Neu ausgebauter Rad- und Gehweg zwischen Valwig und Bruttig eröffnet
Lücke im Wegenetz geschlossen
Valwig/Bruttig. Rad-Touristen, einheimische Radfahrer und Fußgänger können sich freuen: Der neu ausgebaute Rad- und Gehweg zwischen Valwig und dem Bruttig-Fankeler Ortsteil Bruttig ist neu eröffnet worden. Somit steht den nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern nun ein sicherer und komfortabler Weg zur Verfügung. Die offizielle Verkehrsfreigabe erfolgte durch den Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz, vertreten durch den Leitenden Baudirektor Bernd Cornely. Anwesend waren darüber hinaus zahlreiche weitere Vertreter aus der überregionalen und regionalen Politik wie Innen-Staatssekretärin Heike Raab, Landrat Manfred Schnur, Bürgermeister Helmut Probst sowie die Ortsbürgermeister von Valwig und Bruttig-Fankel, Klaus Zucchet und Manfred Ostermann und auch der frühere Valwiger Ortsbürgermeister Friedhelm Rudorfer. Die Einsegnung übernahm Pastor Peter Lönarz. „Ein Segen ist der neue Rad- und Gehweg in der Tat für alle Menschen aus nah und fern, die ihn künftig nutzen. Bislang stand den Radfahrern zwischen Bruttig und Valwig an der L 98 nur ein schmaler Mehrzweckstreifen zur Verfügung. Der neue Rad- und Gehweg hat eine Breite von rund 2,50 Meter.“ Bürgermeister Helmut Probst machte in seinem Grußwort deutlich, dass der Weg eine lange herbeigesehnte Infrastrukturmaßnahme darstellt: „Vor dem Hintergrund des gefährlichen Verkehrs für Radfahrer und Fußgänger entlang der engen L98 hatte es dort bekanntlich immer wieder brenzlige Verkehrssituationen gegeben. Bereits 1997 wurden daher dem damaligen Regierungspräsidenten Gerd Danco Unterschriften von über 1.000 Bürgerinnen und Bürgern übergeben, die sich für die dringend notwendige Anlegung eines Radweges zwischen den Ortsgemeinden Valwig und Bruttig-Fankel einsetzten. Nachdem dann in den darauf folgenden Jahren über alle ökologisch vertretbaren und finanzierbaren Planungsvarianten mit den Vertretern der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, den Straßenbaubehörden und den Ortsgemeinden diskutiert wurde, konnte endlich im Jahre 2008 das Planfeststellungsverfahren für den circa 2,6 Kilometer langen Radweg im Moselvorgelände eingeleitet werden. Nach Ausräumung der wasserrechtlichen und landespflegerischen Bedenken bei baulichen Maßnahmen in dem sensiblen Moselvorgelände wurde dann im Jahre 2010 das Baurecht erlangt.“ Die Firma Schnorpfeil aus Treis-Karden hatte nach erfolgter Ausschreibung im April 2011 die Arbeiten begonnen. Bürgermeister Helmut Probst ging auch auf den Bau des Radweges entlang der Ortslage Fankel nach dem „Trierer Modell“ ein: „Entgegen ursprünglicher Befürchtungen der Anlieger und der örtlichen Gastronomie, wurde hier entlang des Betriebsgeländes der Schleusenanlage in relativ kurzer Bauzeit ein von der Fahrbahn abgesetzter und verkehrssicherer Radweg geschaffen. Damit ist der Lückenschluss zwischen der Brücke Senheim und der Stadt Cochem hergestellt. Auch hierfür darf ich mich herzlich bedanken.“ Abschließend dankte er den maßgeblich am Radweg Bruttig-Valwig Beteiligten: „Eine große Lücke im Cochem-Zeller Radwegenetz wird nun endlich geschlossen. Ich danke der Landesregierung ausdrücklich dafür, dass sie dies möglich gemacht hat. Danken möchte ich auch dem Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz in Person des Leitenden Baudirektors Bernd Cornely und seinen Mitarbeitern in der Dienststelle Cochem, deren Aufgabe es war, die gemeinsam erarbeiteten Lösungsansätze in konkrete und umsetzungsfähige Lösungsvorschläge zu fassen und die Maßnahme nach den Vorabstimmungen mit den Fachbehörden und der Plangenehmigung in die Tat umzusetzen“, betonte Bürgermeister Helmut Probst. Auch Innen-Staatssekretärin Heike Raab freute sich über den neuen Radweg: „Wie wichtig das Land diesen Radwegeabschnitt genommen hat, lässt sich deutlich daran erkennen, dass wir unmittelbar nach dem Vorliegen des Baurechtes im August 2010 die Finanzierung sichern konnten, sodass im Herbst 2010 ausgeschrieben und bereits im April 2011 mit dem Bau begonnen werden konnte. Die Gesamtkosten unseres Festgegenstandes belaufen sich auf rund 5,8 Millionen Euro, wobei 4,5 Millionen Euro auf den Radweg entfallen und 1,3 Millionen Euro auf die Sanierung der L 98. Ich möchte allen danken, die an der Realisierung dieses Projektes beteiligt waren und somit nicht nur den Radverkehr, sondern auch die Region einen Schritt weiter gebracht haben. Allen Radfahren wünsche ich viel Freude bei Nutzung des neuen Weges.“
