Allgemeine Berichte | 13.08.2014

Kloster Ebernach in Cochem

Inklusionsprojekt war ein voller Erfolg

Schüler der BBS Cochem und Bewohner von Kloster Ebernach bauten „Cajons“

Die Cajons kamen in den unterschiedlichsten Farben und Motiven daher. privat

Cochem. „Das macht den Reichtum einer Gesellschaft aus, dass jeder Mensch nach seinen Fähigkeiten und Talenten leben und sich einbringen darf. Inklusion bedeutet Gleichberechtigung, aber Inklusion bedeutet auch, bei uns selbst anzufangen, es zuzulassen, dass Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben teilhaben dürfen und können. Wir, die nicht mit einer Beeinträchtigung zur Welt gekommen sind, müssen denen die Hand reichen, die nicht alleine oder ohne Hilfe zurechtkommen. Es ist daher schön zu erleben, dass es trotz aller Widrigkeiten eine große Bereitschaft in der Gesellschaft gibt, an Projekten oder Aktionen für Menschen mit Beeinträchtigungen teilzunehmen oder mitzumachen“, so Bruder Johannes-Maria, der Initiator des Projektes.

Werner Theisen von der Berufsschule Cochem und das Team Freizeitbüro Kloster Ebernach haben sich im Frühjahr dieses Jahres getroffen und überlegt, was die beiden Institutionen als Inklusionsprojekt auf die Beine stellen können. In Abstimmung mit den Schülern des Berufsvorbereitungsjahres und Bewohnern von Kloster Ebernach entstand die Idee, Cajons zu bauen. Cajons (Kistentrommeln) sind Sitztrommeln, die mit den Händen geschlagen werden und aufgrund ihrer Bauweise verschiedene Höhen und Tiefen wiedergeben. Das Projekt erfolgte in verschiedenen Schritten. Am Beginn stand ein gemeinsames Kennenlernen und sich „beschnuppern“. Hier zeigte sich, dass viele Schüler bisher noch nie Kontakt zu Menschen mit Beeinträchtigungen hatten. Es galt somit, Berührungsängste und Vorbehalte abzubauen. Dies gelang sehr schnell und die Arbeitsphase konnte beginnen.

In verschiedenen Etappen fanden dann regelmäßige Treffen statt. So konnten die Bewohner von Kloster Ebernach mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen unter der fachkundigen Anleitung von Lehrern und Schülern die Trommeln bauen und gestalten. Die Teilnehmer zeigten sich im Kontakt miteinander sehr offen und interessiert. Als Ergebnis entstanden ein paar sehr schöne Cajons, die kürzlich von Werner Theisen in die Hände des Freizeitbüros übergeben wurden. Auf der Ebernacher Kirmes können diese „kleinen Kunst- und Klangwerke“ angeschaut werden. Vielleicht kommen sie dann auch schon beim Liveauftritt der Musik-AG zum Einsatz.

Die Cajons kamen in den unterschiedlichsten Farben und Motiven daher. Foto: privat

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