Brunch und mehr - Essen und Trinken für den Steinreichskopp
Mesenicher Spitzname wird im Weinberg real nachgestellt
Mesenich. Genau vor zehn Jahren hatte ein Arbeitskreis um Hugo Arens begonnen, in Mesenich den bekannten und beliebten Kulturweg der „Mesenicher Steinreichskäpp“ ins Leben zu rufen. Auf dem Weg, der für Wanderer sehr gut erreichbar oberhalb der Ortschaft Mesenich verläuft, gibt es seither allerlei zum Thema Steine zu betrachten. Unter anderem können Portraits von diversen lebenden und verstorbenen Einheimischen, natürlich in Stein gemeißelt, bewundert werden.
Um die nächste geplante Attraktion, einen zirka 2,40 Meter hohen großen Steinreichskopp, zu unterstützen, veranstaltete der Arbeitskreis des Kulturweges einen Brunch in der Mesenicher Goldgrübchenhalle. 140 Gäste hatten dazu eine Eintrittskarte erworben und genossen ab 10 Uhr die bereitgestellten Speisen und Getränke. Verantwortlich für das gelungene Essen zeigten sich die drei Mesenicher Gastronomiebetriebe Moselgasthof Andries, Weinhaus Bai und Weinhaus Serwazi-Zenzen. Gemeinschaftlich hatten diese ein reichhaltiges, kaum Wünsche offen lassendes Buffet aufgebaut. Um die Finanzierung des Steinkopfes, dessen Draht-Korpus vor der Halle bereits zu bestaunen war, noch zu stärken, verzichteten die Wirte auf einen Gewinn aus der Veranstaltung. Auch Zulieferfirmen (Bäckerei Gebr. Lutz, Büchel; Ost- und Gemüsehandel Kiesewetter, Bullay; Gastronomiegroßhandel Wald, Panzweiler; Mosel-Imkerei Serwazi, Mesenich; Sanitär & Heizungstechnik Schassberger, Briedern) haben Ihre Waren und Unterstützungsleistung dem guten Zweck gespendet.
Durch das kleine, gut ausgewählte Programm führte Ortsbürgermeisterin Ute Arens. Unter anderem konnte sie die drei Sängerinnen der Gruppe Moselstolz (Regina Fuhrmann, Elisabeth Kranz und Bärbel Serwazi) ansagen. Ihre in Mundart dargebotenen Lieder passten perfekt zu der Veranstaltung, natürlich vor allem das mittlerweile schon bekannte Stück „Oh Steinreich“. Evi Wegehaupt und Marita Pauly erklärten dem Publikum auf amüsante Weise, was man von einem Brunch eigentlich zu erwarten hätte. Martin Arens präsentierte einen sehenswerten Bildervortrag aus den vergangenen zehn Jahren des Kulturwegs. Neben musikalischen Einlagen auf dem elektrischen Klavier von Benedikt Fuhrmann erfreuten sich die Besucher noch an einer Geschichte vom „Teljemännche“, vorgetragen von Richard Arens. Regina Haase stellte verschiedene Sprichworte zum Thema „Kopf“ pantomimisch dar, die von den Anwesenden erraten werden mussten.
Zur Begeisterung des Arbeitskreises überbrachte Raimund Kranz im Auftrag der Raiffeisenbank Moselkrampen einen Scheck über 1.000 Euro, die der Ortsgemeinde Mesenich für kulturelle Zwecke gespendet wurden. Zum Ende der Veranstaltung wurde das erste Modell des großen Steinreichskopps, angefertigt von Künstler Turgut Gül aus Alf, versteigert. Bei 420 Euro erfolgte dann der Zuschlag der unterhaltsamen Bietaktion, und ein neuer Besitzer war gefunden.
Der Brunch war eine rundum gelungene Veranstaltung, die man als Gast jederzeit wieder besuchen würde. Die Mesenicher freuen sich allerdings jetzt schon auf die nächste Veranstaltung des Arbeitskreises Kulturweg, bei der dann hoffentlich die Einweihung des großen Steinreichkopps stattfinden wird.
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