Politik | 26.02.2014

MdL Benedikt Oster lehnt Massentierhaltungs-Farm strikt ab

Mega-Hühnerfarm in Eppenberg ist unerwünscht

Eppenberg. Mit Empörung und Entsetzen reagiert MdL Benedikt Oster auf die Pläne eines niederländischen Investors, im Gewerbegebiet der Ortsgemeinde Eppenberg eine Mega-Hühnerfarm errichten zu wollen. Oster fordert den Ortsgemeinderat und den Ortsbürgermeister von Eppenberg dazu auf, sich gegen die Errichtung der Massentierhaltungs-Farm auszusprechen.

In Birresborn (Vulkeneifelkreis) ist derselbe Investor jüngst mit seinem Vorhaben, eine Hühnerfarm mit mindestens 330.000 Tieren zu errichten, letztlich am Veto des Gemeinderats gescheitert. „Leider gibt es seitens des Landes keine Möglichkeit, solche Farmen zu verhindern. Daher kann ich nur klar und deutlich an die Mitglieder des Ortsgemeinderats Eppenberg appellieren: Lassen Sie die Finger weg von dieser Gewerbeansiedlung! Es handelt sich hierbei um Massentierhaltung, die Gestank und weitere Belastungen in der gesamten Region Kaisersesch erzeugt. Seien Sie nicht der Steigbügelhalter für niederländische Investoren, die in ihrem eigenen Land solche Farmen kaum mehr errichten dürfen. Wer in der Eifel offensichtlich wie eine Hyäne über Land zieht, um etwas zu bauen und zu betreiben, was wir hier nicht brauchen können, den sollte man mit seinen vorsintflutlichen Vorstellungen von Artenschutz und Emmisionsschutz nicht in Eppenberg mit offenen Armen empfangen.“

Oster verweist darauf, dass sich in Birresborn seinerzeit eine Bürgerinitiative gemeinsam mit einem kirchlichen Bündnis erfolgreich gegen die Mega-Hühnerfarm zur Wehr gesetzt hat. „Und jetzt soll ausgerechnet in einem anderen Teil der Eifel das kommen, was woanders schon niemand wollte? Das darf nicht sein. Wenn diese Hühnerfarm kommt, bedeutet dies auch eine wissentliche Schädigung der angrenzenden Gewerbegebiete Laubach und Masburg. Wer will sich schon mit seinem Betrieb in der Nähe einer stinkenden Riesen-Farm ansiedeln? Ich habe Verständnis dafür, wenn sich die Ortsgemeinde Eppenberg nach neuen Einnahmequellen in Form von Gewerbeansiedlungen umschaut. Aber dies darf nicht auf Kosten der Lebensqualität der eigenen Bevölkerung, der Wirtschaftskraft der eigenen Region sowie des Artenschutzes gehen“, macht Oster deutlich.

Den Landtagsabgeordneten stört vor allem die Kaltblütigkeit, mit der der niederländische Investor vorgeht: „Diese Firmen wollen die Strukturschwäche im ländlichen Raum skrupellos ausnutzen. Man verfährt nach dem Motto: Irgendein Dorf, das unsere Gewerbesteuerzahlungen braucht, werden wir schon finden. Genau diese Haltung dürfen und werden wir uns in der Eifel nicht gefallen lassen.“

Osters Appell richtet sich auch an den Eppenberger Ortsbürgermeister Bernd Brachtendorf: „Bewahren Sie Ihr Dorf vor solch einer Wahnsinns-Hühnerfarm. Zeigen Sie den Investoren die kalte Schulter. Lassen Sie es nicht zu, dass Ihr schönes Eppenberg von dem Makel einer solch wahnsinnigen Ansiedlung gezeichnet wird!“

Büro des MdL

Benedikt Oster (SPD)

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