samt Kleingebäck sowie kostenloser Führung sicherlich ebenfalls sehr positiv aufgenommen wurde.
