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Kundenverhalten hat sich verändert
Raiffeisenbank Eifeltor eG überträgt sieben Kleinfilialen auf besser ausgestattete Geschäftsstellen
Kaisersesch. Angesichts der rasanten Entwicklung beim Online-Banking und des Trends zu intensiver Kundenberatung setzt die Raiffeisenbank Eifeltor auf weniger, dafür besser ausgestattete Standorte. „Der alltägliche Bankservice, wie ihn unsere kleinen Geschäftsstellen anbieten, wird immer weniger nachgefragt. Komplexe Beratungsgespräche und Online-Banking dagegen nehmen zu. Das haben Analysen ergeben. Auf das veränderte Kundenverhalten zukunftsorientiert und wirtschaftlich verantwortlich zu reagieren, ist jetzt das Gebot der Stunde“, erläutern die Bankvorstände Elmar Franzen und Thomas Welter: „Aufsichtsrat und Vorstand haben nach sorgfältiger Prüfung beschlossen, in den kommenden Monaten sechs sogenannte Ein-Mann-Filialen sowie eine weitere Filiale auf personell und räumlich besser ausgestattete Raiffeisenbank-Geschäftsstellen zu übertragen.“
Am 31. März werden die Geschäftsstellen Beuren, Hambuch, Illerich, Masburg, Müllenbach und Roes geschlossen, die bereits jetzt schon nur zeitweise geöffnet sind und bei denen teilweise sicherheitstechnische Umbauten notwendig wären. Dies wäre auch bei der Filiale Gevenich der Fall, die zum 31. Mai geschlossen wird. „Unsere Mitglieder und Kunden werden dann von den Mitarbeitern der jeweils in der Nähe befindlichen Filiale betreut“, so der Vor- stand. „Damit sind wir nach wie vor mit einem dichten Filialnetz nah bei unseren Mitgliedern und Kunden.“ Den beiden Vorstandsmitgliedern ist bewusst, dass es für einige weniger mobile Kunden umständlich wird, wenn die Kleinfilialen aufgegeben werden. Für sie gibt es den Bargeld-Bringservice. Auch Überweisungen können abgeholt werden. Zudem wird die Raiffeisenbank in diesem Jahr eine sogenannte „Connect-Filiale“ einrichten, mit der die Mitglieder und Kunden telefonisch Bankgeschäfte erledigen können. „Und damit auch das deutlich ausgesprochen worden ist: Durch die Umstrukturierung verliert kein Mitarbeiter den Arbeitsplatz. Im Gegenteil: Wir brauchen jede Hand.“
In den in diesen Tagen verschickten Briefen an die Mitglieder macht die Raiffeisenbank deutlich, in welchem Umfeld sich die Genossenschaftsbank bewegt: Es sei ihre Aufgabe, umfassende Finanzdienstleistungen, preisbewusst kalkulierte Produkte und langfristige Förderung der Mitglieder anzubieten. Zugleich müsse auch die Raiffeisenbank betriebs-wirtschaftliche Erfordernisse erfüllen. Und dass in Zeiten steigender Kosten durch mehr staatliche Anforderungen und sinkende Margen durch die Niedrigzinsphase. „Deswegen setzen wir dort an, wo kaum Leistung nachgefragt wird. Das ist im Sinne aller unserer Mitglieder, die zugleich Miteigentümer unserer Raiffeisenbank sind. Leichten Herzens tun wir das nicht, sondern nach reiflicher Überlegung - und mit Lösungen für diejenigen, die Nachteile erfahren“, sagen Franzen und Welter.
